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Paukenschlag! Apple wirft Facebook und Twitter raus

Christian Erxleben
Mit dem Rollout des neuen Betriebssystems iOS 11 kappt Apple den Exklusiv-Support für Facebook und Twitter. (Foto: Pixabay.com/hurk)

Apple hat auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC das neue Betriebssystem iOS 11 vorgestellt. Neben einem Tracking-Filter und einem Autoplay-Verbot für Safari haben Tim Cook und sein Team weitestgehend unbemerkt eine gigantische Veränderung vorgenommen: Apple wirft Facebook und Twitter raus.

Craig Federighi hatte am Montagabend bei der Keynote der Worldwide Developers Conference (WWDC) von Apple im kalifornischen San Jose einiges zu erzählen.

Der Senior Vice President Software Engineering stellte das neue Betriebssystem iOS 11 vor und das bietet gegenüber seinem Vorgänger zahlreiche Neuerungen. Dazu zählt beispielsweise ein „Do Not Disturb“-Modus für sichere Autofahrten und ein Anti-Tracking-Filter für den Safari-Browser.

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iOS 11 beendet Exklusiv-Support

Bei allen spannenden Tools und Veränderungen, die erneut unterstreichen, dass der Nutzer bei Apple absolut im Mittelpunkt steht, ging eine große Nachricht im Trubel um die WWDC unter: Apple wirft Facebook und Twitter aus seinem Betriebssystem und beendet damit die Sonderbehandlung für die beiden sozialen Netzwerke. Das bestätigte der Konzern gegenüber Axios.

iOS 11, Facebook, Systemintegration
Wer auf seinem iPhone die Konto-Daten für Facebook und Twitter hinterlegt, kann bislang Bilder und Links ohne Umwege in den sozialen Netzwerken teilen. Das ändert sich mit iOS 11.

Sowohl Facebook (seit 2012) als auch Twitter (seit 2011) sind innerhalb des iPhone-Betriebssystems durch eine integrierte Systemunterstützung gegenüber anderen Anwendungen im Vorteil.

Was versteckt sich dahinter? Jeder Besitzer eines Apple-Endgeräts kann in den Einstellungen seine Zugangsdaten für Facebook und Twitter hinterlegen. Das iPhone wird direkt mit den Social-Media-Konten verknüpft.

Dadurch können Apple-Nutzer beispielsweise direkt Bilder aus dem Fotoalbum auf Facebook teilen oder die Facebook-Freundesliste mit der eigenen Kontaktliste synchronisieren.

Diese Sonderstellung entzieht Apple mit dem Rollout von iOS 11 den Netzwerken nun. Damit haben nur noch der Bilderdienst Flickr und die Video-Plattform Vimeo diesen exklusiven Status.

Was der iOS 11-Cut bedeutet

Für Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Twitter-CEO Jack Dorsey hat das Ende der Sonderregelung zur Folge, dass sich ihre Netzwerke nun ebenso wie YouTube, Snapchat und andere Plattformen mit den Standard-Sharing-Möglichkeiten innerhalb des Apple-Betriebssystems zufrieden geben müssen. Sie stehen also auf einer Ebene mit ihren Wettbewerbern.

Ob Facebook und Twitter stark unter der Beschränkung leiden müssen, kann erst mit dem Launch von iOS 11 genauer analysiert werden.

Gewusst wie: Apples Ad Tracking entkommen

Der Schritt von Apple mag hart erscheinen, ist jedoch in der Tech-Branche nichts Ungewöhnliches. So durchtrennte Twitter vor einiger Zeit beispielsweise auch die Schnittstelle zu Instagram. Dahinter verbarg sich vermutlich der Wunsch, das aufstrebende Netzwerk klein zu halten. Das hat nicht funktioniert.

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Und auch Apple warf 2012 mit dem Update auf iOS 6 die vorinstallierte YouTube-App vom Smartphone. Dieser Schritt hat dem Erfolg der Video-Plattform ebenfalls nicht nachhaltig geschadet.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.