Rollstuhl, Verkehrsunfall, Runter vom Gas

Runter vom Gas: So krass ist der Werbespot zur neuen Kampange

Marinela Potor
Neue Kampagne der Aktion "Runter vom Gas" geht unter die Haut. (Foto: Runter vom Gas / BMVI)

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Wie bekommt man Autofahrer dazu, umsichtiger, vorsichtiger und vor allem langsamer zu fahren, um Unfälle zu vermeiden? Genau dazu macht sich die Initiative des Verkehrsministerium „Runter vom Gas“ regelmäßig Gedanken. Zur neuen Kampagne hat man dazu unter anderem einen richtig krassen Werbespot veröffentlicht. 

So oft wir hier über Mobilität schreiben, so häufig gehen wir davon aus, dass Menschen tatsächlich selbst mit ihren eigenen zwei Beinen mobil sind. Das ist leider nicht immer der Fall. Besonders tragisch ist das, wenn die Ursache dafür ein (vermeidbarer) Autounfall war.

Ein Blick auf die aktuelle Unfallstatistik zeigt: Wieder einmal war überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle auf deutschen Straßen. 2018 sind deswegen über 57.000 Menschen verunglückt und mehr als 14.000 verletzt.

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Damit diese Informationen keine Statistik bleiben, erinnert die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur regelmäßig daran, dass hinter diesen Zahlen Menschen und ihre Schicksale stecken.

Teil der neuen Kampagne ist der aufsehenerregende Werbespot, der jetzt präsentiert wurde.

Runter vom Gas: Spot geht unter die Haut

Er zeigt zunächst, wie ein Baby laufen lernt. Was für den kleinen Jungen und seine Familie zunächst ein Grund zur Freude ist, ist nach einem Unfall eine Tragödie – wenn nämlich der gleiche Junge aufgrund seiner Verletzungen das Laufen neu lernen muss.

„Kein Mensch sollte zweimal im Leben laufen lernen müssen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bei der Vorstellung des Spots.

Runter vom Gas, Videoclip, Kampagne
Berührend und aufwühlend zugleich. (Foto: Screenshot / Youtube)

Kampagne zeigt Schicksale von vier Verletzten

Der krasse Spot ist aber nur Teil einer größer angelegten Kampagne. Zur Aktion gehören auch entsprechende Autobahnplakate und ein Podcast. Auf der Kampagnen-Website erfährt man außerdem die Geschichten von vier Menschen, die sich nach schweren Verkehrsunfällen wieder zurück in den Alltag gekämpft haben.

Zur neuen Aktion gehören neben dem Spot auch die Autobahnplakate, ein Podcast und Multimedia-Reportagen von Menschen, die schwere Verkehrsunfälle überlebt haben und sich zurück in den Alltag kämpfen müssen.

Sowohl das Video als auch die vier Reportagen sind berührend und aufwühlend zugleich. Doch vielleicht brauchen wir solche emotionalen Botschaften, um endlich den Fuß vom Gas zu nehmen.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.