Charles Bahr, Panos Meyer, Behind the Screens

Behind The Screens – der Podcast über Digitalisierung: Charles Bahr

Philip Bolognesi
Charles Bahr ist Inhaber der Agentur Project Z, kümmert sich um alle Belange seiner Generation und ist zu Gast bei Behind the Screens, dem Podcast zur Digitalisierung.

In Behind The Screens – der Podcast über Digitalisierung – spricht Panos Meyer, Geschäftsführer der Hamburger Digital-Agentur Cellular, mit Personen, die sich in unterschiedlicher Position und Verantwortung täglich mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinandersetzen. Heute zu Gast: Charles Bahr, 17-jähriges Wunderkind und Erklärbär der Generation Z.

Er macht “Werbung von Teenagern für Teenager”: Charles Bahr ist mit seinen 17 Jahren selbst noch ein Teenager. Und somit ist er Teil der Generation, die er seit einigen Jahren schon auf den Bühnen der Digital-Events Deutschlands den Marketing-Entscheidern zu erklären versucht.

Was zeichnet seiner Meinung nach die so genannte “Generation Z” aus? Vor allem die Tatsache, dass sie selbst nicht nur Inhalte konsumiert, sondern auch produziert. Dabei sei es unerheblich, ob jemand nun der wissenschaftlichen Definition – also gewissen Jahrgängen – angehört.

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Viel wichtiger sei, ob die- oder derjenige sich einem Mindset verbunden fühlt. Daher sei auch eine Agentur, die sich ausschließlich dem Generation-Z-Marketing verschreibt, folgerichtig.

Schließlich gehe es darum, die Zielgruppe, die so anders ist als all die Generationen vor ihr, wirklich zu verstehen. Auf Basis von Studien und datengetriebener Auswertung könne das nicht passieren, so Bahr.

Von der Agentur zur Unternehmensberatung

Im Podcast spricht Charles von der Transformationsphase, in der er sich gerade befindet. Seine von ihm gegründete Agentur Tubeconnect hat er eingestampft. Zu groß sei diese geworden.

Neu ist “Project Z”, eine Art Unternehmensberatung. In kleinen Teams helfen Bahr und seine Mitarbeiter Unternehmen beim Verstehen und Ansprechen der Generation Z.

Dabei lösen Charles und seine Mitstreiter keine klassischen Agenturen ab. Sie verstehen ihre Mission vor allem als Aufklärung: “Wie funktioniert Tik Tok am Ende tatsächlich, wie kann ich das Thema HR einbringen?”

All diese Fragen müssten bedacht und beantwortet werden, weil es nicht nur darum gehen würde, die Generation Z anzusprechen, sondern auch Geschäftsmodelle für sie zu entwickeln.

Die Welt aus der Sicht der Generation Z

Das sei beispielsweise nötig, weil immer weniger Jugendliche einen Führerschein machen. Wozu ihnen Autos verkaufen, wenn sie diese gar nicht fahren wollen? Also müssen Automobilhersteller wie Mercedes-Benz nicht nur auf Instagram werben, sondern auch in neuen Dimensionen bei der Produktentwicklung denken.

Als wichtigsten Punkt für seine Arbeit im Jahr 2019 sieht Charles Bahr die Aufklärung hinsichtlich der Veränderung von Arbeit: “Mercedes-Benz verfügt über tausende ITler, die allesamt nicht programmieren können.” Das müsse sich in Zeiten einer vernetzten Gesellschaft ändern.

Gefühle als entscheidender Faktor

Damit die Generation Z Mercedes-Benz auch weiterhin als spannenden Arbeitgeber sieht, brauche es aber grundlegende Veränderungen – am Arbeitsplatz und auch in der Kommunikation.

Die Maßnahmen von Project Z greifen allerdings nur, wenn eine gänzlich neue Art der Emotionalität gelebt wird. So verrät er im Gespräch, wie man die Käuferinnen und Käufer von Levi’s Jeans dazu gebracht hat, bessere Fotos von ihren Einkäufen auf Instagram hochzuladen.

Seine persönliche Mission sieht Charles Bahr darin, jungen Leuten das Gefühl zu vermitteln, dass sie aus eigener Kraft etwas schaffen können – wenn sie das tun, was ihnen Freude bereitet und in dem Bereich entsprechend fleißig sind.

Wie Charles Bahr die Zukunft des Marketings sieht, erläutert er in der neuen Folge des Behind The Screens-Podcast, den du hier auf Soundcloud, iTunes oder Spotify direkt und kostenlos anhören kannst.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.