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Aufgaben, Fähigkeiten, Alltag: Was macht eine Programmatic Marketing Managerin?

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geschrieben von Christian Erxleben

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Anna Strathmann und der Beruf der Programmatic Marketing Managerin.

Der Start in den Tag als Programmatic Marketing Managerin

Anna, du arbeitest als Programmatic Marketing Managerin bei Echte Liebe. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Als Programmatic Marketing Managerin bei der Agentur Echte Liebe sorge ich mit dem Team dafür, dass ein Nutzer passgenau auf ihn zugeschnittene Online-Werbung und die Unternehmen auf Kundenseite maximalen Output für ihr Geld bekommen.


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Mithilfe von Daten erreichen wir die mit dem Kunden vorab definierte Zielgruppe online dort, wo sie sich gerade aufhält – unabhängig von Umfeldern, Tageszeiten oder Endgeräten.

Das bedeutet konkret, stets die Balance zwischen routinierten Abläufen wie dem täglichen Reporting und hochdynamischen Reaktionen auf Live-Ergebnisse der Kampagnen-Performances zu halten. Hier ist viel kommunikative Zusammenarbeit mit dem Team und externen Dienstleistern gefragt.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Wenn ich Büro angekommen bin, checke ich als erstes gemeinsam mit meinen Kollegen die Zahlen des Vortags und lasse diese in unser automatisiertes Reporting-System einfließen. Auf der Grundlage der jeweiligen KPIs nehmen wir an Kampagnen je nach Bedarf noch Optimierungen vor.

Manchmal bespreche ich noch Ideen oder Fragen mit dem Key-Account-Team. Grundsätzlich gleicht bei uns aber kein Tag dem anderen. Wir sind fortwährend damit beschäftigt, Kampagnen-Zielen und Kundenwünschen nachzugehen und den Fortschritt eines jeden Projektes im Auge zu behalten.

Weil wir dabei Technologie-übergreifend arbeiten, komme ich mit verschiedensten Tools und Publishern in Kontakt. Das macht die Arbeit spannend und abwechslungsreich.

Und womit startest du in den Tag?

Morgens drehe ich als erstes eine große Runde an der frischen Luft mit meinem Hund Bernd. Das macht wach und wetterfest! Dann mache ich mich mit ihm auf den Weg ins Büro, wo er anschließend seinen Dienst als Feelgood-Manager antritt.

Anna Strathmann, Echte Liebe, Programmatic Marketing Managerin

Anna Strathmann, Programmatic Marketing Managerin bei Echte Liebe.

Die Aufgaben als Programmatic Marketing Managerin

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Bei Echte Liebe kümmern sich unsere Consultants und Key Account Manager und Managerinnen um die Beratung und Kundenbetreuung und unser Team um das Campaigning.

Zu meinen Aufgaben gehört daher das Aufsetzen, Managen, Optimieren und Reporten von programmatischen Kampagnen in den Bereichen Display, Mobile, Video, Digital Out of Home, Audio und auch Social Media für verschiedene Kunden.

Kurzum: Ich arbeite an der gesamten Prozesskette einer programmatischen Werbeplatzbuchung. Dazu halte ich immer enge Rücksprache mit unserem Data-Intelligence-Team, das für jede Kampagne in Abstimmung mit den Kunden individuelle Datensegmente baut und betreut.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Programmatic Marketing Managerin persönlich?

In meinem Beruf kommt das Beste aus zwei Welten zusammen: Marketing und Technik. Aus diesem Grund ist es gar nicht so leicht, für Außenstehende zu erklären, was ich eigentlich mache, da das gesamte Thema Programmatic eben viel Spezialwissen aus beiden Gebieten benötigt.

Wie ist deine Stelle in die Unternehmensstruktur eingegliedert? Das heißt: An wen berichtest du und mit wem arbeitest du zusammen?

Bei uns in der Firma sind keine wirklichen Hierarchien zu spüren. Wir arbeiten und kommunizieren alle auf einer Ebene. Praktikanten und Praktikantinnen können genauso frei ihre Ideen einbringen, wie Junior oder Senior Manager. Gemeinsam berichten wir im Team an unsere Director of Operations auf Augenhöhe.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Selbstverständlich wird die Rolle eine Programmatic Marketing Managerin in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Ich würde eigentlich nicht sagen, dass es in meiner jetzigen Position Dinge gibt, die zu kurz kommen. Mein Aufgabenspektrum ist sehr abwechslungsreich und jeder Tag sieht bei mir anders aus. Der Unterschied zu vorherigen Jobs ist, dass ich zurzeit – bis auf gelegentliche Workshops – weniger Kundenkontakt habe.

Für mich persönlich ist das mal eine willkommene Abwechslung, da ich mich so voll und ganz in die technische Detailarbeit stürzen kann, gleichzeitig aber jederzeit im engen Austausch mit unseren Beratern und Key Accountern stehe.

Diese bilden die Schnittstelle zwischen Agentur und Kunden und vereinen in ihren Aufgaben technisches Know-how und tägliche Kommunikation nach außen und innen.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Mir gefällt die Dynamik, die das Thema Programmatic mit sich bringt. Sowohl in Bezug auf die schnelle Reaktionsfähigkeit, die es braucht, um in Echtzeit zu optimieren, als auch auf die ständig neu entwickelten technologischen Möglichkeiten.

Ich bin mir sicher, dass es gerade hier in Deutschland und Europa noch sehr viel Potenzial und zu entdecken gibt, was diese spezifische Branche angeht. Nicht zuletzt ist die zahlenfokussierte Arbeit am Ende des Tages auch einfach sehr befriedigend.

Gerade durch die im Programmatic einzigartige Transparenz ist hier bei jedem Cent klar, wofür er eingesetzt wird und welches Ergebnis wir dadurch erzielen konnten.

Wofür bist du besonders dankbar?

Ich bin dankbar, dass ich genau dort gelandet bin, wo ich mich aktuell befinde: In der schönsten Stadt am Rhein, als Teil eines großartigen Teams in einer spannenden Branche!


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Und wie wird man jetzt eine Programmatic Marketing Managerin

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Nach meinem Studium der mehrsprachigen Wirtschaftskommunikation habe ich zunächst Branchen-übergreifend in traditionelleren Bereichen des Marketings gearbeitet – unter anderem im Brand- und Produktmanagement.

Mit der Zeit kam in mir jedoch der Wunsch auf, mich intensiver mit digitalen Themen zu beschäftigen. Jener hat mich schließlich zu einer Programmatic-Advertising-Agentur gebracht, was sich für mich persönlich als genau der richtige Schritt herausgestellt hat.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Programmatic Marketing Managerin werden will?

Eine Reihe bestimmter Eigenschaften sollte man schon mitbringen. Dazu gehört eine starke Zahlen-Affinität und großes Interesse an technologischen Entwicklungen und digitalen Themen.

Zudem darf man keine Angst davor haben, hohe Geldsummen zu verwalten. Nicht zuletzt benötigt es außerdem einer guten Auffassungsgabe. Zudem sollten Interessierte Spaß daran haben, jeden Tag etwas Neues zu lernen.

Vielen Dank, Anna!


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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