Mails fast so unwichtig wie echte Briefe: BITKOM-Studie zeigt neue Facetten der Medien-Nutzung

Jürgen Kroder

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Die letzten Tage sind sehr spannend. Nicht nur, weil wir an BASIC thinking 3.0 arbeiten und heiß am diskutieren sind, sondern auch, weil verschiedene Studien zur Medien- und Internet-Nutzung veröffentlicht wurden. Zuerst gab SevenOne Media seine Erkenntnisse preis, dann erschien die „ARD ZDF Onlinestudie“ und schließlich folgte der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) mit seinen Auswertungen.

Ohne Netz geht es nicht mehr!

Der Tenor der Drei ist im Grunde gleich: Für den modernen Menschen sind Online-Dienste ein allgegenwärtiger Alltagsbegleiter. Ja, wir leben quasi im und mit dem Internet. Ohne scheint es nicht mehr zu gehen.

TV, Filme und Musik via Stream, Nachrichten aus dem Netz, Telefonie über IP, Mehrspieler-Gefechte in Games, Chats und Mails als Kommunikationsmittel – so sieht die Welt von heute aus. Die Nutzung hierbei verändert sich rasant, deswegen gibt es einige Gewinner und Verlierer in der vernetzten Welt.

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Der größte Verlierer ist die gute, alte E-Mail. Im Arbeitsleben ist sie zwar nicht mehr weg zu denken, aber unserem Nachwuchs scheint das schnuppe zu sein. Der hat Mails als „out“ abgestempelt. Laut der BITKOM-Studie nutzen nur sieben Prozent der 10- bis 18-Jährigen die elektronische Post zum Austausch mit Freunden und Bekannten. Das ist extrem wenig. Besonders wenn man sieht, dass noch drei Prozent der Befragten angaben, dass sie Papier-Briefe als Kommunikationsmittel einsetzen!

WhatsApp, WhatsApp, WhatsApp

Ebenso rollen bei den Jugendlichen Chaträume und Instant-Messenger, wie sie vor ein paar Jahren noch total angesagt waren, auf das Abstellgleis. Laut BITKOM nutzen nur noch 13 Prozent ICQ und Konsorten. Knapp davor liegt die Kommunikation über Internet-Telefonie – also Skype.

Die große Frage, auf die sicherlich jeder bereits die Antwort kennt, ist jetzt: Womit kommuniziert unser Nachwuchs? Zu 70 Prozent mit „Kurznachrichtendiensten“, wie es neudeutsch so schön sperrig heißt. Kurz: iMessage, Google Hangouts, Joyn (kennt das noch jemand?) und natürlich WhatsApp. Diese Aussage deckt sich mit den Erkenntnissen der SevenOne-Media-Studie, die gerade jungen Mädchen mit bis zu vier Stunden WhatsApp-Einsatz pro Tag eine exzessive Nutzung nachwies.

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Tippen statt Reden

Interessant finde ich noch folgendes Schaubild der BITKOM-Studie:

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Demnach lässt mit fortschreitendem Jugendalter die Nutzung von Festnetz-Telefonie im gleichen Maße nach, wie die Nutzung von sozialen Netzwerken zunimmt. Wir werden also zunehmend ein Volk der (Kurz-)Tipper und -Schreiber statt der Sprecher und Zuhörer. Eine interessante Entwicklung. Leider eine, die mich besorgt. Denn wenn man sich nur noch mit Abkürzungen im Stil von „ROFL“, „MFG“ und „:)“ unterhält, dann bleibt die Kommunikation mit richtigen und langen Sätzen wohl auf der Strecke. Schade!

Bilder: BITKOM

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.