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Scott Galloway: „Wir brauchen einen D-Day aus Europa“

Scott Galloway
Marketing-Professor Scott Galloway fiel auf den Online Marketing Rockstars mit seinen provokanten Thesen auf.(Foto: Simon Hollmann / Online Marketing Rockstars)
geschrieben von Christian Erxleben

Scott Galloway ist durch seine provokanten Thesen dafür prädestiniert, Diskussionen auszulösen. So geschah es auch wieder auf den Online Marketing Rockstars 2018. Auf dem Marketing-Festival forderte er die Zerschlagung des GAFA-Konglomerats und einen europäischen D-Day.

Der 6. Juni 1944 ging als historischer Tag in die Geschichtsbücher ein. An diesem Tag, dem sogenannten D-Day, landeten an der französischen Normandie-Küste rund 150.000 US-amerikanische, britische und kanadische Soldaten. Diese Invasion gilt als Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem europäischen Kontinent.

Galloway will GAFA-Monopole zerschlagen

Heute, 74 Jahre später, braucht es ein Einschreiten Europas in den USA: „Wir brauchen einen D-Day aus Europa“, fordert Scott Galloway die Besucher der Online Marketing Rockstars 2018 auf.

Dabei meint der Marketing-Professor von der New York University (NYU) selbstverständlich keine militärische Invasion. Viel mehr geht es ihm darum, dass die Datenschutz-kritischeren Europäer ihren US-amerikanischen Kollegen dabei helfen, die Marktmacht in der Digital-Branche einzudämmen.

Dabei geht es Galloway vorrangig um die vier großen Monopolisten Google, Amazon, Facebook und Apple. Dieses GAFA-Konglomerat müsse zerschlagen werden, fordert Scott Galloway in seiner Präsentation. GAFA sei der Hauptproduzent von Fake-News und habe alleine im Marketing 207.000 Stellen überflüssig gemacht.

Außerdem würden Google, Amazon, Facebook und Apple im Gegensatz zu etablierten Playern unverhältnismäßig wenig Steuern zahlen und durch ihre Monopolstellung jede Form von Innovation und Fortschritt frühzeitig unterbinden.

Vorhersagen für 2018

Das beste Beispiel dafür ist wohl Snapchat. Als potenzieller Herausforderer und Nachfolger für ein Facebook für Videos gestartet, ist das Unternehmen von Evan Spiegel inzwischen auf dem Boden der Tatsachen zurückgekommen. Sogar eine Übernahme durch Apple steht im Raum.

„Traurigerweise ist das neue Facebook für Videos Facebook selbst“, resümiert Scott Galloway. Damit meint der NYU-Professor, dass die Facebook-Tochter Instagram Snapchat durch eine aggressive Copy-Strategie in sämtlichen Bereichen den Rang abgelaufen hat.

Deswegen führt Scott Galloway Snapchat auch in negativer Form in seinen Vorhersagen für 2018 auf:

  • Snapchat wird das nächste Twitter. Es geht nur schneller.
  • Facebook-Messenger-Bots und der Facebook Messenger for Kids haben ausgedient.
  • Es wird einen effizienten 24/7-Kundenservice geben, der durch KI gesteuert und unterstützt wird.
  • Die (digitale) Werbeindustrie wird untergehen.

Achja: Wearables, das Internet of Things (IoT), Virtual Reality und 3D-Drucker können wir laut Scott Galloway auch sofort wieder vergessen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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