Dresden Großwärmepumpe Energiewende Wärme Energie Erneuerbare Energien

Mega-Wärmepumpe in Dresden soll 45.000 Haushalten einheizen

Maria Gramsch
Bild: ZILA

Die Elbe soll künftig in Dresden nicht nur das Stadtbild prägen, sondern auch beim Heizen helfen. Das Versorgungsunternehmen SachsenEnergie plant dafür eine Großwärmepumpe mit 50 Megawatt Leistung. Das Großprojekt soll 2031 fertiggestellt sein und dann bis zu 45.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen.

Die Energiewende stellt viele Städte und Energieversorger vor große Herausforderungen. Doch gleichzeitig eröffnet sie auch neue Wege der Energiegewinnung, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern voranzutreiben.

In vielen Bereichen rücken daher zunehmend regionale und erneuerbare Energiequellen in den Fokus. Auch in Dresden soll ein solches Projekt dazu beitragen, die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher und unabhängiger zu gestalten.

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Hier plant der Kommunalversorger SachsenEnergie eine Großwärmepumpe mit 50 Megawatt Leistung. Diese soll mit der Hilfe von Flusswasser aus der Elbe die Dekarbonisierung der Fernwärme vorantreiben.

Dresden: Großwärmepumpe erzeugt Wärme für bis zu 45.000 Haushalte

Das Großprojekt an der Elbe befindet sich derzeit noch in den Kinderschuhen, soll aber ab dem Jahr 2031 die Wärme des Elbwassers in Fernwärme umwandeln. Dafür will der Kommunalversorger SachsenEnergie eine 50 Megawatt starke Flusswasserwärmepumpe installieren, die rund 16 Prozent der von Dresden benötigten Fernwärme erzeugen kann.

Dafür entzieht die Großanlage dem Elbwasser thermische Energie und wandelt diese in CO2-freie und in Haushalten nutzbare Wärme um. Pro Sekunde entnimmt die Wärmepumpe dem Fluss dafür rund 2,5 Kubikmeter Wasser.

Dieses wird nach dem Umwandlungsprozess mit etwa drei Grad Celsius weniger vollständig zurück in den Fluss geleitet. Da es sich bei der entnommenen Menge um ungefähr ein Prozent der Gesamtwassermenge der Elbe handelt, sei die leichte Abkühlung des genutzten Wassers in der Elbe laut SachsenEnergie nicht spürbar.

Großprojekt soll Fernwärme in Dresden dekarbonisieren

In Dresden ist laut dem Kommunalversorger fast die Hälfte aller Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen. Sie verbrauchen jährlich rund 1.700.000 Megawattstunden Wärmeenergie. Die Flusswasserwärmepumpe soll ab dem Jahr 2031 dann rund 300.000 Megawattstunden Wärme erzeugen und kann damit bis zu 45.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Dafür nimmt der Kommunalversorger SachsenEnergie rund 92 Millionen Euro Investitionskosten in die Hand, die zu circa einem Drittel von der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze abgefangen werden sollen.

Die Großwärmepumpe mit einer Leistung von 50 Megawatt wird an der Dresdner Marienbrücke in einem eigens dafür entworfenen Gebäude untergebracht werden. Dieses Gebäude für die Anlage wird 18 Meter hoch sowie 50 Meter lang und 35 Meter breit werden.

Der Energieversorger will mit dem Großprojekt künftig heimische Energiequellen nutzen und damit die bisher erdgasbasierte Wärmeerzeugung ersetzen. Das sei mit einer Flusswasserwärmepumpe konstanter möglich als über die Luft, da die Wassertemperatur im Tagesverlauf deutlich konstanter ist. Auch im Winter sei dies möglich, abgesehen von sehr kalten Wintermonaten mit sehr niedrigen Wassertemperaturen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
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