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WM 2018: Wer exportiert & importiert die meisten Fußball-Stars?

3) Welche Liga stellt die meisten WM-Teilnehmer?

3 … 2 … 1 … meins: Die Premiere League ist Import-Weltmeister 2018

Insgesamt 126 WM-Teilnehmer spielen in der Premier League. Das sind fast ein Viertel aller Premier League Spieler und 17% aller WM-Akteure! Der doppelte Einfluss von sportlicher und finanzieller Attraktivität ist wohl der Grund für diesen unangefochtenen Titel. Nimmt man noch die ersten Ligen aus Wales und Schottland hinzu sind es 138 Spieler von der Insel. Auf den nächsten Plätzen folgen die anderen 4 TOP-Ligen Europas:

  • Bundesliga: 67
  • La Liga: 81
  • Ligue 1: 50
  • Serie A: 57

Dies entspricht fast der Reihenfolge des UEFA-Koeffizienten-Rankings. Das bedeutet, dass die Top-5-Ligen Europas mehr als 50% aller WM-Spieler beschäftigen, obwohl sie mit ihren 4 Nationalteams (Italien ist ja nicht dabei) nur 12,5% aller WM-Spieler stellen.

Das Wesen einer Liga macht ihren Reiz aus

Auf der Datenbasis lassen sich drei Rollen identifizieren, die eine Fußballnation mit ihrer heimischen Liga im Fußball-Weltbusiness einnimmt.


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1. Importeur: Das bedeutet, dass die heimische Liga sehr stark ist, die Nationalspieler in der Liga bleiben und gleichzeitig eine hohe Anziehungskraft für Legionäre besteht. Der englische Verband mit der Premier League ist hier die weltweite Benchmark, wie oben beschrieben.

2. Exporteur: Das bedeutet, dass die eigene Liga finanziell und/oder sportlich zu schwach ist, um die besten Spieler der Nation zu halten. Der Senegal und Island mit 100-prozentiger Export-Quote und null Prozent Import-Quote sind hier die besten numerischen Beispiele.

3. Intermediäre: Hier spielen sowohl eine große Anzahl an Spielern des Nationalteams als auch viele Spieler anderer Nationen. Die Liga ist also sowohl attraktiv für die eigenen Spieler als auch für Legionäre. Eine Gruppe der besten Spieler der Nation spielen jedoch ihrerseits als Legionäre im Ausland.

Der Senegal macht Europa stark

Allein 14 senegalesische Spieler (jeweils 7) spielen in der Premiere League und in der französischen Ligue 1. Bis auf den Torhüter Khadim N’Diaye, der in Guinea bei Horoya AC spielt, stehen auch alle anderen Spieler bei Klubs in Europa unter Vertrag. Spannend wird es für den Senegal in der Offensive, ob Liverpools Torjäger Sadio Mané (20 Saisontore) ebenfalls bei der WM treffsicher unterwegs sein wird und ob der beim AS Monaco tätige Youngster Keita Baldé rechtzeitig seine Verletzung auskuriert.

Interessant wird zu sehen, ob Salif Sané, der Episoden-MIP der Bundesliga 2017/18, einen ähnlich großen Einfluss auf das Spiel seiner Nationalmannschaft hat wie bei Hannover 96. Im Duett mit Kalidou Koulibaly, dem Abwehrstar vom SSC Neapel, dürfte Senegal ein unbequemer Gegner in Gruppe H werden.

Islands Wikinger kicken europaweit

Bei Island, dem Überraschungsteam der EM 2016, sind ebenfalls alle 23 Mann im Ausland tätig. Zudem ist auch kein WM-Teilnehmer eines anderen Landes in der Pepsideild aktiv. Neben der eher kühlen Witterung dürfte auch der sportliche Anreiz für Spieler in ihrem besten Alter fehlen, um nach Island zu wechseln.

Das Hauptziel der Wikinger: Großbritannien. Von 23 Mann sind 5 Spieler in der Premier League aktiv. Kapitän Aron Gunnarsson spielt für den walisischen Aufsteiger Cardiff City.

Auch für die russischen Bräuche haben die Isländer echte Experten in ihren Reihen. Gleich drei Spieler kicken für den FK Rostov in der russischen Premier Liga: Ragnar Sigurðsson, Sverrir Ingi Ingason und Björn Bergmann Sigurðarson. Der bekannteste Akteur für alle Bundesliga-Fans ist Alfred Finnbogason vom FC Augsburg. Für Insider: der zweite „deutsche“ Isländer heißt Rúrik Gíslason. Er spielt beim SV Sandhausen.

Brasilien: Talentschmiede und Altenteil in einem

Aber auch im warmen Klima kann ein Exporteur existieren. Brasilien ist sportlich betrachtet der prominenteste Exporteur: 3 Brasilianer spielen zu Hause in der Campeonato Brasileiro Série A: Cássio und Fagner (beide Corinthians, ehemals Eindhoven bzw. Wolfsburg) sowie Pedro Geromel (Gremio, ehemals Köln). Alle drei sind auf der Zielgeraden ihrer Karriere, standen zuvor in Europa unter Vertrag.

Die restlichen 20 Spieler im Kader sind als Legionäre im Ausland unterwegs. Die überwiegende Mehrheit spielt in Europa (19). Darunter: die Superstars Neymar (PSG), Gabriel Jesus (Man City) und Roberto Firmino (Liverpool). Lediglich Renato Augusto kickt in China.

Nur 6 WM-Teilnehmer anderer Länder spielen als Legionäre in Brasilien. Sie alle stammen vom südamerikanischen Kontinent: Miguel Borja (Kolumbien), Miguel Trauco, Christian Cueva und Paolo Guerrero (Peru) sowie Martín Silva und Giorgian De Arrascaeta (Uruguay).

Top-Athleten aus Europa, Asien oder Nordamerika sucht man im Brasilianischen Liga-Alltag vergebens.


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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.

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