BT

Anleitung: So verschenkt man Bitcoin

geschrieben von Nicole Scott

Habt ihr wieder bis kurz vor Weihnachten mit dem Kauf eurer Geschenke gewartet? Oder sucht ihr nach einem Last-Minute-Geschenk, das so aussieht als hättet ihr euch Gedanken gemacht? Ein Geschenk, das nicht komplett nutzlos ist? Unser Vorschlag für dieses Jahr lautet Bitcoin! Wenn ihr bereits Teil des Cryptowährungskults seid, habt ihr so außerdem die Chance, eure gesamte Familie einer Bitcoin-Gehirnwäsche zu unterziehen.

Es gibt einige Methoden, mit deren Hilfe sich Bitcoins verschenken lassen. Wir beginnen mit dem schnellsten und simpelsten Weg, dem Paper Wallet. Die restlichen Wege sind dagegen etwas komplizierter. Einen „Exchange“ zu nutzen ist einfach, sobald man ihn richtig konfiguriert hat. Die Einrichtung kann in manchen Fällen aber etwas problematisch sein. Die letzten zwei Methoden halten wir nicht unbedingt für optimal – wer nicht unnötig viel Zeit in die Sache stecken möchte, der sollte am besten einen der simpleren Lösungswege wählen.

[toc]

 

Wie ihr einen Exchange verwendet

Wenn ihr noch nie Bitcoins gekauft habt, solltet ihr zuerst ein webbasiertes Wallet wie zum Beispiel Coinbase erstellen. Bevor ich auf Coinbase gestoßen bin, habe ich zuerst fünf andere Exchanges getestet. Neben Coinmama halte ich Coinbase für die simpelste Exchange-Lösung.

Mithilfe von Coinbase könnt ihr einen Account erstellen, mit dem ihr anschließend die Bitcoins kaufen könnt. Aber seid gewarnt: Je nachdem wo ihr wohnt müsst ihr möglicherweise persönliche Informationen wie beispielsweise eure Adresse oder die letzten vier Ziffern eurer Sozialversicherungsnummer angeben. Darüber hinaus müsst ihr euer Bankkonto oder eine Debitkarte mit eurem Lichtbildausweis verifizieren, um die Bitcoins in das System von Coinbase übertragen zu können.

Wenn ihr die Bitcoins noch heute kaufen wollt, SOLLTET IHR AUF KEINEN FALL EUER BANKKONTO ZUR ZAHLUNG VERWENDEN, bei dieser Zahlungsmethode dauert die Bearbeitung nämlich 2-5 Tage. Solange eure Kredit- oder Debitkarte „3D Secure“ unterstützt, könnt ihr die Bitcoins dagegen sofort kaufen.

Um herauszufinden, ob eure Karte 3D Secure unterstützt, könnt ihr einfach euren Kartenanbieter kontaktieren oder einfach direkt versuchen, die Karte zu eurem Coinbase-Account hinzuzufügen. Sollte eure Karte kein 3D Secure unterstützen, erhaltet ihr nämlich eine Fehlermeldung. Bei vielen Banken müsst ihr aus Sicherheitsgründen die Zahlung zuerst autorisieren. Beispielsweise per SMS-Tan, mithilfe einer Sicherheitskarte, die ihr von eurer Bank erhalten habt, oder durch die Beantwortung einiger Sicherheitsfragen.

Um die Bitcoins zu kaufen, müsst ihr anschließend folgendes tun:

  1. Wenn ihr euch mit eurem Account angemeldet habt, müsst ihr zuerst die Seite für die Zahlungsmethoden aufrufen.
  2. Klickt oben auf „Kredit-/Debitkarte hinzufügen“.
  3. Gebt nun eure Kartendetails ein (die angegebene Adresse muss mit der Rechnungsadresse eurer Karte übereinstimmen).
  4. Falls nötig, könnt ihr zusätzlich eine weitere Rechnungsadresse angeben.
  5. Nun sollte ein Fenster erscheinen, in dem die Meldung „Kreditkarte hinzugefügt“ und ein „Digitale Währung kaufen“-Button angezeigt wird.
  6. Ihr seid jetzt in der Lage, Bitcoins zu kaufen.
  7. Wenn ihr nun einen beliebigen Geldbetrag eingebt, werdet ihr sehen wie viele Bitcoins ihr dafür erhalten werdet.
    Aber passt auf: In manchen Fällen erhaltet ihr von eurer Bank nach dem Kauf eine Betrugswarnung. Bei mir war das beispielsweise der Fall und ich musste bei meiner Bank anrufen, um die Transaktion zu autorisieren.
  8. Anschließend könnt ihr die Bitcoins verschenken. Klickt hierzu auf euren Accountabschnitt.
  9. Öffnet dann euer BTC Wallet. Dort wird euer aktueller Kontostand angezeigt.
  10. Dort müsst ihr nun das „Senden“-Pfeilsymbol anklicken.
  11. Wählt als nächstes aus, wie viele Bitcoins ihr verschicken möchtet.
  12. Gebt dann die E-Mail- oder Bitcoin-Adresse des Empfängers ein. Wenn der Empfänger seine Adresse nicht kennt, kann er in Coinbase auf den QR-Code im BTC Wallet klicken.
  13. Noch ein Klick auf „Senden“ und die Bitcoins sind verschickt!
    Als nächstes müsst ihr dem Empfänger nur erklären, wie man einen Coinbase-Account erstellt. Wenn nicht alles glatt läuft, kann aber gerade dieser Schritt am Ende für eine nicht ganz so angenehme Bescherung sorgen.

Hardware Wallets

Jeder, der ernsthaft Bitcoins sammeln möchte, sollte ein Hardware Wallet besitzen. Empfehlenswert ist es vor allem für Nutzer, die mehr als ein Wochengehalt in ihrem Account haben.

Auch Hardware Wallets eignen sich als Geschenk, vorausgesetzt ihr habt genug Zeit eines zu kaufen und mit Bitcoins aufzuladen.

Hier sind einige Beispiele:

[asa]B01J66NF46[/asa] [asa]B0143M2A5S[/asa] [asa]B00R6MKDDE[/asa]

Der Nachteil ist, dass diese Wallets alles andere als günstig sind. Ein Hardware Wallet kann am Ende mehr kosten als der Wert der Bitcoins, die ihr verschenken möchtet.

 

Wie ihr Bitcoins auf keinen Fall verschenken solltet

Geschenkkarten

Kauft bitte auf keinen Fall Karten von Webseiten wie bit4coin. Die Karten werden mit Euros aufgeladen und der Beschenkte muss diese anschließend zum momentanen Wechselkurs in Bitcoins umtauschen. Jemandem Bargeld zu schenken, das sich letzten Endes nur gegen Bitcoins umtauschen lässt, halten wir für keine gute Idee.

Bitcoin-Automaten

Möglicherweise wohnt ihr sogar in der Nähe eines Bitcoin-Automaten. Mithilfe der Webseite CoinATMradar könnt ihr zum Beispiel nachsehen, wo sich der nächste Automat befindet. Weltweit gibt es aktuell 1930 Automaten verteilt auf insgesamt 61 Länder. Ihr müsst einfach nur Bargeld in den Automaten stecken und ihr erhaltet im Gegenzug Bitcoins – meistens gegen eine hohe Gebühr!  Der nächste Haken an der Sache: Auch hier benötigt ihr ein Bitcoin Wallet, an welches ihr die Bitcoin schicken könnt. Da ihr den Empfänger im Voraus nach seiner Adresse fragen müsst, ist auch diese Methode nicht wirklich als Geschenk geeignet.

PAPER WALLETS

Entfernt, weil es ein Betrug ist, der Bitcoins stiehlt!

Mit Paper Wallets könnt ihr Bitcoin kaufen und den privaten und öffentlichen Schlüssel anschließend ausdrucken, um die Bitcoins in Papierform verschenken zu können.

Wenn ihr das Blatt Papier mit den darauf „gespeicherten“ Bitcoins verliert, bevor ihr die Bitcoins in ein Wallet übertragen habt, gehen sie jedoch unwiederbringlich verloren.

Alternativ könnt ihr den Bitcoin-Schlüssel auch in eine Weihnachtskarte schreiben, passt aber auf, dass ihr euch nicht verschreibt! Der Nachteil an der Sache ist nur, dass die Bitcoins leicht verloren gehen können und das Geschenk nicht gerade wertvoll aussieht. Und jeder, der das Blatt Papier mit den Schlüsseln in die Finger bekommt, kann die Bitcoins nutzen.

Wenn ihr die Bitcoins an jemanden verschenken möchtet, der möglicherweise kein Wallet dafür erstellen wird, solltet ihr vielleicht eine Kopie der Bitcoin-Schlüssel behalten und den Beschenkten nächstes Jahr fragen, ob er die Bitcoins überhaupt verwendet hat.

Bei einem Paper Wallet solltet ihr außerdem die gesamten Bitcoins einlösen. Hinterlasst am besten keinen Restbetrag und verwendet nicht erneut denselben Public Key. Der Restbetrag lässt sich nämlich anschließend nicht ausgeben, sondern nur übertragen oder verkaufen.

 

Warnung!

Vergesst nicht, dass Bitcoin keine stabile Währung ist. Bereits wenige Minuten nach dem Kauf kann der Wert eurer Bitcoins bereits um 10% gesunden oder 20% gestiegen sein. Das ist leider das Risiko, das Bitcoin mit sich bringt.

Wenn ihr glaubt, dass die beschenkte Person am Ende überhaupt kein Bitcoin Wallet erstellen wird, lohnt sich der Kauf höchstwahrscheinlich gar nicht. Wer glaubt, dass es eine tolle Idee ist, ein kleines Stück des Bitcoin-Wahns zu verschenken, sollte sich trotzdem zuerst fragen, ob er beim Beschenkten tatsächlich ein Interesse an Cryptowährungen wecken, oder nur den Bitcoin-Hype verbreiten möchte.

Werbung

Über den Autor

Nicole Scott

2 Kommentare

  • Ich kann den Hype um Bitcoin nicht nachvollziehen, wenn ich mir den Artikel so durchlese erst recht nicht, alles kompliziert und umständlich und eigentlich nur Nachteile, es sei denn man hat schon vor Jahren investiert.

Kommentieren