iWatch-Start verzögert sich wohl bis Winter

Tobias Gillen

iWatch?

iWatch doch nicht im frühen Herbst?

Das war es dann wohl mit der Hoffnung auf eine fixe Antwort von Apple auf Googles Android Wear. Android Wear ist die Adaption von Googles Betriebssystem für Wearables, also etwa Smartwatches oder Fitnessbänder. Bislang haben Samsung und LG erste Smartwatches mit Android Wear vorgestellt, Motorola lässt mit der Moto 360 aktuell noch auf sich warten.

Die Gerüchte um Apples iWatch hatten sich in der Vergangenheit immer mehr konkretisiert. So haben etwa hochrangige Mitarbeiter aus der Schweiz, unter anderem von Luxusuhrenhersteller Tag Heuer, bei Apple unterschrieben. Ein Markteintritt im frühen Herbst wurde immer wahrscheinlicher. Nun aber scheint es so, als sei Apple ein bisschen aus dem Tritt gekommen.

Smartwatch: Herausforderung für Hersteller

Für Google ist das sicher eine gute Nachricht, die der bislang immer sehr verlässliche Analyst Ming-Chi Kuo gegenüber Appleinsider.com verkündete: Vor November gehe bei Apple in Richtung iWatch nichts, so Kuo. Das liege an Problemen bei Soft- und Hardware, die Apple vor „ein ganz neues Schwierigkeitslevel“ stellen würden.

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Klar, eine Smartwatch ist eine wesentlich größere Herausforderung als ein Smartphone oder Tablet. Je größer das Gerät, desto einfacher ist es auch, alle nötigen Komponenten mit der gewünschten Kapazität in ihm unterzubringen. Bei einer Smartwatch kann man da in puncto Akku oder Rechenleistung sowie Display und Speicherplatz schon mal an seine Grenzen kommen. Insbesondere dann, wenn man, wie Apple, einen hohen Perfektionsanspruch hat.

Ökosystem um Android Wear

Ming-Chi Kuo schraubt zudem die Erwartungen an die iWatch um 40 Prozent auf nur noch drei Millionen verkaufte Exemplare im Jahr 2014 zurück. Zeit genug also für Google, sich mit Android Wear noch besser auf dem Markt zu positionieren. Bislang führt Samsung den Markt klar an, künftig dürften aber immer mehr Hersteller mit Google kooperieren.

Das hätte auch zur Folge, dass sich um Android Wear ein Ökosystem an Apps und Entwicklern bildet, das bei Apple noch lange nicht in Sicht ist. Das iPhone hat damals jegliche Vergleiche gegen Android-Geräte unter anderem wegen dem breiten Angebot an Drittentwicklerprogrammen aus den App Stores gewonnen. Wer die Wahl hat zwischen einer Smartwatch mit riesiger Auswahl an Zusatzapps und einer ohne dieses Angebot…

Dennoch sollte Apple nicht unterschätzt werden: In der Regel legt das Unternehmen beim Eintritt in einen neuen Markt immer etwas Innovatives hin. Ob und wann das auch bei der iWatch so sein wird? Warten wir es mal ab.

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Bild: Konzept Todd Hamilton

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.