Börse, New York, Aktie, Wall Street

Die Börse hat Facebook längst vergeben

Christian Erxleben
(Foto: Pixabay.com/Angelo_Giordano)

Der Daten-Skandal um Cambridge Analytica ist die größte Herausforderung in der Unternehmensgeschichte von Facebook. Und obwohl Facebook-Chef Mark Zuckerberg nicht immer eine gute Figur macht, läuft es finanziell besser als vor der Krise. Börse und Anleger vergessen schnell.

In der 14-jährigen Geschichte von Facebook standen weder das Unternehmen selbst noch sein Gründer Mark Zuckerberg so sehr unter Druck, wie im Frühjahr 2018.

Der Grund dafür: Die Enthüllungen des Guardian am 17. März 2018. Das britische Magazin hatte enthüllt, dass die Analyse-Firma Cambridge Analytica Zugriff auf Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern hatte. (Hier geht es zur ausführlichen Zusammenfassung der Geschehnisse.)

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Die erste Reaktion: Facebook verliert an der Börse

In den folgenden Tagen und Wochen stand Facebook dauerhaft im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Die Kritik war groß und hatte wirtschaftliche Auswirkungen. Innerhalb der ersten zehn Tage sank der Wert einer Facebook-Aktie von 185,09 US-Dollar (16. März 2018) auf 152,22 US-Dollar (27. März 2018).

Anhörungen und PR-Offensive

Obwohl sich Facebook zunächst für die Einigel-Taktik entschied, musste Mark Zuckerberg dem öffentlichen Druck nachgeben. Er sagte insgesamt zwei Tage vor dem US-Kongress aus und reiste für eine 90-minütige Anhörung zum Europäischen Parlament nach Brüssel.

In beiden Fällen ging Facebook als Sieger hervor. Weder in Europa (zu wenig Zeit zur Befragung und fragwürdiges Frage-Format) noch in den USA (zu wenig Verständnis der Politiker von der Materie) verlor Mark Zuckerberg für mehr als einen kurzen Augenblick die Fassung.

Flankiert wurden die Auftritte des Unternehmensgründers von einer großen PR-Offensive von Facebook, in der das Unternehmen zeigen wollte, wie wichtig der Schutz der Nutzer-Daten ist und wie groß der Fehler ist, der begangen worden ist.

Die Börse vergisst schnell

Offensichtlich haben sowohl die Öffentlichkeitsarbeit von Facebook als auch das finanziell starke erste Quartal von Facebook die gewünschte Wirkung erzielt.

Der Börsenkurs von Facebook an der Wall Street liegt inzwischen sogar über dem Kurs vor dem Daten-Skandal. Derzeit ist eine Facebook-Aktie knapp 190 US-Dollar (161 Euro) wert. Es ist nur eine Frage der Zeit bis erstmals die Grenze von 200 US-Dollar durchbrochen wird.

Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive müssen sich die Anlager um die Zukunft von Facebook vorerst keine Sorgen machen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.