Smart Home, Amazon, Apple, Google

Neuer einheitlicher Standard für Smart Home soll das bisherige Chaos lösen

Vivien Stellmach
Der neue Smart-Home-Standard soll Ende 2020 langsam kommen. (Foto: Pixabay.com / Pixaline)

Mehr Kompatibilität für Smart-Home-Nutzer, das klingt richtig gut. Amazon, Apple und Google tun sich deshalb zusammen, um einen neuen Smart-Home-Standard zu entwickeln. Das Projekt „Connected Home over IP“ soll das bisherige Technik-Chaos lösen. Kann das wirklich gelingen?

Mittlerweile haben viele Haushalte auch verschiedene Smart-Home-Geräte im Einsatz. Doch wenn beispielsweise Lampen und Sicherheitskameras unterschiedlich mit Diensten von Amazon, Apple und Google vernetzt sind, sind sie oft nicht auch kompatibel miteinander.

Deshalb tun sich die drei Unternehmen nun zusammen, um einen neuen Standard zu entwickeln und die Verbindung der verschiedenen Geräte zu vereinfachen.

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Smart Home: Neuer Standard für Amazon, Apple und Google

Der neue Standard soll „Connected Home over IP“ heißen, auf dem Internetprotokoll basieren und ohne Lizenzgebühren für alle Nutzer frei verfügbar sein.

Dafür arbeiten Amazon, Apple und Google mit verschiedenen Herstellern zusammen. Dazu zählen beispielsweise Ikea, Samsung und sein Heimvernetzer Smart Things, der Chip-Spezialist NXP und die Philips-Abspaltung Signify.

Künftig sollen wir also mit allen Sprachassistenten auch nahezu alle vernetzten Geräte steuern und kontrollieren können. Und das funktioniert bislang eben meist noch nicht.

Neuer Standard soll Ende 2020 kommen

Bis dahin müssen wir uns aber wohl noch etwas in Geduld üben. Die ersten Referenzen sollen nämlich erst Ende 2020 fertiggestellt werden.

Dann sollen aber nicht nur alle WLAN-Geräte, sondern auch alle mit Bluetooth kompatiblen Einrichtungen kompatibel miteinander zum Einsatz kommen.

Warum ist Smart Home überhaupt so toll?

Sicher werden bis Ende 2020 auch wieder ein ganzer Haufen neuer passender Smart-Home-Geräte erscheinen. Die Frage ist jedoch: Brauchen wir die intelligenten Einrichtungen überhaupt?

Das vernetzte Zuhause ist natürlich erstmal eine tolle Sache. Wir können Lampen und Fernseher per Sprache steuern, vom Smartphone aus vernetzte Fenster-Rollläden herunterfahren und eine ganze Menge mehr tun. Smart Home scheint unseren Alltag mächtig zu erleichtern.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass Apple, Amazon und Google auch jede Menge wertvolle Daten von uns erhalten. Und wenn wir immer mehr Haushaltsgeräte mit dem Internet verbinden, machen wir uns auch ganz schön abhängig.

Denn was passiert zum Beispiel, wenn wir einmal abgehört pder gehackt werden? Können Fremde dann auf all unsere vernetzen Geräte in den eigenen vier Wänden zugreifen und uns ausspionieren und gefährlich werden?

Oder was ist, wenn es einen großen Stromausfall gibt oder unsere Geräte aus einem anderen Grund den Geist aufgeben?

Wir sollten uns demnach  vielleicht einmal genau Gedanken machen, ob wir uns Smart-Home-Geräte überhaupt in die eigenen vier Wände stellen wollen.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.