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Dieser Ofen von Hoover hält euer Essen zwei Wochen lang frisch

geschrieben von Nicole Scott

Hoover hat einen Ofen entwickelt, der sich nicht nur zum Kochen verwenden lässt. Das Gerät ist zusätzlich in der Lage, euer Essen warm und servierfertig zu halten. Mit dem H-KEEPHEAT 700 müsst ihr euer Essen nicht länger Einfrieren und wieder aufwärmen. Laut Hersteller sind die Lebensmittel bis zu zwei Wochen lang für den bedenkenlosen Verzehr geeignet. Äußerlich sieht er aus wie ein gewöhnlicher Konvektionsofen, aber im Innern steckt ein Warmhaltesystem für einzelne Portionen von Lebensmitteln.

Hoover nutzt die so genannte Exever-Technologie. Dabei handelt es sich im Grunde um sehr präzises Garen mit niedrigen Temperaturen. Das Exever-System ist bisher das einzige System seiner Art, das Lebensmittel ohne Wasser und Dampf bei niedrigen Temperaturen garen und konservieren kann.

Im Hoover H-KEEPHEAT 700 wird das Essen schonend gegart, damit es nicht an Geschmack verliert. Anschließend wird es bei einer konstanten Temperatur von rund 60 °C konserviert. Die Hitze verhindert das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen. Die Gerichte lassen sich jederzeit essen und schmecken selbst Tage später noch so, als hätte man sie frisch zubereitet.

Das Gerät verfügt im Warmhaltemodus über zwei Einstellungen, die sich jeweils für unterschiedliche Lebensmittel eignen. Dabei habt ihr die Wahl zwischen 63 °C und 70 °C. Der Ofen ist in der Lage, diese Temperaturen über lange Zeit hinweg konstant aufrechtzuerhalten.
Wo man bei niedrigen Temperaturen etwas skeptischer sein muss, was das Bakterienwachstum angeht, muss man sich ab 60 °C keine so großen Sorgen mehr machen. Bei solch hohen Temperaturen können sich die Bakterien nämlich nicht mehr vermehren. Die Exever-Technologie konserviert zudem die organoleptischen Eigenschaften des Essens – das sind die unterschiedlichen Aspekte der Lebensmittel, die sich mit den Sinnen wahrnehmen lassen (z. B. Geschmack, Aussehen, Geruch und Konsistenz).

Wie funktioniert die Konservierung von Lebensmitteln mit niedrigen bzw. hohen Temperaturen?

Für die Konservierung bei niedrigen Temperaturen wird das heiße Essen so schnell wie möglich abgekühlt und erst kurz vor dem Verzehr wieder aufgewärmt.

Das Ganze hat jedoch einige Nachteile. Zum einen ist viel Energie nötig, um die niedrigen Temperaturen zu erreichen, die das Bakterienwachstum verhindern. Auch das Aufwärmen erfordert einiges an Energie. Darüber hinaus verändert das Einfrieren von Lebensmitteln deren Struktur, wodurch sich ihre Qualität und sogar ihr Nährwert verändern können.

Konservierung durch Kälte

Konservierung durch Hitze

Wenn ihr Euer Essen durch Kälte konserviert, tötet das die Bakterien nicht ab. Sie werden nur inaktiv.

Der H-KEEPHEAT 700 kann nicht nur euer Essen auf moderne Weise aufbewahren. Es handelt sich bei dem Gerät auch um einen Highend-Ofen. Ihr könnt den Garraum horizontal in zwei Bereiche unterteilen, die sich auf unterschiedliche Temperaturen erhitzen lassen. Dank der niedrigen Temperatureinstellungen, die der Ofen bietet, könnte man Lebensmittel sogar per Sous-vide-Methode garen – das liegt daran, dass sich der Ofen äußert präzise und für lange Zeit erwärmen lässt.

Falls sich das alles zu kompliziert anhört, gibt es keinen Grund zur Sorge. Hoover bietet nämlich auch eine App an, mit der ihr Rezepte direkt auf den Ofen laden könnt. Der H-KEEPHEAT 700 ist außerdem mit dem neuen Google Home und Amazon Alexa kompatibel.

Wir haben auf der IFA GPC 2019 einige Häppchen probiert, die von Hoover angeboten wurden, und müssen zugeben, dass das Essen sehr gut schmeckt! Laut Hoover bleiben die einzeln verpackten Portionen bis zu zwei Wochen lang frisch. Weil der Ofen das Essen auf Serviertemperatur hält, müsst ihr nur die Tür aufmachen und das Essen auf euren Teller schieben. Die Kosten für den Warmhaltemodus sollen laut Hersteller bei ungefähr einem US-Dollar pro Tag liegen. Wie günstig das im Vergleich zu eurem Kühlschrank ist, hängt von eurem Gerät ab. Vergesst außerdem nicht, dass auch das Erwärmen des kalten Essens Energie verbraucht.

Leider haben wir keine Details zum Preis oder dem Verkaufsstart. Aber wir werden diese Technologie auf jeden Fall im Auge behalten, denn es handelt sich dabei um eine sehr interessante Lösung für ein alltägliches Problem.

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Nicole Scott

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