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WhatsApp-Backup bei Google: Dateien sind nicht verschlüsselt

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Threema veröffentlicht seinen Quellcode – ein Schritt mit Signalwirkung? (Foto: Pixabay.com / LoboStudioHamburg)
geschrieben von Christian Erxleben

Wie auch andere Messenger hat WhatsApp vor einiger Zeit die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt. Nicht davon geschützt ist jedoch dein WhatsApp-Backup, wenn du es in der Google-Cloud speicherst. 

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer entscheidend. Sie garantiert nämlich, dass niemand – nicht einmal der Konzern selbst – eine Nachricht lesen kann.

Mehr Schutz für die Privatsphäre

Mit anderen Worten bedeutet das: Nicht einmal WhatsApp weiß, welche Nachrichten du an deine Freunde verschickst. Schließlich setzt der Messenger seit einiger Zeit auf die Verschlüsselungstechnologie.


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Und nicht einmal staatliche Ministerien oder Behörden können (offiziell) die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen.

Erst kürzlich verlangte die indische Regierung von WhatsApp, den Ersprung von Falschmeldungen zu suchen. Die Entwickler des Messengers entgegneten lediglich, dass das aufgrund der Verschlüsselung nicht möglich sei.

WhatsApp-Backup: Verschlüsselung mit Einschränkung

Anders sieht es jedoch aus, sobald Nutzer den reinen WhatsApp-Kosmos verlassen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie ein WhatsApp-Backup erstellen und in der Google-Cloud speichern. Dort gilt die strenge Verschlüsselung aus dem Messenger nicht mehr.

Darauf macht der Messenger auch selbst in seinem FAQ zum Erstellen eines WhatsApp-Backups aufmerksam. Dort heißt es:

Mediendateien und Nachrichten sind nicht durch WhatsApps Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, wenn sie auf Google Drive gespeichert sind.

Konkret bedeutet das: Sobald du ein WhatsApp-Backup bei Google hochlädst, ist es theoretisch möglich, dass Ermittlungsbehörden in den USA Zugriff auf die hochgeladenen Daten einfordern können.

Ob dies tatsächlich passiert, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Außerdem handelt es sich bei dem Backup-Feature lediglich um eine optionale Wahlmöglichkeit. WhatsApp zwingt keinen seiner Nutzer, ein Backup bei Google hochzuladen. Es ist ebenfalls möglich, alle Nachrichten und Dateien auf dem jeweiligen Smartphone zu speichern.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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