Navigation GPS App

Loud Steps: Navigation für blinde und gehörlose Menschen

Marinela Potor
Foto: Pixabay / TeroVesalainen

Wer nicht sehen oder hören kann, hat es an neuen Orten oft schwerer, sich zu orientieren. Das möchte Loud Steps ändern. Die Navigations-App wurde speziell für blinde und gehörlose Menschen entwickelt.


Stellt euch vor, ihr geht in ein unbekanntes Gebäude. Das kann ein Flughafen, eine Messehalle oder ein Museum sein. Wie orientiert ihr euch? Ihr sucht einen Lageplan, schaut nach Schildern, nutzt eine App, fragt nach dem Weg und verlauft euch dennoch wahrscheinlich ein paar Mal, bis ihr euch zurechtfindet.

Doch wie wäre das, wenn ihr zum Beispiel nicht sehen oder hören könntet? Die Navigations-App Loud Steps bietet dafür Hilfe.

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Die Idee

Loud Steps gehört zum Unternehmen Boni Global, das Navigationssysteme für Gebäude entwickelt. Das Unternehmen agiert global mit Büros in Istanbul, Chicago und Berlin.

Loud Steps ist ebenfalls ein app-basiertes Navigationssystem für Gebäude. Es richtet sich aber spezifisch an Menschen mit Sinnesbeinträchtigungen.

Das Ziel dabei ist es, für genau diese Menschen die Orientierung in großen Gebäuden wie zum Beispiel einem Flughafen zu erleichtern.

Dafür erhält Loud Steps Unterstützung von Non-Profit-Unternehmen aus aller Welt. Loud Steps liefert diesen Organisationen ihre technische Infrastruktur, diese schicken Feedback zur App, Loud Steps wiederum passt die App daraufhin weiter an.

Die Technologie

Loud Steps verbindet die klassischen Funktionen einer Navigations-App mit besonderen visuellen Hilfen sowie mit Sprachbefehlen.

Dabei können Nutzer sowohl Fragen stellen als auch eine Schritt-für-Schritt-Anweisung erhalten, um an einen bestimmten Ort im Gebäude zu gelangen.

Darüber hinaus enthält die App detaillierte Informationen zu jedem Ort. Auch können Nutzer das Smartphone in verschiedene Richtungen im Gebäude halten und auch auf diese Weise Navigationshilfe erhalten.

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Loud Steps gibt es aktuell für 35 Gebäude weltweit.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.