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Pinterest-Werbung: Die wichtigsten Grundlagen rund um Pinterest Ads

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Dank der unterschiedlichen Werbeformate ist Pinterest nun für viele Unternehmen interessant geworden. (Foto: pixabay.com / TheDigitalArtist)
geschrieben von Philip Bolognesi

Lange mussten Werbungtreibende in Deutschland auf Pinterest-Werbung warten. Nun hat das visuelle Netzwerk seine Ads auch hierzulande ausgerollt. Wir erklären dir die wichtigsten Werbeformate, Marketing-Ziele und Targeting-Optionen.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die bekannte Foto-Plattform Pinterest auch in Deutschland seine Anzeigen-Formate ausrollte. Vor ein paar Monaten war es dann soweit. Nun können europäische Nutzer und Unternehmen sich aktiv mit Pinterest-Werbung auseinandersetzen.

Viele Brands sahen Pinterest bis dato für ihre Angebote nur als eine (unbedeutende) Traffic- und Conversion-Quelle an. Denn die Foto-Plattform war und ist primär bei weiblichen Nutzern beliebt. Außerdem dient die Plattform als wertvolle Inspirationsquelle.

Mit dem Roll-out der Pinterest Ads könnte sich das jedoch rasch ändern. Denn die dort bereits etablierte Reichweite und die nun angebotenen Werbeformate mit verschiedenen Tracking- und Targeting-Optionen bieten Unternehmen vielfältige Werbemöglichkeiten.

Pinterest-Werbung: Vier Werbeformate

Aktuell bietet Pinterest vier verschiedene Werbeformate an. Sie lassen sich für verschiedene Marketing- und Kampagnen-Ziele einsetzen.

1. Promoted App Pins

Dieses Format ermöglicht das problemlose Auffinden und Herunterladen von Apps direkt aus der Plattform heraus.

Klickt der Nutzer auf einen Promoted-App-Pin, lädt er die jeweilige App herunter, ohne dass er Pinterest verlässt und zu einem App Store weitergeleitet wird. Dies eignet sich vorzüglich, um die eigenen Apps zu promoten.

2. Promoted Carousels

Ähnlich wie bei Facebook können Werbungtreibende mehrere Bilder – aktuell sind es fünf Dateien – in einem Promoted Carousel hinterlegen. Marken haben hier die Möglichkeit, sich visuell und kreativ auszutoben.

So lässt sich beispielsweise ein erklärungsbedürftiges Produkt darstellen. Ebenso ist ein Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens oder einer Veranstaltung durchaus denkbar.

3. Promoted Video Pins

Hierbei handelt es sich um Videoclips, in denen eigene Produkte oder Dienstleistungen in Bewegtbild-Form ansprechend dargestellt werden. Insbesondere Kampagnen, die für das Branding ausgelegt sind und das Engagement der Nutzer ansprechen sollen, sind für dieses Werbeformat ideal.

4. Promoted Pin

Das vierte und letzte Werbeformat im Reigen der Pinterest-Werbung kommt eigentlich wie ein gewöhnlicher Pin daher. Im Unterschied zu regulären Beiträgen ist er jedoch als Promoted Pin gekennzeichnet.

So können Unternehmen mit einem hinterlegten Unternehmens-Konto Links zur eigenen Website oder Landingpage setzen. Dadurch lässt sich beispielsweise die Bekanntheit einer Marke stärken. Auch Interaktionen und Traffic lassen sich selbstverständlich über Promoted Pins generieren.

Targeting-Möglichkeiten der Pinterest Ads

Ein immenser Vorteil von Pinterest Ads liegt in ihrer zielgerichteten Ausspielung. Dank vielfältiger Targeting-Kategorien können Marken die jeweilige Zielgruppe exakt erfassen und ansprechen.

Dabei lassen sich die Optionen grob in vier einzelne Kategorien unterteilen.

1. Interessen

Bei der Ausspielung nach Interessen orientiert sich der Pinterest-Algorithmus an den Interessen des Nutzers. Dabei erfasst er seine bisherigen Interaktionen mit bestimmten Themen. Dazu gehören zum Beispiel Reisen, Wohnen oder Rezepte.

2. Keywords

Eine weitere Möglichkeit der zielgerichteten Ausspielung von Pinterest-Anzeigen stellen Keywords dar, nach denen Pinterest-Nutzer auf der Plattform suchen. Werbungtreibenden stehen hier fünf einzelne Typen der Übereinstimmung der Keywords beziehungsweise Suchausdrücke zur Verfügung.

  • Exact Match: Nutzern werden Pins angezeigt, die nach dem exakt identischen Keyword oder sehr ähnlichen Begriffen suchen.
  • Negative Exact Match: Im Gegensatz dazu werden bei diesem Typ Anzeigen nicht ausgespielt bei Suchen, in denen das hinterlegte Keyword genutzt wird.
  • Phrase Match: Hierbei werden Werbeanzeigen ausgesteuert, wenn im Keyword der jeweilige Ausdruck enthalten ist. Dies gilt auch auch für alternative Schreibweisen und sehr ähnliche Variationen der Phrase.
  • Negative Phrase Match: Bei diesem Typ wird entsprechend ein Promoted Pin nicht angezeigt für Suchanfragen des Nutzers, wenn der vollständige Keyword-Ausdruck im Suchbegriff auftaucht.
  • Broad Match: Dieser Typ zielt sowohl auf das jeweilige Keyword als auch Synonyme, alternative Wörter und ähnliche Schreibweisen des Suchbegriffs.

3. Demografie

Darüber hinaus können Werbungtreibende ihre Anzeigen auch nach demografischen Informationen aussteuern. Das Targeting nach Alter ist aktuell nur in den USA verfügbar. Über Ort, Sprache und Geschlecht lässt sich jedoch die Wunsch-Zielgruppe auch so bereits sehr gut erfassen.

4. Retargeting

Höchst interessant sind die Retargeting-Optionen bei Pinterest Ads. Nutzer, die bisher Inhalte des Werbungtreibenden konsumiert und unter Umständen mit ihm interagiert haben, lassen sich gezielt ansprechen.

Möglich sind zum jetzigen Zeitpunkt vier Retargeting-Kategorien:

  • Kunden, die bereits mit einem oder mehreren Pins interagiert haben.
  • Nutzer einer E-Mail-Kundenliste
  • Besucher der eigenen Website
  • Act-a-like-Audiences: Das sind Zielgruppen, die dem anvisierten Kunden vom Verhalten her sehr ähnlich sind.

Fazit zu Pinterest-Werbung

Bisher schätzten Marken Pinterest lediglich als rein organischer Traffic-Treiber für die eigene Website. Hauptsächlich waren dies Unternehmen aus dem Do-It-Yourself- und Kreativ-Sektor.

Durch die Einführung von der verschiedenen Pinterest Ads haben sich die Möglichkeiten für Werbungtreibende enorm vergrößert. Da die Pinterest-Werbung und ihre Formate in Form und Gefühl den Anzeigen von Facebook und Instagram ähneln, gibt es bereits eine hohe Akzeptanz auf Seiten der Nutzer.

Wenn Unternehmen Pinterest weiterhin nur als Branding-Kanal nutzen, lassen sie das riesige Potenzial der Plattform ungenutzt – und verpassen enorme Chancen, Conversions zu generieren.

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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi arbeitet seit Anfang September in der Redaktion von BASIC thinking. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover. Er ist begeisterter Tischtennisspieler, Fitness-Fan, Typ-1-Diabetiker und permanent auf der Suche nach interessanten Themen aus den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung.

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