Ab diesem Jahr in Serie: Der E-Truck von Mercedes

Marinela Potor
Bild: Mercedes-Benz

Jetzt ist er da: Der weltweit erste vollelektrische, schwere Verteiler-LKW. Noch in diesem Jahr will Mercedes-Benz den „Urban eTruck“ in kleiner Stückzahl in Serie bringen. Wir zeigen euch schon jetzt, wie er aussieht und was er alles drauf hat.

Branchenkenner sehen den E-Truck von Mercedes nicht zum ersten Mal. Das Modell wurde bereits 2016 auf der IAA präsentiert. Jetzt ist der elektrische LKW mit 25 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht  serienreif. Mercedes glaubt, damit einen wichtigen Markt aufzutun. „Wir sprechen derzeit mit rund 20 potenziellen Kunden aus der Entsorgungs-, Lebensmittel- und Logistikbranche. Mit der Kleinserie machen wir jetzt zügig den nächsten Schritt in Richtung Serienprodukt,“ heißt es von Stefan Buchner, dem Leiter von Mercedes-Benz Lkw.

Der Urban eTruck: ein technisches Schwergewicht (Bild: Mercedes-Benz)

Von elektrisch bis connected

Der E-LKW ist dabei eine Mischung aus Elektrofahrzeug und Connected Car. Der Antrieb erfolgt über Lithium-Ionen-Akkus mit einer Gesamtkapazität von 212 kWh und einer Reichweite von 200 Kilometern.

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Lithium-Batterien (Bild: Mercedes-Benz)

Eine weitere Energiequelle ist dabei eine Neuerfindung von Mercedes: Die elektrisch angetriebener Hinterachse. Nach Angaben von Mercedes wird der E-Truck damit genug Leistung für eine typische Tagestour haben. Hinzu kommen weitere Energiefeatures wie etwa eine Batteriestandsanzeige für den Fahrer.

Ein Tablet zeigt dem Fahrer unter anderem den Batteriestand an (Bild: Mercedes-Benz)

Darüber hinaus soll der Urban eTruck an ein Flottensystem angeschlossen werden, dem FleetBoard for Urban Distribution, einemhauseigenen Telematik-System des Konzerns. Routenplanung, Batterieleistung und Fahrweise sollen über dieses Flottenmanagementsystem verbunden und aufeinander abgestimmt werden. Der Dispatch wird damit flexibel und passt sich der jeweiligen Situation an, damit de E-Trucks im Stadtverkehr so effizient wie möglich sein können.

Autonom: Nein. Intelligent: Ja!

Auch wenn der E-Truck viele automatisierte Features hat, ein autonomes Fahrzeug ist er (noch) nicht. Dennoch gibt es intelligente Hilfe für die Fahrer: Ein zentrales Display, mit wichtigen Informationen zur Strecke. Das reicht von Ansagen zum Kurvenverlauf bis hin zu anstehenden Brems- und Beschleunigungsmanövern.

Ein intelligentes Display hilft den Fahrern (Bild: Mercedes-Benz)

Und weil Mercedes nun mal Mercedes ist, durfte natürlich auch das Design nicht als 0815-Ausstattung daherkommen. Die Modellierung der Flächen ist demnach “sinnlich” und “hot”, die technischen Details, wie etwa der Austauch der Seitenspiegel mit Kameras, “cool”.

Design nach „hot“ und „cool“ (Bild: Mercedes-Benz)

Und jetzt ihr, Tesla

Ob dies ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Tesla ist? Das Unternehmen von Elon Musk hatte angekündigt, noch im September einen elektrischen semi-automatischen Lastwagen herauszubringen.

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Ob der wohl mit dem Urban eTruck mithalten kann? Wir sind gespannt…

Tesla vs. Mercedes, wer gewinnt beim Rennen der E-Trucks? (Bild: Mercedes-Benz)

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.