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So will Amazon künftig Bundesliga-Tore vorhersagen

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Amazon möchte durch die Analyse von Daten Bundesliga-Tore vorhersagen. (Foto: Pixabay.com / flooy)
geschrieben von Christian Erxleben

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und Amazon haben eine technische Kooperation geschlossen. Das große Ziel: Mehr Personalisierung für Zuschauer und relevantere Daten. Sogar eine Prognose, wann Bundesliga-Tore fallen könnten, liegt offenbar im Bereich des Möglichen.

Es wird viel über die Macht der Daten gesprochen. Jeder möchte möglichst viele Daten sammeln und besitzen. Doch Daten alleine sind relativ wertlos. Sie werden erst durch die gezielte Analyse und Auswertung zu einem hilfreichen Werkzeug zur Prognose.

Daten zu über 10.000 Bundesliga-Spielen

Wer also nur Daten sammelt, sitzt auf einem Haufen Daten – nicht mehr und nicht weniger. Und genau so geht es eigentlich der Deutschen Fußball Liga. Die DFL verfügt über unfassbar viele Daten und Statistiken zu den Spielen der ersten und zweiten Bundesliga aus den letzten Jahrzehnten.

Laut eigenen Angaben gibt es Echtzeit- und historische Daten aus mehr als 10.000 Spielen der höchsten deutschen Fußballliga. Das sind umgerechnet knapp 150.000 Stunden an Video-Material. Eben jene Daten und Inhalte sollen künftig aktiv zum Einsatz kommen.

Dafür geht die Deutsche Fußball Liga mit Amazon – oder genauer gesagt der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) – eine technologische Kooperation ein.

Künstliche Intelligenz soll Bundesliga-Tore vorhersagen

Durch die Partnerschaft sollen die bereits erwähnten, ungenutzten Daten sinnvoll in die Übertragungen eingebunden werden. Los geht es schon zum Start der Rückrunde am dritten Januarwochenende 2020.

Um verwertbare und hilfreiche Statistiken zu erzeugen, wertet eine Künstliche Intelligenz das gesamte Material aus. Das soll dann schon bald kurzfristig Informationen zu den jeweiligen Begegnungen bereitstellen. Mittelfristig will Amazon jedoch sogar Bundesliga-Tore vorhersagen und das taktische Verhalten der Mannschaften in Echtzeit analysieren.

Betrachtet man diese Entwicklung in einem größerem Zusammenhang, stellt man schnell fest, dass die Bundesliga-Kooperation eigentlich nur der Startschuss für eine mögliche technische Revolution im gesamten Fußball ist.

Ebenso profitiert Amazon selbstverständlich auch selbst enorm. Wer die Daten und Zuschauer eines Spiels kennt und interessante Begegnungen erahnen kann – beispielsweise mit vielen Toren – kann gezielt die Aufmerksamkeit dorthin lenken und eigene Produkte bewerben.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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