Trauer, Emotionen, Gefühle, Leid, Amazon-Armband

Dieses Amazon-Armband belauscht uns und soll unsere Gefühle erkennen

Christian Erxleben
Erkennt Amazon bald, wenn wir traurig sind? (Foto: Pixabay.com / xusenru)

Es ist die Wunschvorstellung von vielen Werbungtreibenden, dass sie unsere Gefühle in Echtzeit analysieren und auswerten können. Ein Amazon-Armband mit mehreren bereits angemeldeten Patenten soll das ermöglichen. Doch: Wollen wir das wirklich?

Unsere Gefühle äußern sich auf völlig verschiedene Art und Weise. Manchmal sind es Gedanken. Ein anderes Mal sind es körperliche Reaktionen wie beispielsweise Angstschweiß und in wieder anderen Fällen äußern sie sich durch Geräusche.

Natürlich kann ein Schniefen mehrere Bedeutungen haben. Es kann sein, dass unsere Nase läuft, weil wir krank sind. Genauso gut kann uns jedoch auch eine emotionale Szene in einem Film zu Tränen rühren und ein Schniefen verursachen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Amazon-Armband zur Gefühlsanalyse

Für die Werbe-Industrie sind diese Gefühle selbstverständlich von höchstem Interesse. Denn wenn ein Unternehmen weiß, dass ein Nutzer beispielsweise krank ist, kann es ihm vom Medikament bis hin zur Suppe sehr viele Produkte anbieten.

Leider – oder zum Glück – gibt es noch kaum Möglichkeiten, die Gefühle eines Menschen per Technologie zu ergründen. Sprich: Eine Maschine oder ein Sprachassistent hat deutlich mehr Probleme bei der Gefühlsanalyse als ein menschlicher Gegenüber.

Schließlich kann eine Maschine die Tränen nur in seltensten Fällen sehen. Und selbst wenn die Tropfen erkannt werden, könnte es sich ja dabei noch immer um Wasser oder Regen handeln.

An eben jener Problematik arbeitet ein Team bei Amazon. Das Projekt trägt den Namen „Dylan“ und soll dabei helfen, die Emotionen der Träger zu erkennen.

Amazon hat bereits Patente angemeldet

Ob das Amazon-Armband, das via Audio-Analyse die Gefühle seiner Nutzer erkennt, tatsächlich kommt, ist noch offen. Laut dem Finanz-Medium Bloomberg befindet sich das Projekt derzeit im Beta-Stadium.

Es ist jedoch interessant, dass Amazon bereits mehrere Patente für ein solches Amazon-Armband angemeldet hat. So gibt es seit 2017 beispielsweise ein Patent, das eine Software beschreibt, die Gefühle wie Trauer, Angst, Freude, Sorgen, Stress und Langeweile erkennen soll.

Eine andere Technologie soll dabei helfen, gezielt Hintergrundgeräusche auszublenden und den Fokus auf die richtige Person zu lenken.

Wer will von einer Maschine analysiert werden?

Grundsätzlich ist das Amazon-Armband und die dahinterstehende Technologie auf der technischen Ebene interessant. Wer Emotionen aufgrund von Geräuschen erkennt, hat viele Optionen.

Als Nutzer sollten wir uns jedoch fragen, ob wir von einem Armband in jeder täglichen Situation abgehört und analysiert werden wollen? Ist es erstrebenswert, auch die intimsten Empfindungen mit den Tech-Giganten zu teilen?

Diese Fragen muss jeder Nutzer für sich selbst beantworten. Doch schon die ablehnende Haltung gegenüber den stetig mithörenden smarten Lautsprechern zeigt, dass es persönliche Grenzen gibt, die privat bleiben sollen.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Social Media Manager – Employer Brandin...
THM GmbH in Leinefelde-Worbis
Student:in Social Media & Content Marketi...
FOND OF GmbH in Köln
Digital Campaign Manager/in (m/w/d)
Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH in Berlin
Marketing and Social Media Manager (m/w/d)
ISB GmbH in Linkenheim, Karlsruhe
Content Marketing & Social Media Manager ...
BVGE Consulting GmbH in Siegen
Social Media Content Creator (m/w/d)
Miniatur Wunderland Hamburg GmbH in Hamburg
Senior ASIC Digital Lead – ATPG & M...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Referent/in Öffentlichkeitsarbeit & Socia...
Stiftung St. Zeno Kirchseeon in Kirchseeon
Teile diesen Artikel
Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.