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Instagram: Bilder nun auch ohne App hochladen

Instagram Browser
geschrieben von Tobias Gillen

Für Instagram gibt es längst eine Browser-Oberfläche. Selbst am Desktop kann man Bilder und Profile anschauen. Die mobile Ansicht ist noch etwas ausgefeilter – und bekommt nun auch eine Upload-Funktion. Wieder ein Nadelstich in Richtung Snapchat und ein klares Zeichen, wo es hingehen soll.

Apps wie Instagram und Snapchat leben von der App-Nutzung. Je mehr Menschen die App installiert haben, je länger sie sich in der App herumtreiben, desto mehr Geld lässt sich mit ihnen verdienen. Snapchat geht zieht das ziemlich konsequent durch, wohl auch, weil die Funktionalität im Browser schwerer darstellbar wäre.

Instagram hingegen hat früh verstanden, dass auch eine Browser-Nutzung für manche Anwendungszwecke und Nutzer sinnvoll sein kann. Die bisherige Browser-Version erinnerte dabei aber eher an eine Lite-Version: Konnte man benutzen, aber die Kernfunktionen fehlten.

Facebook erschließt neue Märkte

Instagram Browser Upload

Bilder bei Instagram hochladen geht nun auch im Browser

Nun aber bohrt Instagram seine mobile Ansicht auf und verpasst ihr neben dem „Entdecken“-Tab auch eine Upload-Funktion. Die funktioniert nur mobil, nicht am Desktop über den Browser.

Damit lässt Instagram-Inhaber Facebook keinen Zweifel mehr daran, wohin die Reise gehen soll. Erst kürzlich hat Facebook mit dem Messenger Lite eine App gelauncht, die für Länder mit schlechterem Netzausbau und höheren Kosten für mobiles Internet erschwinglicher nutzbar ist. Keine Stories, kein Schnickschnack, nur der Chat – komprimiert auf das Wesentliche.

Nach Messenger Lite nun „Instagram Lite“ im Browser

Die mobile Browser-Ansicht von Instagram schlägt in die gleiche Kerbe: Wer die App wegen schlechtem Internet, wenig Speicherplatz oder anderweitigen Gründen nicht herunterladen, installieren oder nutzen kann, findet im Browser nun eine stark vereinfachte Lite-Version ohne Stories, Video-Uploads, Filter und Direktnachrichten.

Damit attackiert Instagram ganz beiläufig auch erneut Snapchat. Die stehen seit Wochen in der Kritik wegen einer angeblichen Aussage von CEO Evan Spiegel, der laut einem Ex-Mitarbeiter gesagt haben soll, dass Snapchat nicht vorhabe, in ärmere Länder wie Indien oder Spanien zu expandieren. Spiegel bestreitet die Vorwürfe zwar – am heftigen Shitstorm, insbesondere auch aus Indien, ändert das aber nichts mehr.

Snapchat hat es schwerer

Aber auch ohne diese Aussage hätte es Snapchat durch seine Funktionalität viel schwerer, in Ländern Fuß zu fassen, deren Netzausbau nicht so stark vorangetrieben ist wie in den USA. Snapchat ist viel videolastiger, alleine all die Filter-Spielereien ließen sich ohne weiteres im mobilen Browser kaum umsetzen.

Hier punktet Instagram nun mit einer fast voll funktionstüchtigen Version – und das, nachdem es Snapchat sowieso schon den Rang abgelaufen hat. Alleine die Stories-Funktion hat mehr aktive Nutzer als Snapchat insgesamt – und das in nur wenigen Wochen.

Ob auch irgendwann mal eine Instagram-Lite-App geplant ist, ist nicht klar.

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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking, Mobility Mag und Matchplan Mag. Von 2014 bis 2017 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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