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Facebook erklärt willkürlich Nutzer für tot – auch Mark Zuckerberg

Tobias Gillen

Falls du gerade über das Profil eines Freundes gestolpert und dessen Todesmeldung gesehen hast: Atme erstmal durch. Denn wahrscheinlich ist er nach wie vor ziemlich lebendig.

Mit einer Mitteilung zu den so genannten „Memoralized Accounts“, also Profilen, die in einem Gedenkzustand sind, hat Facebook in den letzten Stunden wohl einige Nutzer erschreckt. Profile können über einen besonderen Antrag eines vorher bestimmten Nachlasskontaktes im Todesfall entweder komplett gelöscht oder eben in besagten Zustand versetzt werden.

Mark Zuckerberg Facebook
Auch Mark Zuckerberg sei laut dem Bug gestorben

Todesmeldung auf vielen Profilen

Genau diesen Zustand finden aktuell viele Nutzer auf ihren Profilen vor, darunter selbst Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Über dem Profil findet sich dann folgende Meldung:

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We hope people who love Mark will find comfort in the things others share to remember and celebrate his life.

Oder auf Deutsch:

Wir hoffen, die Menschen, die Mark lieben, finden Trost in den Dingen, die hier geteilt werden, um an ihn zu erinnern und sein Leben zu feiern.

Einer bestimmten Logik scheint der Bug nicht zu folgen, zumeist sind aber englischsprachige Profile betroffen – u.a. auch von Freunden aus Deutschland. Bislang hat Facebook nicht auf Presseanfragen dazu reagiert. (Update: Das Problem ist behoben und sollte nicht mehr auftreten.)

Grundsätzlich: Nachlassfunktion sehr sinnvoll

Mal abgesehen von dem makaberen Bug ist die Nachlassfunktion ziemlich sinnvoll, stehen wir doch alle irgendwann vor der Frage, was mit unseren Profilen nach dem Tod passiert. Viele große Tech-Firmen wie Facebook, Google, Flickr, Xing oder Twitter bieten entsprechende Möglichkeiten an, wir haben uns hier schon einmal sehr intensiv mit den Funktionen beschäftigt und erklärt, wie man sie einstellt.

Bei Facebook geht das über mehrere Formulare und Einstellungsmöglichkeiten, hier etwa für den Gedenkzustand und hier für die Löschung des Profils. Um einen Nachlasskontakt festzulegen, muss man diese fünf Schritte ausführen:

  1. Klicke auf den Pfeil oben rechts und wähle Einstellungen aus
  2. Klicke im Menü links auf Sicherheit
  3. Klicke auf Nachlasskontakt
  4. Gib den Namen eines Freundes ein und klicke auf Hinzufügen
  5. Klicke auf Senden

Natürlich kann man auch selbst hier einstellen, was nach dem Tod mit dem Profil geschehen soll. Der Nachlasskontakt muss diesen natürlich mit einem offiziellen Dokument nachweisen und kann dann das Profil teilweise auch noch bearbeiten.

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Auch interessant: Social Media und der Tod: Wie das Leben in sozialen Netzwerken endet – oder auch nicht

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.