Snapchat, Spectacles

Snapchat-Hardware: Unser erster Eindruck von den Spectacles

Christian Erxleben
Unser erster Eindruck von den Spectacles fällt durchweg positiv aus.

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Wie kann sich Snapchat vor dem Copy-Wahn von Facebook schützen? Indem es sich von den sozialen Medien löst und in Hardware investiert. Das erste Produkt von Evan Spiegel sind die Spectacles. Wir haben seit heute eine Snapchat-Sonnenbrille und berichten euch von unseren ersten Eindrücken.

Im September 2016 präsentierte Snapchat-Gründer Evan Spiegel die Spectacles. Die Hardware-Brille mit integrierter Video-Kamera kostet 130 US-Dollar und war die ersten Monate nur an ausgewählten Pop-Up-Stores in den USA erhältlich. Der Standort wurde erst 24 Stunden im Voraus auf der Website des Produktes präsentiert.

Seit Anfang diesen Jahres hat Snapchat die künstliche Verknappung ein wenig aufgeweicht. Die Spectacles sind nun auch über das Internet bestellbar – allerdings nur zu Adressen in den USA. Wer also eine Brille möchte, muss entweder in die Vereinigten Staaten fliegen oder Freunde/Bekannte darum bitten, ein Exemplar zu bestellen und mitzubringen.

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Das kann die Spectacles

Die Spectacles werden über über Bluetooth mit deinem Smartphone und deinem Snapchat-Account verbunden. Wenn du die Hardware das erste Mal mit der Software verknüpfst, musst du dies über die Einstellung in der App machen. Über den Auslöser am linken Brillenbügel wird eine Verbindung erstellt.

Wenn die Spectacles mit deinem Profil verbunden sind, startest du über den Auslöser eine 10-sekündige Aufnahme, die automatisch in deinen Memories auf Snapchat gespeichert werden. Dort kannst du die Aufnahmen begutachten, bearbeiten und zu deiner Story hinzufügen. Ein zweiter Knopfdruck verlängert die Aufnahme um weitere zehn Sekunden.

Erstes Zwischenfazit

Die Spectacles erleichtern das Aufnehmen von Snapchat-Inhalten deutlich. Die Hardware funktioniert ohne Smartphone und ist perfekt auf iPhones abgestimmt. Die Aufnahmen wirken sehr authentisch und zeigen exakt das Gesehene – ohne Verzerrung durch eine Handykamera.

Snapchat, Spectacles
Das Etui der Spectacles ist gleichzeitig auch eine Ladestation.

Besonders gelungen finde ich allerdings den Lademechanismus für die Spectacles. Zum einen gibt es die Möglichkeit, die Snapchat-Hardware über einen USB-Anschluss aufzuladen. Die Andockstation ist bei der Brille hinter einem Bügel versteckt und somit relativ gut vor äußeren Einflüssen geschützt.

Zum anderen kann die Spectacles im mitgelieferten Etui geladen werden. Denn auch das Etui kann via USB-Kabel aufgeladen werden und für die Brille vier volle Akkuladungen speichern. Nach Unternehmensangaben hält die Snapchat-Brille übrigens einen Tag.

Ob die Spectacles dieses Versprechen halten können, werden wir für euch in den nächsten Wochen ausführlich testen. Erste Eindrücke könnt ihr auf unserem Snapchat-Account oder auf Instagram gewinnen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.