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Stationärer Handel – oder: Wie man erfolgreich Kunden an Amazon verliert

Christian Erxleben
Leere Innenstädte? Der stationäre Handel trägt auch seine Schuld. (Foto: Pixabay.com / Julius_Silver)

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Vergangenes Wochenende war ich in der Innenstadt. Ich wollte ein paar Besorgungen machen – zum Teil war dabei eine persönliche Beratung notwendig. Doch, lieber stationärer Handel, was du abgeliefert hast, ist frustrierend. Ein Erlebnisbericht.

Zunächst einmal möchte ich zwei Punkte vorwegnehmen. Zum einen bin ich mir durchaus bewusst, dass Online-Shopping nicht unkritisch ist. Die Arbeitsbedingungen bei den Zustellern sind unterirdisch und die vielen Fahrten und Paket-Problematik belasten nachhaltig unsere Umwelt.

Zum anderen leiden unter Amazon und Co. die lokalen Geschäfte. Oder anders ausgedrückt: Arbeitsplätze sind in Gefahr, wenn Kunden ausbleiben. Außerdem erhalte ich vor Ort noch immer eine persönliche Beratung. Die bekomme ich – trotz aller Behauptungen – online noch nicht.

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Stationärer Handel im Nahkampf: Ein Einkauf in der Innenstadt

Deshalb bin ich kürzlich morgens in die Innenstadt gegangen, um zwei Dinge zu kaufen: ein Paar Laufschuhe und leuchtende Reflektoren für das Joggen. Zu Beginn dachte ich, dass die Reflektoren das kleine Problem sein sollten. Doch dazu später mehr.

Die Frustration begann bereits damit, dass die Läden in der Innenstadt erst um 10 Uhr öffnen. Das ist verschenkte Zeit in der Früh. Und so stand ich um Punkt 10 Uhr vor dem Sportartikel-Geschäft.

Öffnungszeiten und Verfügbarkeit

Das Problem: Obwohl ich bereits Mitarbeiter im Laden sehen konnte, räumten sie noch Produkte um und bereiteten den Laden vor. Um 10.06 Uhr wurde dann endlich die Tür geöffnet.

Meine Frustration war schon entsprechend hoch. Wie kann man seine Kunden dann auch noch länger als nötig vor verschlossener Türe warten lassen?

Die Beratung war hingegen großartig. Der Verkäufer war freundlich, aufmerksam und gut informiert. Doch dann kam der Genickbruch. „Deinen favorisierten Schuh haben wir leider nicht mehr.“ Eine Frage, ob ich ihn bestellen lassen möchte, kam nicht einmal.

Letztendlich habe ich mich dann für eine andere Farbe entschieden, weil die Schuhe perfekt passten und es ums Joggen und keinen Schönheitswettbewerb geht.

Stationärer Handel und die Nadel im Heuhaufen

Und weil ich schon bei einem Sportartikel-Spezialisten war, fragte ich sofort nach den Reflektoren. Leider wird dieses Produkt nicht geführt. In der Sportabteilung des nächsten Kaufhauses wurde ich nach meiner Frage gar belächelt: „Wenn sie so etwas suchen, sind sie bei uns falsch.“

Nachdem ich im dritten Geschäft, in dem es keinen Verkäufer gab, dann nach 15 Minuten frustriert die Suche aufgegeben habe, bin ich nach Hause gegangen. Eine Suche bei Amazon und es gab vier Anbieter mit meinem Produkt. Der Kauf hat nicht einmal zwei Minuten gedauert.

Fazit

Dieser kleine Ausflug mit einem eigentlich unproblematischen Ziel hat sich zu einem frustrierenden Vormittag entwickelt. Die Aufgaben und Ansprüche waren nicht sonderlich hoch. Die Erwartungen jedoch wurden – mit Ausnahme der Beratung – sogar noch unterboten.

Wenn der stationäre Handel nicht einmal seinen größten Vorteil – Freundlichkeit und persönliche Beratung – effektiv ausspielt und die Kunden teilweise sogar auslacht, haben es Amazon, Zalando und Co. auch einfach nur verdient, zu gewinnen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.