Wirtschaft

Was macht eigentlich ein Podcast-Producer so, Daniel Sprügel?

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geschrieben von Vivien Stellmach

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Daniel Sprügel, Podcast-Producer und Berater.

Der Start in den Tag als Podcast-Producer

Daniel, du arbeitest als Podcast-Berater und Producer. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklären würdest.

Den meisten Leuten muss man heute – anders als noch vor drei Jahren – nicht mehr erklären, was Podcasts sind. Podcasts sind nämlich oft schon im eigenen Medienkonsum etabliert.


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Den wenigen Freunden, die nichts mit Podcasts anfangen können, erkläre ich meinen Beruf folgendermaßen: Wir produzieren mit Maniac Studios sowohl Hörspiele als auch Radiosendungen für Marken und Unternehmen, die sie über das Internet jederzeit anhören können. Die Antwort auf die Folgefrage ist dann meist: Ja, damit kann man auch Geld verdienen.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Den Vormittag nutze ich für ablenkungsfreie Deep-Work-Zeit. Ich erledige die wichtigsten und dringendsten Aufgaben des Tages und widme mich kreativer und strategischer Arbeit wie zum Beispiel der Entwicklung neuer Podcast-Formate oder der Projektplanung.

Ablenkungsfrei heißt dabei: keine Termine, kein Smartphone, keine E-Mails. Am Mittag wird mein Tag operativ, dann stehen Podcast-Produktionen, Kundentelefonate, Mitarbeitergespräche, Meetings und allen priorisierte Aufgaben an, die dafür sorgen, dass Kundenprojekte erfolgreich werden.

Den Arbeitstag schließe ich meist mit einer Tageszusammenfassung ab und erstelle die Aufgabenliste für den kommenden Tag.

Und womit startest du in den Tag?

Ich versuche, immer möglichst strukturiert in den Tag zu starten. Nach meiner Morgenroutine mit Sport, Meditation, Journaling und Duschen erledige ich mein Most Important Task für den Tag – idealerweise ohne vorherigen Blick auf Smartphone und E-Mail-Postfach, was zugegeben nicht immer so einfach funktioniert.

Daniel Sprügel, Maniac Studios, Podcast

Daniel Sprügel, Podcast-Producer und Gründer von Maniac Studios.

Die Aufgaben als Podcast-Producer

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Als Gründer und Inhaber von Maniac Studios fällt vor allem die strategische Arbeit in meinen Bereich. Angefangen vom nachhaltigen Auf- und Ausbau des Unternehmens über die Einstellung und Führung von Mitarbeitern bis hin zur Gewinnung neuer Kundenprojekte und den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Und natürlich gehört auch das Bespielen unseres eigenen Sports Maniac Podcasts mit neuen spannenden Inhalten dazu.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Podcast-Producer persönlich?

Ich führe mein Unternehmen Maniac Studios nicht, um Geld zu verdienen. Das ist kein Job für eine Zweckbeziehung. Ich darf seit vier Jahren an tollen Projekten arbeiten, die mir großen Spaß machen.

Ich komme mit namhaften Kunden in Kontakt, lerne jeden Tag neue Dinge, entwickle mich und meine Persönlichkeit extrem weiter und kann davon sogar den Lebensunterhalt meiner Familie und den meiner Mitarbeiter finanzieren. Wie genial ist das denn bitte?

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Eigentlich alles. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit progessiven Unternehmen und diese dabei zu begleiten, die eigene Marke auditiv in Szene zu setzen, ist großartig.

Und natürlich machen mir auch die tiefgehenden Gespräche mit erfolgreichen Menschen im Rahmen der Podcast-Produktionen großen Spaß.

Wofür bist du besonders dankbar?

Für das Feedback der Menschen, die sich aufrichtig dafür bedanken, dass unsere Arbeit ihr Leben beziehungsweise ihr Arbeitsleben zum Besseren verändert hat. Das gibt einem mehr als jeder Euro auf dem Konto.


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Und wie wird man jetzt ein Podcast-Producer?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Mit offenen Augen, Neugier und Mut. Was ich damit meine, ist, dass ich das Glück hatte, im richtigen Moment zu erkennen, welch riesiges Potenzial im Bereich Digital Audio in den kommenden Jahren noch steckt.

Gleichzeitig habe ich die Neugier gehabt, mich tief in das Thema einzuarbeiten und Experte zu werden. Und letztendlich war es mein Mut, den Schritt aus dem sicheren Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit zu wagen und alles auf die Karte „Podcast“ zu setzen, was sich bislang mehr als ausgezahlt hat.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessiertem Quereinsteiger geben, der auch im Bereich Beratung und Podcast beziehungsweise Audio Voice arbeiten will?

Unabhängig von Audio Voice sollten Quereinsteiger in die Digital-Branche vor allem Soft Skills wie Wissbegier, Fleiß und Geduld mitbringen.

Auf dem Gipfel stehen wollen alle, nur ist heutzutage kaum einer dazu bereit, auch den Weg nach oben selbst zu gehen. Alle notwendigen Hard Skills kann man sich aneignen beziehungsweise aneignen lassen.

Noch nie war es so einfach, innerhalb kürzester Zeit Experte in einem Gebiet zu werden. Der Digitalisierung und Globalisierung sei Dank befinden sich alle Informationen, die man braucht, nur einen Mausklick entfernt.

Vielen Dank, Daniel Sprügel!


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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