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Neues US-Gesetz: Erblickt Facebook Libra nie das Licht der Welt?

Facebook Libra, Libra Coin, Kryptowährung
Kommt Facebook Libra überhaupt auf den Markt? (Foto: Pixabay.com / geralt)
geschrieben von Christian Erxleben

Die Macht von Facebook, Google und Co. ist sowieso bereits enorm groß. Eine erfolgreiche eigene Kryptowährung würde diese Dominanz nur weiter stärken. Deshalb arbeiten einige US-amerikanische Senatoren bereits an einem neuen Gesetz. Kommt Facebook Libra überhaupt?

Im Juni 2019 hat Facebook mit der Libra Coin seine eigene Kryptowährung vorgestellt. Sie soll im Jahr 2020 erscheinen und es ohne eigenes Bankkonto ermöglichen, Geld an andere Nutzer zu verschicken, Rücklagen zu bilden oder Objekte oder Dienstleistungen zu kaufen.

Kurzum: Facebook Libra hat das Potenzial die finanzielle Infrastruktur auf der ganzen Welt umzukrempeln. Und genau diese große Vision von Facebook könnte das Projekt noch vor dem eigentlichen Start schon beenden.


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Der „Keep Big Tech Out Of Finance Act“ und seine Bedeutung für Facebook Libra

Der Grund für das vorzeitige Ende von Facebook Libra liegt in einem neuen Gesetzentwurf. Dieser trägt den unverblümten Namen „Keep Big Tech Out Of Finance Act“ und wird derzeit im Finanz-Ausschuss von mehreren US-amerikanischen Senatoren diskutiert. Die Mehrheit des Gremiums gehört den Demokraten an.

Konkret geht es den Politikern darum, die Marktmacht der großen Plattformen und Netzwerke zu beschränken. Die Regelung soll verhindern, dass Facebook und Co. selbst zur finanziellen Institution werden oder eng mit einer solchen Einrichtung verbunden sind.

Zwar fällt natürlich weder der Name Facebook noch die Libra Coin. Trotzdem ist es klar, worum es den Senatoren geht. Das zeigt sich an den Rahmenbedingungen des Gesetzes:

  • Ein jährlicher Umsatz von mindestens 25 Milliarden US-Dollar ist die Grundlage.
  • Betroffen sind Unternehmen, die einen öffentlichen Marktplatz, Austauschort oder eine Plattform anbieten, um sich mit Dritten zu verbinden.
  • Jene Firmen dürfen keine Kryptowährungen einführen oder betreiben, die im großen Umfang als Rechnungseinheit, Wertanlage oder ihn ähnlicher Funktion zum Einsatz kommen.

Wer mit eigenen Projekten gegen das Gesetz verstößt, wird mit einer Strafe von einer Million US-Dollar belegt – pro Tag.

Die Regelungen und Richtlinien des neuen Gesetzes machen klar, dass es keinesfalls darum geht, kleinere Plattformen an der Entwicklung von eigenen Währungen abzuhalten. Das zeigt schon der sehr hoch angesetzte Mindest-Umsatz.


„Tipp: Wenn du dich über diesen Link bei Coinbase anmeldest, um Kryptowährungen zu handeln, bekommst du 10 US-Dollar (ca. 8 Euro) in Bitcoin geschenkt, wenn du mindestens 100 US-Dollar (ca. 85 Euro) handelst und wir bekommen ebenfalls eine kleine Provision.“


Vielmehr sollen Facebook, Amazon, Google und Co. daran gehindert werden, auch noch ein Standbein in der Finanz-Industrie aufzubauen. Denn spätestens dann wäre es quasi unmöglich, die großen Tech-Konzerne zu zerschlagen. Ihre Marktmacht wäre zu groß.

Selbst Donald Trump unterstützt die Stoßrichtung des Gesetzes

Erstaunlicherweise könnten die treibenden demokratischen US-Abgeordneten selbst mit der Unterstützung von US-Präsident Donald Trump rechnen. Dieser hat sowieso ein Problem mit Facebook, Google und Co. und hat zudem ein gespaltenes Verhältnis zu Kryptowährungen.

Auf Twitter schrieb Trump, dass die Facebook Libra beispielsweise nicht zuverlässig sei. Er betonte: „Wenn Facebook oder andere Unternehmen eine Bank werden wollen, müssen sie sich wie alle nationalen und internationalen Banken an die Bank-Regulierungen halten.“

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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