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Das steckt hinter Duckduckgo – und diese SEO-Tipps solltest du kennen

Startseite, Suchmaschine, DuckDuckGo
Ein Suchmaschinendienst, den du im Auge behalten solltest. (Foto: Screenshot)
geschrieben von Stephanie Kowalski

Das Alleinstellungsmerkmal der Suchmaschine Duckduckgo: Sie sammelt keine persönlichen Informationen ihrer Nutzer. Was die Suchmaschine sonst noch so kann, warum du sie SEO-technisch nicht ignorieren solltest und wie du deine Seite für sie optimierst, erfährst du hier.

Die alternative Suchmaschine wurde von Gabriel Weinberg gegründet. Das ursprüngliche Ziel: weniger Werbung und mehr Relevanz für den Nutzer.

Bis in den Herbst 2011 betrieb Weinberg Duckduckgo noch alleine, dann stiegen die ersten Investoren ein, da die Nutzung zu diesem Zeitpunkt erheblich zugenommen hatte.

Zu diesem Zeitpunkt änderte sich auch das Geschäftsmodell; Werbung wird jetzt passend zu den Suchbegriffen ausgespielt. Über die Jahre schoss die Zahl der Suchanfragen in die Höhe. Neue Funktionen wie Bilder- und Lokalsuche oder automatisches Vervollständigen kamen hinzu.

Duckduckgo ist eine der bekanntesten diskreten Suchmaschinen. Durch die wachsende Bedeutung ist auch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) der eigenen Website im Hinblick auf diese Suchmaschine immer wichtiger geworden.

Was ist Duckduckgo?

Die Suchmaschine besteht aus einer Meta-Suchmaschine und einem eigenen Webcrawler. Duckduckgo greift auf Daten von vielbesuchten Websites – wie beispielsweise Wikipedia – zu, um sogenannte „Zero-click“-Infokästchen zu bestücken. Das sind kleine Bereiche oberhalb der Suchergebnisse.

Sie beinhalten Themenzusammenfassungen und verwandte Themen. Du hast die Möglichkeit, deine Suchergebnisse nach Einkaufsseiten oder Infoseiten ohne Verkaufsabsichten zu filtern.

Für Duckduckgo hat die Privatsphäre ihrer Nutzer oberste Priorität. Daher werden keine IP-Adressen gespeichert und keine Informationen der Besucher protokolliert. Seit Anfang 2018 nimmt der Dienst den Datenschutz seiner Nutzer noch ernster.

So will der Suchmaschinendienst seine Nutzer nicht nur bei der Websuche, sondern auch beim Surfen im Internet absichern. Hierfür hat der Dienst spezielle Erweiterungen für Firefox, Chrome, Safari und mobile Applikationen für Android- und iOS-Geräte entwickelt.

Wer verwendet die Suchmaschine?

Der Nutzerkreis von Duckduckgo dürfte groß sein. Hier triffst du auf Menschen, die dem Tracking persönlicher Informationen kritisch gegenüberstehen.

Ebenso dürftest du auf Technikbegeisterte und Menschen mit einer hohen Internetaffinität stoßen. Darunter sind auch sicherlich Fans von Apple. Denn seit dem Jahr 2014 ist die Suchmaschine in Safari eingebunden. Hier hat sich eine große Mac-Community etabliert.

Warum lohnt sich die SEO-Optimierung für diese Suchmaschine?

Duckduckgo solltest du nicht aus den Augen verlieren, denn die Nutzerzahlen steigen stetig an. Dazu haben die Enthüllungen von Edward Snowden im Jahr 2013, aber auch die aktuellen Datenschutzverschärfungen beigetragen.

Wie sehr die Nutzerzahlen angestiegen sind – beispielsweise im Jahr 2013 – zeigt die Grafik von Statista.

Infografik, DuckDuckGo, Statista

Wie sehr die Nutzerzahlen von Duckduckgo angestiegen sind, zeigt die Grafik von Statista. (Foto: Statista)

Auf der Website von Duckduckgo findest du aktuelle Zugriffszahlen: Demnach wächst die Zahl der „direkt queries“ kontinuierlich an. So gibt es im laufenden April täglich mehr als 37 Millionen Suchabfragen.

Ein Grund mehr, die Entwicklung der Suchmaschine zu verfolgen und die eigenen Inhalte für Duckduckgo zu optimieren.

So optimierst du deine Webseite für Duckduckgo

Mit den folgenden Tipps kannst du deine Website für die Suchmaschine fit machen. Keine Sorge: Hierbei handelt es sich nicht um Hexenwerk. Alle Tipps lassen sich leicht umsetzen – du musst kein SEO-Profi sein.

Benutzerfreundlichkeit ist das A und O

Ähnlich wie bei anderen Suchmaschinen ist die Benutzerfreundlichkeit auch hier ein wichtiger Faktor. Deine Webseite sollte diesen Aspekt widerspiegeln: Verzichte darauf, deine Zielgruppe mit Werbung und Pop-ups zu bombardieren. Konzentriere dich stattdessen auf eine optimale Customer Experience.

Diesen Aspekt musst du selbstverständlich auch bei den Besuchern beachten, die sich deine Webseite mit einem mobilen Endgerät anschauen. Nutze ein responsives Design, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Verzichte nicht auf hochwertige Links

Auf der Duckduckgo-Website wirst du nur einen Tipp finden: Nutze hochwertige Links. Diese sind demnach der wichtigste Ranking-Faktor für den Dienst.

Verlinkungen zu hochwertigen Seiten wie Wikipedia oder zu Experten in deiner Nische oder Branche verbessern auch deine Position in den Suchmaschinenergebnissen. Setze also auf Qualität statt auf Quantität.

Behalte andere Suchmaschinen im Auge

Der Dienst greift bei der Zusammenstellung seiner Suchergebnisse auch auf die Konkurrenz wie Yahoo und Bing zurück. Optimiere also deine Seiten auch für diese Suchmaschinen.

Für Bing spielen Social Signals, Keywords, aber auch Title- und Meta-Tags eine große Rolle. Um weitere Optimierungspotenziale zu entdecken, kannst du auch die Webmastertools für den Dienst verwenden.

Bei Yahoo solltest du auf deine Domain- und Verzeichnisnamen achten. Auch der Bilder Alt-Text und die Qualität der Links sollten von dir beachtet werden. Weitere Tipps gibt dir der Yahoo Side Explorer, der auch zu den Bing Webmastertools gehört.

Lokale Suchmaschinenoptimierung

Wie eingangs bereits erwähnt, greift Duckduckgo nicht auf die Daten seiner Nutzer zurück. Das heißt auch, dass der Dienst nicht den genauen Standort seiner Nutzer kennt. Aus diesem Grund gestaltet sich die lokale SEO-Optimierung ein klein wenig anders.

Der Dienst kann mithilfe der IP-Adresse grob einschätzen, wo sich der jeweilige Besucher aufhält. Die Ausspielung lokaler Ergebnisse ist also nicht so präzise wie beispielsweise bei Google.

Wenn du aber lokal gefunden werden willst, solltest du hyperlokale Keywords bei deiner Optimierung berücksichtigen. Nutze sie an wichtigen Stellen deiner Webseite – beispielsweise bei der Anfahrtsbeschreibung oder auf der Kontaktseite.

Vergiss nicht einen Bang! vorzuschlagen

Dabei handelt es sich um einen ganz besonderen Knall. Mit dem Duckduckgo Bang! können Nutzer direkt auf eine Website zugreifen.

Wenn du beispielsweise in das Suchfeld „!amazon“ eingibst, landest du automatisch auf der Webseite von Amazon. Dieser Trick funktioniert für viele weitere Webseiten.

Bang, DuckDuckGo

Vergiss nicht einen Bang! vorzuschlagen. (Foto: Screenshot)

Um den Bang! auch für deine Webseite zu erhalten, musst du diesen bei dem Suchmaschinendienst beantragen. So erschließt du einen weiteren Weg zu deiner Website.

Ein Suchmaschinendienst, den du im Auge behalten solltest

Auch wenn der Dienst nach wie vor zu den kleineren Suchmaschinen zählt, lohnt es sich, Duckduckgo im Auge zu behalten.

Wenn du eine SEO-Optimierung deiner Webseite anstrebst, solltest du Benutzerfreundlichkeit, qualitativ hochwertige Links, Bing und Yahoo, lokale Optimierung und den Bang! berücksichtigen.

Schlussendlich optimierst du deine Seite nicht nur für die Suchmaschine, sondern auch für deine Zielgruppe.

Hast du Duckduckgo schon einmal benutzt? Ist sie relevant für deine Webseite und dein SEO?

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Über den Autor

Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski ist Bloggerin und unterstützt als freiberufliche PRlerin kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrer Kommunikation. In ihrem Blog Online PR Guide erklärt sie, wie man mithilfe bewährter PR-Strategien und moderner Online-Kanäle erfolgreich digital kommuniziert.

4 Kommentare

  • Warum greift ihr nicht auf aktuelle Daten zurück? 2013 liegt ja schon eine Ewigkeit zurück! Die Suchanfragen haben sich in den letzten 6 Jahren ca. um den Faktor 10 erhöht. Diese Daten lassen sich übrigens innerhalb von 1 Minute sowohl mit duckduckgo, als auch mit google finden und werden von der Suchmaschine selbst veröffentlicht: https://duckduckgo.com/traffic

    • Hallo Ole,
      danke für deinen berechtigten Einwand. Wir haben unseren Artikel entsprechend angepasst und mit aktuellen Zahlen ergänzt.
      Viele Grüße
      Philip

  • Endlich, ich glaube jeder Nutzer hat auf so eine Suchmaschine gewartet. Es ist schön zu wissen, dass meine Daten nicht gespeichert werden und ggf an dritte weitergegeben werden. Danke für den Informativen Beitrag.

  • Das ist eine Suchmaschine, die zwar nichts speichert und somit ein USP für sicherheitsbewußte user sein kann. Das Problem, was ich sehe ist, dass eine konsequente Weiterentwicklung durch die Analyse und Auswertung des user Verhaltens sehr schwierig sein wird. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sich diese wirklich tolle Idee am Ende durchsetzen kann.

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