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ASUS ist überzeugt, dass Trackpads mit Display die Zukunft sind

geschrieben von Nicole Scott

Laptops sind keine Produktkategorie, in der es an Innovation fehlt; das 2-in-1-Notebook ist schließlich immer noch ein Renner! Aber abgesehen davon, hat sich die Notebook-Formel kaum weiterentwickelt. Nur die Position der Kamera verändert sich und die Bildschirmränder werden (endlich) dünner. Im vergangenen Jahr stellte ASUS auf der Computex das Zenbook Pro mit dem ScreenPad vor. Dieses Jahr ist das ScreenPad 2.0 in der gesamten Notebookreihe von ASUS zu finden. ASUS möchte die Funktionalität des Trackpad erweitern und es in einen zweiten Bildschirm verwandeln.

Dabei ist ASUS nicht der einzige Hersteller mit ausgefallenen Ideen. Huawei erhielt für seine Pop-up-Kamera viel Lob (zumindest von Testern, die keine Brüste haben). Als Dell die Kamera dann an der Unterseite des Bildschirms anbrachte, sah es so aus, als wäre das Laptop eher zum Aufnehmen von Pornos geeignet als für Skype-Meetings. Die Pop-up-Kamera von Huawei finde ich persönlich zwar immer noch schlimmer, aber darum soll es ja gar nicht gehen. Der Punkt ist, dass Hersteller einige kreative Versuche unternommen haben, um den Formfaktor ihrer Geräte zu verändern, ohne dabei auf Features zu verzichten.

ASUS war schon immer eines der mutigsten Unternehmen auf dem Markt. Erinnert ihr euch noch an das Padfone? Oder das eee Keyboard? Zenbo gibt es immer noch und ist mittlerweile in vielen Klassenzimmern in Taiwan zu finden, wo er aber nur noch Chinesisch spricht. ASUS scheut nicht davor zurück, nur 10.000 Einheiten eines Produkts zu produzieren und das Ganze dann als Produktreihe auf den Markt zu bringen. Das war zum Beispiel auch beim DR-900 E-Reader der Fall. Nur um eins klarzustellen: das ist keine schlechte Sache. Wer sich darüber beschwert, dass ASUS mit seinen „Testprodukten“ nichts abliefert, wohnt eben nicht in Taiwan (oder ist einfach nur neidisch).

Diese stetigen Innovationsversuche treiben die Branche voran. Und das ScreenPad scheint ein Erfolg gewesen zu sein, denn in diesem Jahr verbaut ASUS die 2. Generation in allen seinen Notebooks. Selbst das diesjährige Vivobook ist mit dem ScreenPad 2.0 ausgestattet, obwohl es eigentlich zu den günstigsten Laptopmodellen von ASUS zählt.

Das ScreenPad 2.0 besitzt ein 5,65 Zoll großes Display und wird von der neuen ScreenXpert-Software angetrieben. Der interaktive Touchscreen soll für mehr Produktivität und effizienteres Arbeiten sorgen. ASUS stellt hierzu eine Reihe von Produktivitätstools zur Verfügung: Quick Key ermöglicht die Automatisierung von komplexen Tastenkombinationen mit nur einem Klick; Handwriting ermöglicht die Texteingabe per Touchscreen; und Number Key eignet sich für die schnelle Eingabe von Daten. Anwendungen können außerdem zusätzliche Leisten auf dem Touchpad einblenden, wie ihr unten am Beispiel von Excel sehen könnt. Die überarbeitete Benutzeroberfläche sorgt für eine Smartphone-ähnliche und intuitive Bedienung.

ASUS stellt die API auch Drittentwicklern zur Verfügung, damit diese die Software und das Nutzererlebnis des ScreenPad weiter optimieren können.

Für alle, die sich nun Sorgen wegen der Akkulaufzeit machen (auch ich gehöre in diese Kategorie), gibt es gute Neuigkeiten: das ScreenPad 2.0 ist deutlich stromsparender als sein Vorgänger. Die effizientere Hardware sorgt für eine 2,5-mal längere Akkulaufzeit. Diese Angabe basiert auf internen Tests von ASUS, bei denen auf dem ScreenPad 2.0 UX562FDX (7,8 Stunden) und dem ScreenPad UX580GE (3,03 Stunden) Videos abgespielt wurden.

Das ScreenPad 2.0 macht euer Notebook vielseitiger – aber sind die Vorteile das Risiko wert?

ASUS möchte die Funktionalität des Trackpad erweitern. Aber die Qualität des Trackpad ist bei Notebooks ein entscheidendes Kriterium. In der Vergangenheit hat ASUS mithilfe von Softwareupdates so manches Trackpad-Problem gelöst. Ich habe bereits erlebt, wie Trackpads vor dem Treiberupdate nahezu unbrauchbar und anschließend fantastisch waren. Jetzt, da das Trackpad ein Display besitzt, kann natürlich noch mehr schiefgehen. Und bei Laptops ohne Touchscreen ist man komplett auf das Trackpad angewiesen, wenn man keine Maus anschließen möchte!

Abgesehen vom Risiko und den Auswirkungen auf die Akkulaufzeit finde ich es großartig, dass ASUS bereit ist, etwas Neues auszuprobieren. Diese Risikobereitschaft in Bezug auf den Formfaktor ist genau das, was wir in einer Welt voller gleich aussehender Laptops brauchen.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind zwar noch nicht ganz klar definiert und was die Haltbarkeit angeht bin ich noch etwas skeptisch, aber trotzdem halte ich das ScreenPad 2.0 für eine tolle Idee.

Was meint ihr? Möchtet ihr mehr über das ScreenPad 2.0 erfahren? Wollt ihr sehen, wie viel Nutzen ich aus dem Trackpad herausholen kann? Dann sagt mir in den Kommentaren Bescheid. Ich bin die ganze Woche auf der Computex unterwegs und verbringe gerne einen Nachmittag mit diesem Feature, wenn es euch interessiert.

For specifications and more details on the new ASUS notebooks:VivoBook S14, VivoBook S15, ZenBook Edition 30 – UX334FL, ZenBook 13 – UX334FL, ZenBook 14 – UX434FL, ZenBook 15 – UX534FT.

 

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Nicole Scott

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