Instagram Bolt: Facebook macht dem eigenen Snapchat-Konkurrenten Konkurrenz

Tobias Gillen

Je mehr, desto besser? So zumindest könnte man Facebooks App-Strategie deuten. Nachdem der Kauf von Snapchat bekanntermaßen gescheitert ist, hat Facebook fix an einer eigenen Möglichkeit für simple Bilderchats gearbeitet. Slingshot ist dann vor kurzer Zeit in Deutschland an den Start gegangen und versucht seither, die Nutzer von Snapchat abzugreifen.

Nun aber hat auch Instagram einen eigenen Fotochat-Dienst gestartet. Mit Instagram Direct war das ja bedingt auch bisher schon möglich, nun aber soll mit Bolt eine eigenständige App folgen, die aus Gründen der besseren Skalierung vorerst nur in Neuseeland, Südafrika und Singapur erhältlich sein wird. Bolt funktioniert grundsätzlich so wie Snapchat, sieht vielleicht etwas moderner aus.

Bestens aufgestellt im mobilen Markt

Interessant ist, dass für Bolt kein Facebook-Account nötig ist. Man kann sich einfach mit einer Handynummer anmelden, muss dann aber – logischerweise – auch der App (und damit Instagram und damit Facebook) Zugriff auf das Adressbuch geben. Facebook scheint aktuell also ordentlich Dampf zu machen im Foto-Business. Die Apps Camera und Poke wurden ja kürzlich erfolglos wieder vom Markt genommen.

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Ob es aber klug ist, der eigenen Snapchat-Konkurrenz nochmal Konkurrenz zu machen? Fraglich. Jedenfalls ist Facebook im mobilen Bereich nun bestens aufgestellt mit WhatsApp und Instagram. Ausschließen, dass auch Bolt oder Slingshot irgendwann das Schicksal von Poke oder Camera ereilt – das kann wohl keiner.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.