YouTube, Videos, Klicks

Endlich: YouTube schafft 30-Sekunden-Spots ab

Tobias Gillen
Wie groß ist die Gier nach Klicks? (Foto: Rego Korosi / Flickr (CC BY-SA)

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Sie sind nervig und hinterlassen meistens ein negatives Gefühl: 30-sekündige Spots auf YouTube, die man nicht überspringen kann. Bald ist damit nun endlich Schluss.

Ein guter Schritt aus Nutzersicht: Ab dem nächsten Jahr möchte YouTube die 30-Sekunden-Spots abschaffen, die man nicht – wie bei anderen Werbeformaten üblich – nach wenigen Sekunden überspringen kann.

Damit reagiert YouTube möglicherweise auf Facebook, das bekanntlich aktuell im Video-Markt ganz schön Gas gibt, in Sachen Monetarisierung bis auf ein paar Pläne und Tests noch nicht sonderlich viel auf die Reihe gebracht hat.

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YouTube: Ab 2018 keine 30-Sekünder mehr

Das führt aus Sicht der Produzenten natürlich dazu, dass man weiterhin auf YouTube (oder anderen monetarisierbaren Plattformen) veröffentlichen möchte. Problem: Die Nutzer gewöhnen sich zunehmend an den werbefreien (zumindest was die vorgeschalteten Clips angeht) Konsum und stören sich dann bei YouTube daran.

2018 will man dann die lange Wartezeit verkürzen und nicht-überspringbare Spots nur bis zu maximal 20 Sekunden zulassen, weitere Experimente natürlich inbegriffen.

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Die Möglichkeiten zur Monetarisierung bei YouTube

Video-Monetarisierung ist ein schmaler Grat

Es scheint für YouTube, Produzenten und Nutzer ein schmaler Grat zu sein zwischen Monetarisierung, Absprungraten, Nutzerfreundlichkeit und dem Konkurrenzkampf mit im Video-Markt aufstrebenden Plattformen wie Facebook, Snapchat oder Instagram zu sein.

Facebook pusht den Bereich aktuell enorm nach vorne, egal wo man sich auf der Seite oder seinen zugekauften Apps aufhält, man hat die Möglichkeit, Videos hochzuladen. Selbst im Messenger sind inzwischen kurze Status-Clips möglich, bei WhatsApp in wohl schon ziemlich konkreter Planung (wie die Beta-Versionen verraten) und als Profilbild kann man längst nicht mehr nur ein statisches Bild verwenden.

Und auch bei Instagram geht Facebook auf Frontalangriff zu YouTube (und Snapchat!) mit seinen abgekupferten Stories und seit jüngerer Vergangenheit auch mit Instagram Live.

Nutzer und Produzenten profitieren

Natürlich macht ein Status-Clip noch lange kein qualitativ hochwertiges YouTube-Video. Mit möglichen Ansätzen zur Monetarisierung, erste Tests mit z.B. der NBA, Funny or Die und Fox Sports gab es schon Mitte 2015, würden die Facebook-Plattformen aber immer attraktiver für Produzenten werden – zumal die Nutzer ja ohnehin da sind.

Aus Sicht von YouTube macht es also nur Sinn, das Thema weiterhin aktiv auf dem Schirm zu haben und sich Nutzern und Produzenten mit angenehmen und gleichermaßen gewinnbringenden Formaten anzubieten. Für beide Seiten dürfte es von Vorteil sein, wenn YouTube nun etwas Druck bekommt.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.