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Inside Borussia Dortmund: Endlich eine Fußball-Doku, die nicht komplett gestellt ist

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Die Dokumentation "Inside Borussia Dortmund" gibt Fans tiefe Einblicke in die Bundesligamannschaft. (Foto: Screenshot / Amazon)
geschrieben von Vivien Stellmach

Die Dokumentation „Inside Borussia Dortmund“ nimmt Fans des Vereins mit in die vergangene Rückrunde der Saison 2018/2019. Wir haben uns für euch die vierteilige Dokumentation bei Amazon Prime angesehen. Unser Fazit.

Eine Dokumentation über Manchester City lief bei Amazon Prime Video schon. Nun hat auch die Bundesliga nachgezogen.

Borussia Dortmund hat in Zusammenarbeit mit dem Streaming-Dienst Amazon Prime Video eine Dokumentation* veröffentlicht, für die Regisseur Aljoscha Pause in der Rückrunde der vergangenen Saison 2018/2019 Trainer, Bundesligaspieler und Protagonisten des BVB begleitete.


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„Inside Borussia Dortmund“ hat vier Folgen, die jeweils mit etwa einer Stunde Spielzeit tiefe Einblicke ins Vereinsleben und in die Bundesligamannschaft des deutschen Vizemeisters gewähren.

Laut dem Kicker zahlt Amazon dem BVB für die Erlaubnis zur weltweit exklusiven Ausstrahlung über den hauseigenen Streaming-Dienst Prime Video 5,8 Millionen Euro.

Inside Borussia Dortmund: ein bisschen mittendrin statt nur dabei

Natürlich zeigt die Dokumentation nur ausgewählte Bereiche aus dem vereinsinternen Leben von Borussia Dortmund. Die erste Folge dreht sich beispielsweise um das Bombenattentat auf den Mannschaftsbus des BVB vom April 2017 und welche Folgen er auf das Team hatte.

Spieler wie Torwart Roman Bürki erinnern sich an den Anschlag zurück, geben kurze Interviews und sprechen darüber, wie sie die erschreckenden Minuten im Bus erlebt haben.

Die Dokumentation nimmt uns mit in die Gefühlswelt der Spieler. Interviews mit Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke tragen genauso dazu bei wie Monologe von Mannschaftskapitän Marco Reus und Co. Als Zuschauer fühlt man sich ein bisschen mittendrin statt nur dabei.

Zeitreise durch die Rückrunde 2018/2019

Regisseur Pause arbeitet mit vielen zeitlichen Sprüngen durch die Rückrunde. Das soll die Dokumentation offenbar dynamischer wirken lassen – und genau das gelingt auch.

Der zweite Teil beginnt mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim – der ersten Partie nach der tragischen Pokal-Niederlage gegen den SV Werder Bremen im Elfmeterschießen.

In diesem Spiel hatte sich Reus einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. „Inside Borussia Dortmund“ zeigt uns, wie der Verein intern mit dieser Schock-Nachricht umgegangen ist.

Wir erfahren auch, wie die Mannschaft sich vor dem TSG-Spiel fühlt, als ihr Trainer Lucien Favre kurzfristig aufgrund einer Grippe nicht am Spiel teilnehmen kann.

So rückt auch Co-Trainer Edin Terzic in den Fokus der Folge. Es ist spannend zu verfolgen, wie Mannschaft und Trainerstab den Ausfall von Favre kompensieren. Wie aufgeregt und dennoch routiniert und professionell sie agieren, fängt Pause mit seinem Gespür für Dramatik hervorragend ein.

Einmal mehr fühlt es sich tatsächlich an, als würde man mit in der Kabine sitzen und Borussia Dortmund hautnah erleben dürfen.

Sprünge in die Vergangenheit

Darüber hinaus springt Pause zeitweise auch mal weiter in die Vergangenheit von Borussia Dortmund – fernab von relevanten Zeiten für die Rückrunde 2018/2019.

Wir sehen beispielsweise Szenen vom Pokalsieg 1989 und vom Champions-League-Finale 1997. Ob diese Rückblenden wirklich notwendig für die Dokumentation sind, darf jeder selbst beurteilen. Um das eigene Wissen rund um den BVB aufzufrischen und zu erweitern, eigenen sie sich jedoch allemal.

Der Sieg gegen Hertha BSC

Der zweite Teil endet noch mit dem Spiel gegen Augsburg und der ernüchternden Tabellen-Situation. Borussia Dortmund hatte nämlich seinen Vorsprung auf den FC Bayern München verspielt.

Bis wir in der nächsten Folge wieder näher an die Mannschaft herangeführt werden, vergeht fast eine ganze Stunde. „Inside Borussia Dortmund“ zeigt uns bis dahin vor allem gefilterte Monologe von Bürki und Watzke.

Doch nach dem 3:2-Sieg gegen Hertha BSC flammt die Dokumentation wieder auf: Wir sehen echte Szenen aus der Kabine. Wir sehen die Erleichterung der Mannschaft und anschließend auch Szenen aus interessanten Gesprächen zwischen Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl und Berater Matthias Sammer.

Trotzdem bleibt das Gefühl zurück, dass „Inside Borussia Dortmund“ mehr erzählt als zeigt. Die langen Monologe machen einen nicht müde, aber man wünscht sich insgeheim doch noch mehr ungefilterte Eindrücke von der Mannschaft selbst.

„Inside Borussia Dortmund“: Der emotionale Endspurt

Die vierte und letzte Folge beschäftigt sich mit dem emotionalen Titelkampf des BVB, der allerdings ohne Happy End ausgeht.

Regisseur Aljoscha Pause verwendet nochmal zeitliche Sprünge, um über das Bombenattentat im April 2017 auf das endgültige Zerwürfnis mit Ex-Trainer Thomas Tuchel zurückzukommen und anschließend zwei Spieler in der Rückrunde der Saison 2018/2019 in den Fokus zu rücken: Marcel Schmelzer und Mario Götze.

Außenverteidiger Schmelzer musste sich etwa in der Rückrunde mit der andauernden Rolle eines Reservisten anfreunden. Auch wenn er Trainer Lucien Favre dahingehend nicht nachvollziehen konnte, „weil es einige Verletzungen gab oder auch Spiele dabei waren, wo diese Position nicht gut ausgefüllt wurde“, sagt er.

Der sportliche Tiefpunkt der Saison, das 0:5 beim Bayern München, trägt den BVB zudem in den emotionalen Endspurt der Saison. Danach muss die Mannschaft auch noch die unfassbar bittere Derby-Pleite gegen den FC Schalke 04 hinnehmen.

Und zu allem Übel schreibt nach dem Spiel auch noch Lucien Favre aus dem Moment heraus die Meisterschaft öffentlich ab.

Nach weiteren verschenkten Punkten gegen den SV Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf bleibt den Borussen am letzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach dennoch die theoretische Chance auf die Meisterschaft.

Der BVB gewinnt auswärts mit 0:2, verliert die Meisterschale aber an den FC Bayern, der gegen Eintracht Frankfurt souverän mit 5:1 siegt. Der emotionale Endspurt nimmt ein ernüchterndes Ende.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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