„Quizduell“ – ein ganz persönlicher Abgesang

Jürgen Kroder

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Seit ein paar Wochen ist ganz Deutschland im „Quizduell“-Fieber. Die App hat sich in Windeseile verbreitet, viele Medien berichteten bereits mehrfach darüber. Aber was ist eigentlich der Reiz des Spiels? Wieso ist es so erfolgreich – obwohl das Prinzip doch recht schnell recht eintönig wird?!

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Langzeit-Motivation?

Gut, ein Pro-Argument ist die Plattform: Auf Smartphones und Tablets lässt es sich schnell und überall zocken. Minutensache. Auch ist „Quizduell“ zumindest in der werbefinanzierten, leicht eingeschränkten Basis-Version kostenlos. Und man kann sich via Facebook mit Freunden vernetzen und gegen diese antreten, was zum wohl wichtigsten Aspekt führt: Wettbewerb. Wer ein Match verliert, ist auf Revanche aus. Schon wird die nächste Runde gestartet. Und noch eine. Und noch eine. Und noch…

Was ich dennoch vermisse, sind echte Langzeit-Anreize: Es gibt keinen ansteigenden Schwierigkeitsgrad, keine neuen Themengebiete zum Freispielen, keine neuen Avatare, keine neuen Features, keine Ligen, keine Errungenschaften – nichts. Das Spiel plätschert vor sich hin. Ob man es eine oder 100 Runden gespielt hat, ist völlig egal. Es gibt keinerlei Unterschiede zwischen einem Einsteiger und einen „Quizduell“-Profi. Man hat stets das gleiche Spiel vor sich. Und das ist auf die Dauer ziemlich ermüdend.

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Einziger Ansporn ist die etwas versteckte Rangliste. Mir persönlich ist das aber zu wenig. Wenn mich ein Spiel über Tage, Wochen oder Monate fesseln soll, so muss es mich mit Neuem überraschen. Ich will merken, wie ich besser und dafür belohnt werde. Gebt mir, liebe Entwickler, beispielsweise neue Frisuren für meinen Avatar. Oder neue, originelle Frage-Kategorien. Oder lasst mich in die Profi-Klugscheißer-Liga aufsteigen oder versetzt mich in die Vollidioten-Kreisklasse. Egal. Hauptsache ich habe das Gefühl, dass mein Handeln und mein (Nicht-)Wissen irgendwelchen Einfluss auf das Spiel haben. „Quizduell“ kann das nicht bieten.

Ab auf die Ignore-List

Zwar nur ein Randaspekt, aber dennoch ein zusätzlicher Minuspunkt: die blamable Grafik. Das fängt bei den lieblosen Menüs an und hört bei den Avataren auf Kleinkind-Niveau auf. Mir rollen sich beim Anblick der App nicht nur die Fußnägel auf. Zugegeben, sowohl „Quizduell“ als auch „Flappy Bird“ sind Beweise dafür, dass Grafik nicht alles ist. Was zählt, ist der Spielspaß – und nicht die neueste Technologie, die Framerate oder eine Ultra-HD-Auflösung. Trotzdem: Bei einem Hit-Spiel erwarte ich zumindest einen gewissen Charme. Den kann ich bei der kruden „Quizduell“-Optik nicht finden.

Letztendlich habe ich das Spiel nach zähen 74 Spielrunden auf meine persönliche Ignore-List verbannt. Seinen Freunden immer und immer wieder beweisen zu wollen, dass man ein größerer Besserwisser als sie ist, mag ja ganz nett sein – auf lange Sicht ist mir das aber zu langweilig. „Quizduell“ ist ein bisschen wie das Nachmittagsprogramm auf den privaten TV-Sendern: billig gemacht und kurzfristig sättigend. Doch auf Dauer bleibt ein schales, leeres Gefühl übrig. Es erscheinen jede Woche Apps, die meine und eure Aufmerksamkeit mehr verdient haben, als dieses öde Rate-Spielchen. Deswegen sage ich: Bye, bye, „Quizduell“! Und ihr?

Bild: Screenshot

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.