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Künftig Werbepausen und Bezahlmodell: Soundcloud auf dem Weg zum Geschäftsmodell

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geschrieben von Tobias Gillen

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Keine Details bekannt

Soundcloud ist endlich auf dem Weg zu einem richtigen Geschäftsmodell, wie es scheint. Die „New York Times“ berichtet am Donnerstag von Plänen, dass der Musikdienst künftig Werbung und ein Bezahlmodell einführt.

Dabei soll es sich um gewöhnliche Werbe-Unterbrechungen zwischen den einzelnen Songs handeln. Wer diese nicht hören möchte, muss bezahlen. Vorerst ist das Modell nur in den USA geplant, wie viel Soundcloud für die werbefreie Option verlangen wird, ist noch nicht bekannt.

Erst im vergangenen Mai ging die Meldung durch die Presse, dass Twitter an Soundcloud interessiert sei. „SPIEGEL ONLINE“ entkräftigte damals die Gerüchte und nannte auch gleich Gründe: Die Lizenzprobleme mit den Labels und Künstlern. Denn an diversen Musikstücken, die sich bei Soundcloud tummeln, haben weder die Uploader noch Soundcloud selber die Rechte. Bis dato war da keine Einigung in Sicht.

Soundcloud wird erwachsen

Nun aber soll Soundcloud einen Schritt weiter sein. Man habe nun Vereinbarungen mit Labels getroffen, darunter auch BMG mit Künstlern wie Maroon 5, Linkin Park, Coldplay oder Robbie Williams. Zudem sei man in Gesprächen mit weiteren großen Musikverlagen. Durch die künftigen Einnahmen könnte Soundcloud möglicherweise wie Spotify und Co. die Künstler anteilsmäßig bezahlen, wenn ein Song auf der Plattform gespielt wurde.

Soundcloud ist für viele sehr populär und hat bereits weit über 250 Millionen Nutzer (wie viele davon aktiv sind, ist unklar). Klarer Pluspunkt für viele Nutzer war bislang sicher die werbe- und kostenfreie Umgebung. Es war aber abzusehen, dass Soundcloud irgendwann erwachsen werden musste – auch um sich nicht größeren Ärger mit Musikverlagen einzuhandeln. Wann das Modell nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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