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Facebook Messenger Day: Zuck, ist das eigentlich noch dein Ernst?

Christian Erxleben
Messenger Day ist der neuste Snapchat-Klon von Facebook. (Bild: Facebook)

Messenger Day: Unter diesem Namen rollt Facebook seinen nächsten Snapchat-Klon im Facebook Messenger aus. Die Inhalte verschwinden nach 24 Stunden. Langsam nimmt der Kopie-Wahn von Mark Zuckerberg überhand. Ein Kommentar.

Snapchat Stories, Instagram Stories, Facebook Stories, WhatsApp Status und nun auch noch Messenger Day. Es ist schon erstaunlich, wie viele Namen es in der Zwischenzeit für ein und dieselbe Funktion gibt. Die letzten vier Namen stammen alle von Mark Zuckerberg und gehören zum großen Facebook-Universum. Ob sich der Gründer des Social-Media-Giganten schämt? Vermutlich eher nicht. In der Zwischenzeit ist es kaum mehr eine Überraschung, dass sich Facebook am Story-Format von Snapchat bedient.

Messenger Day: So funktioniert er

Doch worum geht es eigentlich? Am Donnerstag gab Facebook bekannt, dass ab sofort für den Facebook Messenger die Funktion „Messenger Day“ ausgerollt wird.

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Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, vergängliche Inhalte (Nachrichten, Bilder, Videos) mit Hilfe von Kamera, Texttools und zahlreichen Filtern mit allen oder ausgewählten Freunden zu teilen. Nach 24 Stunden verschwindet der so erstellte Content jedoch wieder. So schaut der Messenger Day aus.

Wie bei den Snapchat Stories und allen weiteren Kopien davon, setzt auch Messenger Day auf die Bündelung von verschiedenen Inhalten in einer Geschichte. Die Anzahl der Bilder und Videos in einem Day ist dabei nicht limitiert.

Wenn der globale Rollout der Funktion abgeschlossen ist, werden sich die Geschichten deiner Freunde am oberen Rand des Facebook Messengers finden. Dort kannst du sie nach Belieben konsumieren.

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In Zukunft wird der Messenger am oberen Rand um die „Days“ deiner Freunde ergänzt. Die Bilder kannst du entweder aus der App heraus machen, vom Smartphone aus hochladen oder sogar aus Chats hinzufügen. (Bild: Facebook)

Um ein Bild zu deinem Messenger Day hinzuzufügen, hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Entweder du nutzt die Kamera-Funktion im Facebook Messenger (Kreis in der Menüleiste) und lädst ein Bild von deinem Smartphone hoch oder schießt eines. Dieses Foto kannst du anschließend bearbeiten. Es besteht die Möglichkeit, Emojis, Filter und grafisch-ansprechende Schriftzüge hinzuzufügen. Sobald du zufrieden bist, klickst du auf den Pfeil in der rechten unteren Ecke und fügst es zu „My Day“ hinzu.
  2. Die zweite Variante besteht darin, dass du Bilder und Videos aus Chats mit deinen Freunden zu deinem Messenger Day hinzugefügt werden. Sobald ein Inhalt in einer Unterhaltung gesendet wird, wird dir die Chance geboten, ihn in deine Geschichte aufzunehmen.

Die Beweggründe: Rache, Geld und Erfolg

Über die möglichen Gründe für die Copy-Offensive von Mark Zuckerberg wurde schon viel geschrieben und spekuliert. Als einer der Gründe wird stets Rache angeführt. Rache dafür, dass Snapchat-Gründer Evan Spiegel das Übernahmeangebot von Facebook in Höhe von drei Milliarden US-Dollar 2013 abgelehnt hat. Das Wort Rache ist sehr stark und vermittelt zu Teilen eine falsche Intention.

Mark Zuckerberg will sich sicherlich nicht rächen. Hinter seinen Handlungen steht wirtschaftliches Kalkül. Der Facebook-Chef ist stets auf der Suche nach neuen Erlösquellen für sein Multimilliarden-Unternehmen und achtet darauf, dass kein Konkurrent zu mächtig wird. WhatsApp und Instagram hat sich Facebook einverleibt, Snapchat wird mit jeder weiteren Kopie geschwächt.

Waren die Instagram Stories noch etwas Aufsehenerregendes verwäscht sich die Idee der Story nun langsam. Sie wird zum Alltag der Nutzer in sozialen Medien und die Macht der Gewohnheit wird im Laufe der Zeit dafür sorgen, dass in Vergessenheit gerät, wer das Format ursprünglich erfunden hat.

Bei aller berechtigten Kritik darf man nie vergessen, dass das Story-Format – außer bei WhatsApp – vom Nutzer stets gut aufgenommen wurde. Kein Unternehmen in keinem Wirtschaftszweig würde eine Idee, die erfolgreich ist, ablehnen. Für Snapchat bedeutet der Messenger Day nur eines: Es ist an der Zeit, die nächsten Snapchat Stories aus dem Hut zu ziehen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.