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Smart Cities: Mastercard kooperiert mit australischem Vorort

geschrieben von Felix Baumann

Sydney ist nicht nur die Hauptstadt des australischen Bundesstaates New South Wales, sondern auch eine Stadt mit inzwischen über 5 Millionen Einwohnern. Das wirkt sich auch auf die Vororte aus, die mit einem immer größeren Bevölkerungszuwachs zurecht kommen müssen. Deswegen gab der südwestlich gelegene Vorort Liverpool City nun eine Zusammenarbeit mit Mastercard bekannt.

Das Ganze basiert auf dem von Mastercard vorangetriebenen „City Possible„-Programm, das global Städte, die Wirtschaft und Hochschulen zusammenbringt, um urbane Probleme wie die Zukunft des Transportwesens, die ökologische Entwicklung und die digitale Inklusion über verbundene und digitale Lösungen zu managen.

Das Ziel ist das Entwickeln und Einführen von neuen „Best Practices“ für den aktuell 216.000 Einwohner großen Vorort. Denn auch in Zukunft ist ein Bevölkerungswachstum von 100 Personen pro Woche abzusehen. Spätestens mit Eröffnung des „Western Sydney“-Flughafens 2026 werden bis 2035 dort 35.000 neue Jobs entstehen und somit noch mehr Bürger in den Vorort locken.

Bürgermeister Wendy Waller sagt dazu: „Als Rat legen wir Wert darauf, intelligenter für eine bessere Stadt zu arbeiten. Liverpool arbeitet strategisch daran, eine dynamische Stadt mit einer 18 Stunden-Wirtschaft zu werden. Wir haben bemerkt, dass strategische Partnerschaften uns dabei unterstützen, dieses Versprechen einzuhalten.“

[mg_blockquote cite=“Wendy Waller“]We need to be innovative to ensure Liverpool is a great place to live and work for the people here already and for the people who will make it their home in coming years.[/mg_blockquote]

Wie Mastercards Vizepräsident  und Leiter von „Global Cities“ Miguel Gamino Jr. mitteilte, werden 2050 knapp 70 Prozent der Weltbevölkerung in Vororten leben. Jede Stadt wird dann mit einer alternden Infrastruktur und der Bereitstellung von wirtschaftlichen Vorteilen bei gleichzeitiger Reduktion des städtischen Budgets Probleme bekommen, so Gamino Jr. weiter.

Mastercard und Microsoft kooperieren bereits

Bereits Anfang des Jahres hat Mastercard eine Kooperation mit Microsoft (ebenfalls Bestandteil von „City Possible“) verkündet, bei der es darum geht, zwei Pilot-Städte zu bauen. Hier sollen die Auswirkungen von geplanten und ungeplanten urbanen Ereignissen analysiert und so politische Entscheidungen mit Daten begründet werden.

Bürgermeister, Politiker und Stadtplaner sollen auch so ein besseres Verständnis aufbauen, welche Rolle Investitionen in die Infrastruktur, ungünstige Wetterlagen und Verkehrsunfälle spielen können. Ziel ist es, Strategien zum Umgang mit den jeweiligen Situationen zu entwickeln.

Auch Smart-City-Lösungen wie das Anbieten von autonomen Transportmitteln, die Steuerung und Abrechnung von Strom und Wasser und die Verwaltung des Tourismus sollen geprüft werden. Dafür können das von Mastercard betriebene Zahlungssystem und die Analyse- und Cloud-Technologie von Microsoft eingesetzt werden.

Auch Perth wird smart

Im Westen des Kontinents implementiert bereits Telstra Smart-City-Anwendungen. Hierfür wurde eine Partnerschaft mit der Stadt Joondalup eingegangen. Hier kommen Sensoren zur Messung und Überwachung von Temperatur, Feuchtigkeit, Verschmutzung, Licht und Lärm in Echtzeit zum Einsatz. Um die Leerung von öffentlichen Mülleimern zu optimieren, geben diese ihren Füllstand durch und freie Parklücken werden über das Mobilfunknetz von Telstra gemeldet.

LG mit eigener Smart City-Plattform

Auch LG CNS (Servicegesellschaft von LG) hat eine eigene Plattform für den Aufbau von Smart Cities gegründet. Das hier genutzte System „Cityhub“ integriert das Internet der Dinge in den städtischen Alltag. Die Daten von Gebäuden, Straßenlaternen, Autos, Fabriken, Videoüberwachungsanlagen, Drohnen und Wetterstationen werden gesammelt und für die optimale von der kommunalen Verwaltung vorgegebene Steuerung genutzt.

Via ZDNet

mittwald

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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