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Facebook ändert Umgang mit Standortdaten bei Android und iOS

Christian Erxleben
Facebook will die Nutzung von Standortdaten transparenter machen. (Foto: Pixabay.com / piviso)

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Facebook nutzt unsere Standortdaten – mal bewusst und oftmals auch unbewusst. Das wird mit den neuen Betriebssystemen iOS 13 und Android 10 nicht mehr so leicht möglich sein. Deshalb kündigt Facebook schon im Voraus einige Änderungen an.

Mit unseren Daten verdient Facebook sein Geld. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es um unsere persönlichen Informationen im Profil geht oder ob es unser Aufenthaltsort ist. Alle Daten und Fakten helfen dem sozialen Netzwerk dabei, die eigenen Werbe-Optionen zu verfeinern.

Android 10 und iOS 13: Datenschutz rückt in den Vordergrund

Lange Jahre war es vielen Nutzern schlichtweg egal, wer was mit ihren Daten macht. Diese Einstellung hat sich in den letzten knapp zwei Jahren stark gewandelt. Das Bewusstsein für den Wert der eigenen Daten ist in der Bevölkerung massiv angestiegen.

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Damit einhergehend ist auch der Wunsch nach mehr Datenschutz und Kontrolle gestiegen. Darauf haben die großen Hersteller der Betriebssysteme reagiert. Sowohl im Apple-Betriebssystem iOS 13, als auch beim Pendant Android 10 erhalten die Nutzer neue Möglichkeiten.

Standortdaten bei Android 10

Alle Android-Nutzer hatten bislang nur die Möglichkeit, den Zugriff auf die Standortdaten komplett zu erlauben oder zu verweigern. Das neue Betriebssystem ermöglicht es nun, für jede App einzeln festzulegen, ob und wann sie auf deinen Aufenthaltsort zugreifen darf.

Da Facebook auch in der App eine Kontroll-Funktion für den Standortzugriff integriert hat, kann es hier nun zu unterschiedlichen Anweisungen kommen. Aber das soziale Netzwerk reagiert in einem Blog-Post darauf. Demnach soll stets die strengere Auswahl als Grundeinstellung respektiert werden.

Standortdaten bei iOS 13

Die Nutzer von Apple-Endgeräten hatten in puncto Standortzugriff schon immer drei Möglichkeiten:

  • Immer
  • Nur, wenn die App genutzt wird
  • Niemals

Mit iOS 13 kommt nun noch die Option hinzu, dass der Zugriff auf die Standortdaten „einmalig“ gestattet wird. Außerdem informiert uns das neue Betriebssystem per Push-Benachrichtigung darüber, wenn und wie oft eine Anwendung deinen Aufenthaltsort im Hintergrund abfragt.

Warum informiert Facebook seine Nutzer über die Änderungen?

Vermutlich möchte Facebook präventiv darauf aufmerksam machen, dass das soziale Netzwerk – und natürlich auch andere Apps – häufiger als erwartet im Hintergrund auf deine Standortdaten zugreifen.

Die neuen Betriebssysteme machen derartige Aktivitäten viel deutlicher sichtbar. Das könnte natürlich den einen oder anderen Nutzer dazu bewegen, den Apps ihre Berechtigungen zu entziehen.

Und da eben das für Facebook negative Konsequenzen hat, geht das soziale Netzwerk in diesem Fall vermutlich in die Offensive und klärt auf, bevor der Schreck-Moment bei den Nutzern einsetzt.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.