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Google Assistant: So geht Google mit deinen Daten in Zukunft um

Vivien Stellmach
Sprachaufnahmen über den Google Assistant sollen nur noch mit Erlaubnis der Nutzer ausgewertet werden. (Foto: Pexels / John Tekeridis)

Google will mehr für den Datenschutz seiner Nutzer tun. Sprachaufnahmen des Google Assistant sollen ab sofort nur noch mit Erlaubnis der Nutzer zu Verbesserungszwecken ausgewertet werden. Außerdem soll der Sprachassistent sich weniger oft ungewollt aktivieren.

Im Juli 2019 war bekannt geworden, dass Google mit seinem Sprachassistenten Google Assistant ohne Erlaubnis Sprachaufnahmen seiner Nutzer aufzeichnet und auswertet – genau wie Amazon und Apple.

Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View stoppte diese menschliche Auswertung daraufhin in Europa bis Oktober 2019, nachdem der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar einen Verstoß meldete.

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Google Assistant: Auswertung von Sprachaufzeichnungen nur noch nach Erlaubnis

Jetzt hat Google einen Blog-Eintrag veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass Sprachbefehle nur noch nachträglich und mit Erlaubnis der Nutzer ausgewertet werden sollen.

Nutzer müssen dafür die „Sprach- und Audioaktivitäten“ im Einstellungs-Menü deaktivieren. Allerdings lassen sich Unterhaltungen dann nicht mehr speichern. Deshalb kann man dann auch die Stimmerkennung nicht mehr optimieren.

Google betont allerdings, dass man den Assistant auch gut weiterhin nutzen könne, ohne Sprachaufnahmen aufzeichnen zu lassen.

Auch will das Unternehmen bislang nur rund 0,2 Prozent der Mitschnitte nachträglich durch Mitarbeiter abgehört haben. Die Praktik dient dazu, etwa die Erkennung von Akzenten zu verbessern.

Erkennung für das Signalwort verbessert

Die optimierten Datenschutz-Einstellungen sind aber nicht die einzige Neuerung: Der Google Assistant soll künftig auch besser erkennen, wenn er sich versehentlich aktiviert.

Die Interaktion mit dem Sprachassistenten soll dann aus der Auswertung durch Mitarbeiter von Google ausgeschlossen werden. Wie der Sprachassistent erkennen soll, ob ein Nutzer das Signalwort „Ok Google“ richtig und absichtlich ausgesprochen hat oder nicht, erklärt Google nicht.

Googles Blog-Eintrag ist lückenhaft

Die Informationen, die Google in seinem Blog-Eintrag teilt, scheinen auch sonst etwas lückenhaft zu sein. So verspricht das Unternehmen beispielsweise, zukünftig die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und weitere Filter zum Schutz der Privatsphäre einzuführen.

Was genau Google unter diesen Verbesserungen versteht, erklärt der Konzern allerdings nicht. Der Blog-Post skizziert lediglich, wie Google in Zukunft weitermachen möchte.

Google sagt auch, dass Nutzer mit aktivierten „Sprach- und Audioaktivitäten“ darauf hingewiesen werden, „dass gegebenenfalls Menschen eure Spracheingaben abhören, um die Spracherkennungs-Technologie zu verbessern.“ Ab wann das passieren soll, geht aus dem Blog-Post ebenfalls nicht hervor.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.