Social Media

Facebook bestraft minderwertige Inhalte und böswillige Werbung

Inhalte, Code, Algorithmus
Facebook geht gegen minderwertige Inhalte vor. Dafür werden die Seiten der Publisher analysiert.
geschrieben von Christian Erxleben

Facebook arbeitet weiterhin daran, sein Netzwerk von User-unfreundlichen Links und Seiten zu säubern. Das neuste Algorithmus-Update bringt eine entscheidende Neuerung mit sich: Erstmals werden nicht nur die Inhalte auf Facebook, sondern auch gezielt komplette Websites von einer künstlichen Intelligenz analysiert und bewertet.

Während Google mit seinem Update für den Such-Algorithmus auf die bei Facebook bewährte Unterstützung von Nutzern setzt, nutzt das Netzwerk von Mark Zuckerberg künftig in seinem Newsfeed-Algorithmus eine etablierte Methode von Google.

Wie Jiun-Ren Lin und Shengbo Guo in einem Blog-Post schreiben, will Facebook das Nutzererlebnis auf der eigenen Plattform verbessern, indem weniger Posts und Anzeigen ausgespielt werden, die auf minderwertige Websites führen.

Analyse externer Inhalte

Die Grundlage für das jetzige Algorithmus-Update ist eine von Facebook durchgeführte Analyse von Hunderttausenden Websites, die ihre Inhalte auf Facebook verbreiten.

Dabei wurden gezielt Seiten markiert, die „wenig-überzeugende Inhalte und eine große Menge an störenden, schockierenden oder gefährlichen Anzeigen“ enthalten. Die erhaltenen Ergebnisse fließen direkt in den Facebook-Algorithmus und helfen der künstlichen Intelligenz dabei, neue Seiten leichter einzuordnen.

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Vom Algorithmus negativ bewertete Seiten leiden doppelt unter der Neuerung: Einerseits werden ihre organischen Posts weiter hinten im Newsfeed ausgespielt. Andererseits kann es sein, dass Facebook das Schalten von Anzeigen auf Inhalte dieser Seite in gewissen Fällen untersagt.

Einfluss auf seine Facebook-Seite

Ausgerollt wird das Update in den nächsten Monaten. Wenn du dich nun fragst, ob deine Seite betroffen ist, lohnt sich ein Blick in deine Statistiken.

„Publisher, die keine minderwertigen Inhalte auf ihrer Seite haben, werden einen leichten Traffic-Anstieg sehen, während Publisher, die derartige Inhalte haben, einen Traffic-Abfall sehen werden“, erklären die beiden Facebook-Mitarbeiter.

Wie immer ergänzt das soziale Netzwerk noch die Hinweise, dass die jetzige Änderung nur einer von vielen Faktoren ist, die den Newsfeed-Algorithmus beeinflussen, und hochwertige Inhalte auf Facebook besser funktionieren als minderwertige.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit 2017 Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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