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Gegen Intransparenz: Neue Regeln für Instagram-Influencer

Christian Erxleben
Über diese Instagram-Features dürfen wir uns womöglich bald freuen. (Foto: Pixabay.com / usa-reiseblogger)

„Sponsored“, „By“ oder einfach nur „#ad“: Influencer sind bei der Kennzeichnung von werblichen Beiträgen auf Instagram erfinderisch. Darunter leiden die Nutzer. Sie erkennen häufig nicht, dass der Instagrammer für eine Produktempfehlung bezahlt wurde. Damit in nun Schluss. Instagram führt eine klare Kennzeichnung ein und sorgt für mehr Transparenz auf der Plattform.

„Partnerschaften zwischen Content-Erstellern aus der Community und Unternehmen sind ein wichtiger Teil des Instagram-Erlebnisses. Partnerschaften immer offen und transparent zu kommunizieren, belebt eine gesunde Community“, sagt Heiko Hebig.

Der Partnership Manager von Instagram für Deutschland, Österreich und die Schweiz bezieht sich mit seiner Aussage auf die jüngste Neuerung im Instagram-Kosmos: eine Kennzeichnung für bezahlte Beiträge.

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Kennzeichnung für Werbung

Wie Instagram jüngst in einem Blog-Beitrag mitteilte, führt das soziale Netzwerk in den kommenden Wochen und Monaten ein Kennzeichnungsmodell für bezahlte Beiträge (Werbung) ein.

Instagram, Kennzeichnung
„Paid partnership with“ oder „bezahlte Partnerschaft mit“: Kennzeichnung für gesponsorte Instagram-Posts.

Alle Beiträge, die durch Kooperationen zwischen Instagrammern und Unternehmen entstanden sind, werden künftig deutlich markiert. Erhält ein Influencer beispielsweise Geld dafür, dass er das Shampoo einer bestimmten Marke in die Kamera hält, muss er dies nun transparent seinen Followern mitteilen.

Damit unter einem Bild oder einer Story „bezahlte Partnerschaft mit“ erscheint, musst du lediglich folgende Schritte gehen:

  1. Vor dem Absetzen des Posts ganz unten auf „Erweiterte Einstellungen“ (Advanced Settings) klicken.
  2. Dort die Option auswählen, einen Partner zu verlinken und diesen anschließend auf Instagram suchen und markieren.

Gegen Schleichwerbung

Durch dieses neue Feature macht Instagram sein eigenes Netzwerk zu einem offeneren und ehrlicheren Ort, denn bislang wurden Werbe-Kooperationen von Influencern nur in den seltensten Fällen leicht einsehbar gekennzeichnet.

Häufig wurde innerhalb der Hashtag-Wolke unterhalb des Beitrags ein #ad oder #sponsored versteckt, das innerhalb der 30 Hashtags untergeht. Wer seine Partnerschaft noch undurchsichtiger gestalten wollte, verbannte den Hinweis auf die Kooperation in einen Kommentar. Diese sind beim Scrollen im Feed nicht ausgeklappt und damit unsichtbar. Damit ist nun endlich Schluss.

Mehr Einblicke für Unternehmen

Und für betrügerische Influencer kommt es noch härter: Die schwarzen Schafe in der Instagram-Influencer-Szene müssen ihre Beiträge in Zukunft nicht nur kennzeichnen. Nein, die kooperierenden Unternehmen erhalten zudem noch Einblicke in die Statistiken des Beitrags.

Der Werbepartner kann folglich leicht und schnell erkennen, wie viele Menschen einen Beitrag gesehen und wie viele anschließend in Form von Likes und Kommentaren mit ihm interagiert haben. Aus dieser detaillierten Engagement-Rate wiederum können auf Unternehmensseite auch Rückschlüsse über die Beschaffenheit der Community des Influencers (zum Beispiel Bots, Fake-Accounts etc.) gezogen werden.

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Die neue Kennzeichnung räumt mit zwei großen Problemen von Instagram auf und professionalisiert die Plattform und auch das Influencer Marketing stark.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.