Tausche Alltag gegen Burgzimmer: „Rhein-Zeitung“ sucht Burgenblogger fürs Mittelrheintal

Tobias Gillen

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Burg Sooneck

Burgenblogger am Mittelrhein

Bloggen kann man überall. Ich sitze zum Beispiel gerade auf meiner Couch. Die Tee-Tasse steht vor mir auf dem Tisch. Manchmal blogge ich aber auch aus dem Garten, von Reisen aus dem Hotelzimmer oder aus dem Büro. Der Ausblick hält sich dabei in der Regel in Grenzen – wenngleich ich mein Wohnzimmer oder auch ein schickes Hotelzimmer sehr schätzen kann.

Gegen das Angebot, das die „Rhein-Zeitung“ aktuell für einen Blogger bereithält, kann ich aber leider nicht mithalten. Gesucht wird ein „Burgenblogger“. Was das ist? Der Name verrät es: Ein Blogger, der auf einer Burg lebt und über seine Eindrücke von dort und der Umgebung schreibt.

Differenzen im Mittelrheintal

Es geht um Burg Sooneck zwischen Koblenz und Rüdesheim am Mittelrhein. Laut „Rhein-Zeitung“ sei das Mittelrheintal eine sehr gespaltene Umgebung. Auf der einen Seite sehr romantisch, über 40 Burgen und Burgruinen, Weinberge. Auf der anderen Seite aber auch sehr strapaziert durch Lieferwege und Logistik. Die „Rhein-Zeitung“ schriebt es wie folgt auf:

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Die Warenströme der Globalisierung kollidieren hier mit der Rhein-Romantik. Hunderte von Zügen donnern täglich durch das enge Tal, riesige Containerfrachter quetschen sich durch die schmale Fahrrinne. Zum Lärm kommt die Platznot im engen Tal. Verfall nistet sich ein, mancherorts wirken ganze Straßenzüge wie aufgegeben. Und den 200.000 Bewohnern des Tals wie der Politik stellt sich längst die Frage nach der Zukunft der Region Mittelrhein.

Genau aus diesem Grund suchen „Rhein-Zeitung“ Koblenz, das Leitmedium in der Region, die Generaldirektion Kulturelles Erbe als Hüterin aller Burgen am Mittelrhein und die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz nun jemanden, der über diese Differenzen schreibt, der Menschen kennenlernt, sie begleitet und Menschen von außerhalb näher bringt, wie es um die Region steht – gerne kritisch und ohne Abnahmen und Zensur.

2.000 Euro brutto – genug?

Vergütet wird das alles natürlich auch: 2.000 Euro brutto gibt es pro Monat. Ob das angemessen ist? Ich finde: Ja, da Miete und sonstige Nebenkosten wegfallen. Außerdem handelt es sich hier nicht um einen Ganztagsjob. Man kann auch andere Projekte weiter fortführen. Verlangt wird wochentäglich ein kurzer Blogpost und einmal wöchentlich ein etwas längerer Post sowie ein bisschen Social Media.

Es gibt aber auch kritische Stimmen. Das Blog „Burgerbe.de“ bezeichnet die Stelle als „Billig-Burgenblogger“, da selbst ein Zeitungsvolontär im zweiten Tarif-Lehrjahr mehr verdiene (65 Euro, um genau zu sein). Auf die Arbeitszeit gerechnet dürfte ein Volontariat dennoch wesentlich mehr Arbeit machen, von dem Gehalt muss man dann noch Miete und Co. begleichen und hat keinen Ausblick auf den Mittelrhein.

Nicht das erste Projekt dieser Art

Bewerben kann man sich ab sofort bis zum 14. September per Mail an burgenblogger@rhein-zeitung.net. Ein Bewerbungsschreiben wird explizit nicht verlangt. Stattdessen einen Einblick in die Persönlichkeit des Bloggers. Nach vertiefenden Gesprächen soll noch dieses Jahr die Entscheidung fallen, wer von Burg Sooneck aus bloggen darf.

Übrigens: Auch andere deutsche Städte haben bereits ähnliche Projekte gestartet. Und auch in Australien wurde mal der „beste Job der Welt“ vergeben. Bekommen hat ihn der Brite Ben Southall – er durfte von einer australischen Insel aus ein halbes Jahr bezahlt bloggen.

Bild: Google Maps, Screenshot

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.