VW möchte Verkehrsdienstleistungen mittels Quantencomputing optimieren

Felix Baumann
Avinguda Diagonal street in Barcelona ; Shutterstock ID 1028707069; Auftragsnummer: -

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Immer mal wieder kommt es vor, dass ich an verschiedensten Flughäfen oder Bahnhöfen ankomme und weit und breit kein Taxiservice oder Carsharing-Fahrzeug verfügbar ist. In solchen Fällen gibt es heutzutage eigentlich nur zwei Optionen: Warten oder laufen bzw. die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Dass solche Situationen bald der Vergangenheit angehören könnten, will Volkswagen mit seinem neuen System zeigen.

Hierfür hat man sich den Spezialisten für Quantencomputing D-Wave zusammengetan und ein System entwickelt, das angeblich urbane Verkehrsflüsse vorhersagen und optimieren kann. So soll es möglich gemacht werden, dass die eingangs erwähnten Taxi- und Carsharingunternehmen, aber auch Verkehrsgesellschaften ihren Fahrzeugeinsatz optimal planen können.

Aber zunächst ein kleiner Einblick in das Thema Quantencomputer: Diese nutzen logischerweise die Quantenmechanik und machen es möglich Verhalten von Materie auf subatomarer Ebene zu beschreiben. Dadurch können deutlich mehr Informationen in die typischen Nullen und Einsen interpretiert werden. Die Folge ist eine höhere Leistung bei der Verarbeitung der Informationen. Genau das möchte der größte deutsche Autobauer für den städtischen Verkehr ausnutzen.

Das gesamte System ist dabei aber noch in der Testphase und soll zunächst in der spanischen Stadt Barcelona erprobt werden. Hierfür werden anonyme Bewegungsdaten von Smartphones oder in Fahrzeugen verbauten Transmittern gesammelt. Diese werden dann von einem Computer aufbereitet und die Anzahl von Personen und Fahrzeugen in einem spezifischen Gebiet berechnet. Die nun zum Einsatz kommenden Quantencomputer nutzen diese Information dann, um die beste Route für bspw. Taxen vorauszusagen.

VW möchte möglicherweise in Zukunft das beschriebene Verkehrsmanagementsystem als kommerziellen Service anbieten. Dabei kann man bereits auf eine längere Zusammenarbeit mit D-Wave zurückblicken, die bereits für eine Demonstration genutzt wurde, um die Verkehrsbelastung in Peking zu reduzieren.

Volkswagen berichtet weiterhin, dass das Prinzip des Quantencomputing nicht zwangsläufig für Verkehrsmanagement verwendet werden muss. Die Niedersachsen glauben daran, dass die Herangehensweise auch genutzt werden kann, um potenzielle neue Materialien für E-Auto-Batterien zu entdecken.

Auch der amerikanische Autohersteller Ford hat sich bereits in die Materie begeben. In einer Partnerschaft mit der NASA soll die Auswirkung von Quantencomputing aufs Flottenmanagement geprüft werden.

Es könnte also nicht mehr allzu lange dauern, bis das nächste Taxi bei meiner Ankunft am Ziel schon auf meinen zustieg wartet. Gerade für die Zukunft wäre ein solches Prinzip für autonome Taxidienste durchaus von hoher Bedeutung. Bis dahin warte ich einfach weiterhin und hoffe, dass die nächsten Lichter, die um die Ecke biegen, zu meinem Abholer gehören.

Via The Drive

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.