Neuentwickelte Bandagen beschleunigen den Prozess der Wundheilung

Felix Baumann

Gerade in der kalten, dunklen und glatten Jahreszeit passieren auch dieses Jahr deutschlandweit wieder sehr viele Unfälle. Übel wird es dann, wenn eine lang anhaltende Wundheilung die Folge ist und man somit für mehrere Wochen arbeitsunfähig im Bett liegt. Forscher haben nun einen Weg gefunden, wie die Heilung einer Wunde mittels Verbänden beschleunigt werden kann.

Dabei wissen Wissenschaftler schon seit langer Zeit, dass verwundete Hautstellen mit Hilfe von Elektrizität schneller heilen. Der Grund, weshalb sich eine solche Therapiemethode bis heute standardmäßig nicht anwenden lässt, ist, dass die Patienten durch die benötigte Energie in die Praxen kommen mussten. Das soll sich aber in naher Zukunft grundlegend ändern.

Forscher in den Vereinigten Staaten und in China haben nun sich selbst mit Energie versorgende Verbände entwickelt. Diese werden durch kleine Elektroden, die an Nanogeneratoren gekoppelt sind mit Elektrizität versorgt. Die Nanogeneratoren sitzen auf einem Band, dass um die Brust gewickelt wird. Durch die regelmäßige Atmung eines Menschen werden diese aktiviert und senden geringe Impulse zum verletzten Bereich. Die zukunftsträchtigen Verbände sollen sich dabei kaum von ihren herkömmlichen nicht-elektrischen Pendants unterscheiden.

Weiterlesen:

Aber wie soll Elektrizität bei der Wundheilung helfen? Wissenschaftler stellten fest, dass durch die elektrischen Impulse die Lebensfähigkeit der sogenannten Fibroblasten erhöht wird. Bei diesen handelt es sich um spezielle Hautzellen, die sich durch den neuartigen Prozess wieder aneinander richten und so die Wunde verschließen sollen. Außerdem wird auch zusätzlich die Produktion von heilungsfördernden biochemischen Komponenten angestoßen, die zum Gewebewachstum beitragen

Die Produktion der neuen Verbände soll ziemlich einfach sein. Es werden nur relativ unspektakuläre Materialien benötigt und der Herstellungsprozess ist simpel. Der Preis für eine Bandage dürfte also kaum steigen. Umso erstaunlicher sind die Ergebnisse eines ersten Laborversuches: Verwundete Nagetiere, die für eine vollständige Heilung der Haut circa 2 Wochen benötigten, waren durch die elektrischen Verbände bereits nach drei Tagen wieder fit.

Die nächsten Meilensteine für das Projekt sind der Test an der dem Menschen relativ ähnlichen Schweinehaut und der erste Pilotversuch an Testpersonen. Sollten die Ergebnisse ähnlich vielversprechend sein, dann könntet ihr schon bald deutlich schneller wieder auf den Beinen sein. Denn wer geht schon gerne regelmäßig zum Arzt oder verbringt leidenschaftlich seine Reha.

Via Engadget

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
UX Designer / Screen Designer (w/m/d)
IQ-optimize Software GmbH in Krefeld
Junior Content Writer (d/m/w) Dresden
MADSACK in Dresden
Mediengestalter / Webdesigner (m/w/d) in Teil...
Kerckhoff-Klinik GmbH in Bad Nauheim
Content Manager VoD (m/w/d) Vollzeit für unse...
Splendid Film GmbH in Köln
Online Marketing Manager (m/w/d)
Berner International GmbH in Elmshorn
Social Media Manager (w/m/d)
PicturePeople GmbH in Bochum
Pflichtpraktikant im Bereich Marketing & ...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.