Nokia Asha 210: Knallbuntes Telefon mit eigenem WhatsApp-Button

Christian Wolf

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Was muss ein Mobiltelefon heute mindestens können, um bei der Jugend anzukommen? Richtig: WhatsApp. Nokia macht sich dies bei seinem neuesten Asha-Modell 210 zunutze und verpasst dem ansonsten kaum bemerkenswerten Gerät mit QWERTZ-Tastatur einen dedizierten WhatsApp-Button. Ähnliches hatte bisher nur HTC zu bieten – allerdings für Facebook. HTC ChaCha und HTC Salsa sind aber längst vergessen – große Erfolge konnten die Taiwaner damit jedenfalls nicht einfahren.

WhatsApp-Button als Killer-Feature?

Ob sich der Schachzug für Nokia als Glücksgriff erweisen wird, muss sich noch zeigen. Preislich macht das Asha 210 aber schon einmal nicht viel falsch – 79 Euro sind durchaus günstig und für die jugendliche Zielgruppe bezahlbar. In Deutschland wird das Tasten-Telefon für Vielschreiber voraussichtlich ab dem dritten Quartal in den Läden liegen.

Zur weiteren Ausstattung zählen ein nicht berührungsempfindliches 2,4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln, 64 Megabyte (MB) per microSD-Karte erweiterbaren Speicherplatz, Bluetooth 2.1, 2-Megapixel-Kamera ohne Blitz und WLAN. Hinzu kommen Gimmicks wie Slam, über das sich Fotos, Videos und Kontakte via Bluetooth tauschen lassen. Zudem bietet Nokia sowohl eine Single-SIM- als auch Dual-SIM-Variante an. Nicht berauschend, aber für ein Feature Phone ganz passabel – wenngleich Nokia die Geräte selbst in die Smartphone-Kategorie steckt.

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Asha vs. Android

Letztendlich zielen die Finnen mit der auf S40 basierenden Asha-Serie aber dann doch vorwiegend auf Schwellen- und Entwicklungsländer, weniger auf unsere Breiten. Dementsprechend unterstützt das Asha 210 lediglich EDGE – UMTS also Fehlanzeige. Zum Surfen ist das Telefon trotz vorinstalliertem Xpress Browser definitiv nicht gemacht – allein das winzige Display spricht deutlich dagegen; der fehlende Touchscreen tut sein übriges.

Nokia rückt hierzulande daher die Kommunikation über Soziale Netzwerke sowie insbesondere WhatsApp in den Vordergrund – neben dem Preis und der QWERTZ-Tastatur mit WhatsApp-Knopf eines der wenigen Verkaufsargumente, die vielleicht stechen könnten. Farblich nimmt das Telefon Anleihen an der knallbunten Lumia-Serie – fünf Farben stehen zur Wahl.

Dabei gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass wir es hier nicht wirklich mit einem Smartphone-Konkurrenten zu tun haben. Eigentlich zumindest. Denn auch die Asha-Geräte müssen sich immer stärker mit besser ausgestatteten chinesischen Billig-Androiden messen. Nicht zuletzt deshalb dürfte etwa auch der Verkauf von Nokias Einfach-Handys im letzten Quartal weltweit deutlich eingebrochen sein.

Bild: Nokia

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Christian Wolf wird am Telefon oft mit "Wulff" angesprochen, obwohl er niemals Bundespräsident war und rast gerne mit seinem Fahrrad durch Köln. Er hat von 2011 bis 2014 für BASIC thinking geschrieben.