Science Fiction, Militär, Armee, Vorstellungskraft, Zukunt

Frankreich sucht Science-Fiction-Autoren für die Armee

Vivien Stellmach
Welche Technologien könnten in einem futuristischen Krieg gegen Frankreich eingesetzt werden? (Foto: Pixabay.com / Computerizer)

Science Fiction in Frankreich: Das Militär sucht „vier oder fünf“ Autoren, die sich einen Krieg der Zukunft ausdenken sollen, in dem sich das Land mit „disruptiver“ Technologie verteidigt. Man will ja auf alles vorbereitet sein.

Das Stellenangebot hat die 2018 gegründete Agence de l’innovation de défense zusammen mit einem Dokument veröffentlicht.

Die Innovationsabteilung der französischen Armee will nämlich ein „Red Team“ aufbauen, das sich mit Hilfe seiner Vorstellungskraft ausdenken soll, welche neuartigen Angriffe heute schon möglich wären – und wie Frankreich sich gegen sie verteidigen könnte.

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Das klingt sehr nach Science Fiction und irgendwie ist es das auch. In dem Dokument heißt es, die gesuchten Autoren sollen „Innovationsanstrengungen durch Vorstellungskraft lenken“.

Science Fiction im Krieg: Wie kann sich die französische Armee verteidigen?

Praktisch soll das dann folgendermaßen aussehen: Die Autoren denken sich einen angreifenden Feind aus, der Frankreich in militärischen Planspielen oder in umfassenden Sicherheitstests auf die Probe stellt.

Getestet werden dabei technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen von Unternehmen.

Das Projekt hat ganz offensichtlich den Hintergrund, dass Frankreichs Armee auf alles und jeden vorbereitet sein will. Die Innovationsabteilung arbeitet derzeit auch mit dem Unternehmen Starburst Accelerator zusammen.

Gemeinsam führen sie ein Innovationslabor, in dem sie neue Technologien identifizieren, die das Militär verwenden könnte.

Frankreichs Militär stellt wenige Anforderungen an seine Autoren

Für den ausgeschriebenen Job braucht es jedenfalls einen sehr kreativen Kopf und Begeisterung für Science Fiction.

Viel mehr aber auch nicht, denn die ausgedachten Angriffe sollen geheim bleiben. Man muss sie also nicht ausführlich zu Papier bringen können. Im Notfall sollen den ausgewählten Lesern im Militär wohl ein paar „zusammenfassende Notizen“ reichen.

Wie so ein ausgedachter Krieg aussehen könnte, können wir uns selbst nur im Kopf ausmalen. Vielleicht ein Szenario mit Lichtschwertern oder selbst gezüchteten Drachen? Im Waffenregister von Star Wars würde man als Autor sonst sicher auch reichlich Inspiration finden.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.