Facebook gibt Forschergruppen einen Einblick in die Welt der Fake News

Felix Baumann
Bild William Iven

Durch die bald stattfindenden Europawahlen rückt ein Thema wieder zunehmend in den Vordergrund. Und zwar die Manipulation von Wählerinnen und Wählern durch soziale Medien, wie Facebook und Twitter. Seit Jahren stellen sich Forscher dazu die Fragen, wieso Falschmeldungen einen so großen Einfluss auf uns haben und warum wir gerade bei emotionalen Themen häufiger Beiträge teilen.

Nun öffnet sich Facebook ein wenig und gewährt 12 Forschergruppen Zugang zu anonymen Nutzerdaten. Der Fokus liegt dabei darauf, wie Inhalte auf dem Netzwerk geteilt werden. Damit haben die Forscherinnen und Forscher nun Zugriff auf einen reichhaltigen Datenschatz, der möglicherweise ein paar fundamentale Fragen zu Falschinformationen beantwortet.

[mg_blockquote cite=“Gary King, Harvard Universität“]If we can find privacy preserving ways [of sharing data] … society would be so much better off.[/mg_blockquote]

Die Daten umfassen neben recht allgemeinen Information, wie den Inhalt der Falschmeldung, die geteilten Links, die jeweilige Zielgruppe nach Alter und den ungefähren Standort der Personen, die solche Meldungen verbreiten.

Genauso verschieden wie die Forschergruppen ist auch der Fokus ebendieser. Die Gruppe der Pontifical Catholic University in Chile will beispielsweise untersuchen, inwieweit Facebook zum Erfolg der konservativen Partei des Landes beigetragen hat. Die University of Urbino aus Italien will wissen, inwieweit populistische Parteien von Social Media profitieren und Taiwan sucht den Zusammenhang zwischen Social Media und dem Engagement der Bevölkerung.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Verhalten der Nutzer vor und nach der Änderung des Anzeigealgorithmus. Während zunächst der Fokus auf Medien lag, standen nach der Änderung wieder vermehrt die Freunde der Nutzerinnen und Nutzer im Vordergrund. Was zunächst ganz gut klingt, kann aber wiederum zu Gruppenzwang und dem Upvoten einer Falschmeldung führen.

Facebook tut auch einiges, um den Missbrauch der Forschungsdaten zu verhindern. Zunächst müssen Anfragen vom jeweiligen Review Board der Universität abgesegnet werden. Außerdem werden nur Beiträge zur Forschung freigegeben, die ausreichend oft geteilt wurden, damit keinerlei Rückschluss auf Einzelpersonen möglich ist. Ein Download oder das Teilen wird nicht ermöglicht und jede Bewegung innerhalb des Systems wird genaustens geloggt.

Es bleibt also abzuwarten, was sich für Erkenntnisse aus den vorliegenden Daten generieren lassen. Möglicherweise können große Netzwerke, wie Facebook und Twitter, an sich auch noch dazulernen und findet durch neue Entdeckungen Wege, wie sich das großflächige Teilen von Falschmeldungen vermeiden lässt. Allein schon der Einblick in die virtuellen Köpfe der Nutzer ist interessant und wird daher sicher einige interessante Dinge an die Oberfläche bringen.

Quelle: The Verge

Mehr Social Media:

🤝 Zins-Knaller bei Rediem Capital

Eröffne jetzt dein kostenloses Rediem Capital Festgeld und erhalte 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
(Junior) Social Media Manager*in (m/w/d) – Be...
Digital Vision Academy in Berlin
Performance Marketing Lead (m/w/d) – Pa...
NILO HAMBURG Inh. Niclas Tretschock in Meerbusch
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.