Schnäppchen-Angebote statt Vollpreis: Gamer schauen zunehmend auf den Preis. Das darf so nicht weitergehen!

Jürgen Kroder

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Wie alt ist der typische PC-Spieler, was zockt er und wie gibt er Geld für sein Hobby aus? Das hat das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen NPD Group analysiert. Die neue Studie bringt interessante und auch traurige Tendenzen zum Vorschein.

Casual statt Core

Nein, der typische Gamer von heute ist nicht mehr – wie es so mancher noch als Klischee im Kopf hat – männlich und um die 16 Jahre jung. Das bestätigen immer mehr Studien, wie zuletzt die der Entertainmant Software Association. Laut ihr ist der typische Videospieler über 30 Jahre alt, die Verteilung von Männer zu Frauen liegt bei fast 50/50. Das bestätigt nun auch die NPD Group.

Laut der Studie „Understanding PC Gaming“ sind Games ein Massenphänomen, für das sich Jung und Alt immer mehr Zeit nimmt: 37% spielen durchschnittlich 6,4 Stunden pro Woche. Das gaben die 6.225 befragten US-Amerikaner ab neun Jahre an.

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Bevor hier gleich wieder ein altes Vorurteil aufbricht: Nein, bei diesen Vielspielern handelt es sich nicht um die typischen „Call of Duty“- und „World of Wacraft“-Junkies! Deren Gruppe umfasst nur 20% der Befragten. Die größte Zielgruppe (56%) zählt sich zum Segment der Casual Gamer. Also zu der Zielgruppe, die ihre Freizeit mit Gelegenheitsspielen wie „Candy Crush“, „Farmville“ und dergleichen verbringen. Die Schublade dazwischen, die sogenannten „Light Core Gamer“ (24%), haben ein gemischtes Spielverhalten.

Wie kaufen die Computerspieler ein?

humblebundle

Laut der Studie nimmt der digitale Erwerb von PC-Spielen weiter zu. 46% greifen lieber zum Download als zur haptischen Box im Handel. Durch diesen Einkaufswandel hat sich auch das Verhältnis zum Preis stark verändert. Wer online shoppt, ist weniger gewillt, den vollen Preis zu zahlen. Die Ergebnisse der NPD-Umfrage ergaben, dass die Hälfte aller Gamer auf Schnäppchen-Angebote warten, bevor sie zuschlagen.

Verständlich: Steam Sales, Humble Bundles, Rausverkauf, Midweek Madness, etc. – Kampfpreise, wohin das Auge blickt. Das bringt das Preisgefüge durcheinander und nährt bei den Gamern die Erwartung, dass es immer und überall etwas billiger geben muss. Ein sehr gefährlicher Trend, wie ich finde.

Qualität hat seinen Preis

Wenn neue Games statt zum Original-Preis im Rabatt-Wahn mit 30, 40 oder 50% Nachlass verkauft werden, dann hat das nichts mehr mit normalen Verkaufsstrategien zu tun. Das ist ein Verschleudern. Ex und hopp, als wären Games nichts wert. Konsum um jeden (Niedrig-)Preis.

Der Druck wird so immer größer. Die Folgen dieser Schnäppchen-Mentalität sind unfertige Games, Mainstream-Massenware und Studio-Schließungen am laufenden Band. Als ein Ausweg aus der Misere sprießen immer fragwürdigere Geschäftsmodelle aus dem Boden. Ganz vorne mit dabei: Free-2-Play-Games, bei dem man zum Kauf von In-Game-Items genötigt oder mit Werbebannern erschlagen wird. Statt Spielspaß zählt immer mehr die bestmögliche Monetarisierung.

Wollen die Gamer das wirklich? Muss man immer um jeden Preis sparen? Ich denke: Nein! Qualität hat ihren Preis, egal ob es sich dabei um ein haptisches oder digitales Produkt handeln. Hinter Games stecken viele kreative Menschen, die jahrelang viel Herzblut in ihre Produkte stecken. Diese Menschen sollten wir endlich wieder gerecht entlohnen – mit einem angemessenen Preis und mehr Wertschätzung für ihre Arbeit.

Bilder: Steam, HumbleBundle

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.