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Los Angeles Rams: Aus Sportlern werden Influencer

Philipp Ostsieker
Die Los Angeles Rams setzen sich für das Personal Branding ihrer Stars ein. (Foto: Screenshot / YouTube)

In diesem Jahr enthalten die Playbooks der Los Angeles Rams mehr als nur spieltaktische Anweisungen. Der Klub verfolgt das Ziel, das Personal Branding der NFL-Stars zu optimieren. Die Karriere nach der Karriere ist auch für Football-Stars ein großes Thema. Hier setzen die Rams gemeinsam mit Marketing-Profi Jeremy Darlow an.

Die Initiative der Los Angeles Rams ist durchaus bemerkenswert. Blickt man etwa auf den europäischen Fußball, ist das Personal Branding einzelner Spieler den Klubs oft ein Dorn im Auge.

Viele Fans fiebern mittlerweile mit einzelnen Stars anstelle von Vereinen mit. Wechseln dann Top-Stars wie Neymar oder Ronaldo den Klub, leiden oftmals die Marketing-Aktivitäten.

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Eine erfolgreiche Karriere nach der Karriere wiederum ist meist nur wenigen Sportlern möglich. Jeremy Darlow denkt, dass „heute eine Lücke im Bildungssystem für Sportler besteht. Junge Männer und Frauen verlassen die Highschool und das College, ohne zu wissen, wie man eine persönliche Marke aufbauen kann.“

Darlow und die Los Angeles Rams wollen das laut Front Office Sports ändern.

Los Angeles Rams als Innovatoren für Personal Branding

Jacques McClendon ist Director of Player Engagement bei den Los Angeles Rams. Darlow lobt McClendon und betont, wie wichtig dieses Programm für Athleten in professionellen Sportligen ist.

McClendon weiß als ehemaliger Spieler um die Bedeutung von derartigen Entwicklungsmöglichkeiten. „Mein Ziel ist es, meinen Jungs das Wissen zu vermitteln, ihre Plattform für mehr als nur Football einzusetzen“, erklärte er.

Darlow möchte etwa Materialien aus den Marketing-Programmen seiner beiden Bücher an die Spieler der Rams liefern. Darlow und McClendon betonten beide, dass die neue Initiative darauf abzielt zu lehren und zu lernen.

„In der heutigen Zeit stellen viele Athleten Leute an, um ihre Marke aufzubauen, während sie eine blühende Karriere haben“, so Darlow. Probleme entstehen häufig aber erst nach der Karriere.

Ex-Sportlern, die sich weiterbilden möchten, fehlt teilweise die finanzielle Power von einst. Die Partner setzen deshalb voll auf das Personal Branding aktiver Sportler.

Die Marketing-Strategie der Rams ist natürlich nicht ganz uneigennützig. Jeder Star fungiert als eine Erweiterung der Marke „Rams“ und verhilft ihr zu größerer Aufmerksamkeit und Präsenz.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.