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Recap zur Scale18: Netflix, Diversität und der gute alte Print-Katalog

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Bereits zum vierten Mal begrüßte DCMN Co-Founder und Chief Growth Officer Matthias Riedl internationale Gäste zur #SCALE18 (Foto: BASIC thinking)
geschrieben von Philip Bolognesi

Am 25. Oktober lud DCMN, Partner für Growth Marketing, nach Berlin zur Scale18 ein. Internationale Redner blickten in die Zukunft und gaben Start-ups wertvolle Tipps mit. Am beeindruckendsten war allerdings der Vortrag ganz zum Schluss – über Unternehmensphilosophie.

Marketing, Adtech, Kreativität und Arbeit – all das behandelte die Scale18 im Radialsystem V in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs.

Von technologischen Innovationen wie Programmatic Advertising bis hin zu visionären Konzepten in Media und Kreation: Start-up-Gründer aus der ganzen Welt sowie Interessierte aus der Agenturlandschaft konnten mit neugierigem Blick in die Zukunft einiges mitnehmen.

Insgesamt 30 Speaker von digitalen Unternehmen, Medienhäusern und Organisationen wie Babbel, Buzzfeed, Deezer, NBC Universal, Netflix, OMR, Otto und Outbrain gaben wertvolle Anregungen.

Scale18: Was ist eigentlich Growth Marketing?

Im Fokus von Growth Marketing stehen Innovationen, die durch ausgewählte Techniken und Taktiken („Hacks“) relevante Kennzahlen steigen lassen. Zu diesen zählen Registrierungen, Käufe oder Empfehlungen.

Aus diesem Grund spricht Growth Marketing insbesondere junge Unternehmer an, um in kurzer Zeit signifikant und schnell zu wachsen.

In den Experten-Vorträgen und Diskussionen wurden sehr unterschiedliche Anregungen in Methoden und Best Practices präsentiert. Der gemeinsame Nenner: Der Horizont von Gründern, Verantwortlichen und Angestellten sollte sich in vielerlei Hinsicht erweitern.

Und welche Vorteile bringt Diversität für Unternehmen?

So diskutieren die Speaker aber auch über konkrete Arbeitsmodelle und die Zusammenstellung von Teams. Ali Hanan von Creative Equals plädierte für eine heterogene Struktur:

Viele Unternehmen sprechen mit ihren Lösungen und Produkten sehr unterschiedliche Zielgruppen an. Was spricht also dagegen, auch sehr unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Biografien einzustellen? Auf diese vielfältigen Perspektiven sollte kein Unternehmen verzichten. Diversität ist ein Treiber für Kreativität, Innovation und Umsatz.

Otto: Print lebt weiter – nur anders

Auch Methoden für altbewährte Produkte benötigen einen frischen Ansatz, unterstrich Melanie Schlegel von Otto. Dass der gute alte Katalog nur noch in ganz speziellen Kundensegmenten funktioniert, liegt auf der Hand.

Jedoch sei es eine Aufgabe des Unternehmens, neue Ideen zu finden, um haptisch und nicht nur digital Marketing-Ziele zu erreichen. Ob Brand Building oder Kundenloyalität: Print hat Zukunft.

Schlegel: „Der Katalog von früher ist tot. Es wird Print jedoch nach wie vor geben, nur in anderen Formaten, in anderen Kanälen und in ganz ausgewählten Kampagnen – für ganz bestimmte Zielgruppen.“

#Scale18: Netflix gibt Einblick in seine Unternehmenskultur

Das größte Publikum sprach die Keynote von Felix Pace an, Director of Marketing DACH bei Netflix. Sein Einblick in seinen beruflichen Werdegang lässt einen Schluss zu: Vertrauen in seine Mitarbeiter steht an erster Stelle.

Gelebt wird dies mit einer sehr offenen Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern sowohl Freiheiten als auch Verantwortung gibt. „Dies bedeutet, dass Mitarbeiter Entscheidungen treffen, aber auch für die Konsequenzen geradestehen“, summiert Felix Pace.

Dies sei jedoch nur umsetzbar, wenn eine feste Basis besteht – aus einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis. Durch das Vertrauen ernten Mitarbeiter Motivation – und das sei einfach die Quelle für Leistung.

Den Weg dorthin ebnet regelmäßiges Feedback über Hierarchie-Stufen hinweg. Jeder Mitarbeiter kann den direkten Austausch suchen. „Feedback geben, ist wie Zähne putzen. Machst du es regelmäßig, wirst du auch keine bösen Überraschungen beim Zahnarzt erleben.“

Damit diese Philosophie auch in anderen Unternehmen gelebt wird, sollten jedoch die Denkweisen der Entscheider geprüft werden. Denn nur wenn alle Mitarbeiter – Verantwortliche wie Angestellte – zusammenarbeiten und sich als ein Team verstehen, kann eine solche vertrauensvolle Atmosphäre aufgebaut werden.

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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi arbeitet seit Anfang September in der Redaktion von BASIC thinking. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover. Er ist begeisterter Tischtennisspieler, Fitness-Fan, Typ-1-Diabetiker und permanent auf der Suche nach interessanten Themen aus den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung.

1 Kommentar

  • Wäre ja auch schade, wenn Print total aussterben würde^^

    Ist ja schon schlimm genug, dass es fast keine Läden mehr gibt, bei denen man sich Filme ausleihen kann… Ich vermisse das irgendwie

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