Ein Hirnimplantat könnte blinde Menschen wieder teilweise sehen lassen

Felix Baumann

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Wir Menschen sind im Normalfall von unseren verschiedenen Sinnen abhängig. Leider passiert es jedes Jahr, dass Menschen aufgrund ihres Alters, eines Unfalls oder aus sonstigen Gründen einen Sinn verlieren. Zwar ist unser Körper erstaunlich und kann beispielsweise den Verlust des Augenlichts mit einer Schärfung des Gehörsinns kompensieren, die psychische Belastung, die ein solcher Verlust mit sich bringt, kann dadurch aber nicht gemindert werden.

Medizinern des Baylor College in Texas und der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist nun etwas Erstaunliches gelungen. Sie haben einen Weg gefunden, wie erblindete Menschen wieder teilweise ihre Umgebung wahrnehmen. Zum Einsatz kommt hier ein Implantat mit Elektroden, dass das aktuelle Geschehen direkt in das Gehirn überträgt.

Bisher war nämlich das Problem, dass sich Forschungen eher auf die Reparatur des Sehnervs konzentriert haben und meist mindestens ein funktionierendes Auge voraussetzten. Dadurch wurde der potenzielle Kreis an Patienten stark eingeschränkt. Mit dem neuen Weg wird der Sehnerv komplett übergangen und die Bilder, die durch eine in einer Brille installierte Kamera aufgenommen werden, direkt in den visuellen Kortex übertragen.

[mg_blockquote cite=“Alex Shortt“]This is a complete paradigm shift for treating people with complete blindness. It is a real message of hope.[/mg_blockquote]

Bisher konnte man auf diesem Weg sechs Menschen ihr Augenlicht teilweise zurückgeben. Die Teilnehmer der Studie mussten für das Experiment auf einen schwarzen Monitor blicken und dann einen weißen Würfel, der an einer beliebigen Stelle erscheinen konnte, identifizieren. Das Ergebnis: In fast allen Fällen konnten die Erblindeten den Würfel „sehen“.

Das Ganze funktioniert aktuell nur mit sehr hellen Gegenständen beziehungsweise auch bei starken Kontrasten. Ein Versuchsteilnehmer, Paul Philip, berichtet beispielsweise, dass er inzwischen bei Abendspaziergängen mit seiner Frau wieder erkennen kann wo der Bürgersteig in Gras übergeht. Auch das weiße Familiensofa kann er nun wieder wahrnehmen.

[mg_blockquote cite=“Paul Phillip“]It really is amazing to be able to see something even if it is just points of light for now.[/mg_blockquote]

Auf diesem Forschungsgebiet könnten wir in der Zukunft noch einiges erwarten. Der für das Experiment zuständige, leitende Neurowissenschaftler Daniel Yoshor sagt nämlich, dass dies erst der Anfang ist. Vielleicht steht uns eine Zukunft bevor, in der der Verlust des Augenlichts langfristig und ohne langwierige Behandlung kompensiert werden kann. Der nächste Schritt wäre dann eine Therapie für Menschen, die bereits blind auf die Welt kommen.

Quelle: The Guardian

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.