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Das iPhone 11 Pro Max im Alltagstest: Der neue zuverlässiger Begleiter

Bild: Jan Kolar / VUI Designer
geschrieben von Felix Baumann

Als sich das Jahr 2019 im September dem Ende zuneigte, war es für mich mal wieder höchste Zeit für ein neues Smartphone. Mein bis dahin sehr treuer Begleiter, das OnePlus 6, begann seinerzeit zu schwächeln, weshalb ein regulärer Tag gerade noch so mit einer Akkuladung zu schaffen war. Der Plan für den Wechsel kam aber bereits früher. Schon als im Juni die ersten Bilder des Google Pixel 4 veröffentlicht wurden, sah ich die Zeit für einen „Pixel-Wechsel“ gekommen.

Nach der Bekanntgabe der Spezifikationen und weiteren Designelementen (insbesondere dem schwarzen Rand), kamen dann aber doch erste Zweifel, weshalb ich mich auch abseits des Pixel-Universums über neue Endgeräte informierte. Ich habe zwar nicht die Apple Keynote gesehen, doch das iPhone 11 Pro fiel mir relativ kurz nach dem Release in die Hände. Nachdem ich das Gerät im Handel testen konnte und mich dann doch für die Max-Variante entschied, war ich zunächst etwas unsicher: Kann ein 1.250 Euro teures Gerät seinen Preis wert sein? Die Antwort, die ich heute geben kann, ist „Ja“.

Die folgenden Zeilen spiegeln dabei meine persönliche Erfahrung wieder. Wer harte Fakten sehen will, der ist sicherlich beim offiziellen Test von Ümit besser aufgehoben.

Eine Akkuladung – mehrere Tage

Da ist zunächst die Akkuladung, die mir noch immer nach 2 Monaten der Nutzung positiv auffällt. Kam ich mit meinem OnePlus 6 (wie oben beschrieben) gerade einmal durch einen Tag, so verdrei- bis vervierfachte sich die Akkulaufzeit mit den iPhone 11 Pro Max. Natürlich bin ich nicht der Power-Nutzer, der von morgens bis abends Nachrichten versendet, Telefonate führt und E-Mails checkt, aber bei regulären Gebrauch zeigt mir die Akkuanzeige am Abend noch satte 70 Prozent an. Das hat bei mir bisher noch kein Endgerät geschafft. Apple legt dem Gerät ein Schnellladegerät bei, weshalb selbst bei niedrigem Akkustand schnell wieder ein Einsatz garantiert werden kann.

Google Pixel 4 und iPhone 11 Pro im direkten Kameravergleich

Auch vom Design sagt mir das iPhone mehr zu, als das Pixel 4 (XL).

Stabilität für den Alltag

Mit dem teuersten iPhone-Modell zeigt Apple auch, dass es vor allem stabile Geräte bauen kann. Mir ist das Gerät bisher aus Unachtsamkeit einige Male aus der Hand gerutscht, passiert ist aber durch den Aufprall noch nichts. Insgesamt macht das neue iPhone einen sehr wertigen Eindruck, auch wenn es sich vom Gewicht her im Vergleich zu meinem bisherigen OnePlus 6 wie ein Stein in der Hand anfühlt. Das ist vor allem der Masse an Technik geschuldet, hier wäre aber trotzdem noch Potenzial. Die matte Rückseite aus Glas verhindert Fingerabdrücke und sorgt neben der idealen Form für einen guten Halt. Trotzdem würde ich (aufgrund des Preises) jedem das Apple Care-Schutzpaket empfehlen, damit im Falle der Fälle eine Reparatur nicht so viel, wie ein neues Smartphone kostet.

iOS – Flüssig und einfach

Das von Apple eingesetzte Betriebssystem iOS glänzt auf dem iPhone 11 Pro Max. Animationen passieren flüssig und auch Apps (von Apple oder Drittanbietern) machen auf mich einen deutlich besser angepassten Eindruck, als es bei Android der Fall war. Apple demonstriert hier vor allem, dass die Integration ins eigene Ökosystem problemlos funktioniert. So kann ich mich mit einem Klick mit meinem iPad verbinden, sehe beim Aufklappen des Cases den Status der Airpods und kann Dateien ohne Probleme geräteübergreifend versenden. Hier kann sich meiner Meinung nach Android eine Scheibe abschneiden.

iOS funktioniert einwandfrei (Bild: Przemyslaw Marczynski)

 

Was mich hingegen ärgert, ist der Mangel an Open Source-Apps. Zwar findet man nach langen suchen auch solche im App Store, die überwiegende Mehrheit der Programme ist aber proprietär. Das ist sehr schade, da gerade Apple sich vermehrt den Datenschutz auf die Stirn schreibt und Open Source hierfür die optimalen Mittel bietet. Hauptgrund werden hier die Gebühren sein, die der Konzern von Softwareentwicklern erhebt.

Fazit: Ich bin begeistert

Würde ich also noch mal für ein neues Endgerät entscheiden müssen, dann würde weiterhin meine Wahl auf das neue iPhone 11 Pro Max fallen. Auch, wenn ich ursprünglich aus der Android-Welt komme und bis ins letzte Jahr ausschließlich Geräte mit den Betriebssystemen von Google nutzte (Android und WearOS), muss ich sagen, dass Apple in den letzten Jahren ein Ökosystem geschaffen hat, das gerade bei der Integration von mehreren Geräten seine Stärken zeigen kann. Aber vielleicht schafft es Google ja dann doch noch, im nächsten Jahr einen echten Pixel-Konkurrenten auf die Beine zu stellen.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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