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4 Tricks, die SEO-Manager von Wikipedia lernen können

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Bei Beispielen für erstklassiges SEO denken die wenigsten Spezialisten an Wikipedia. (Foto: Unsplash.com / Luke Chesser)
geschrieben von Philip Bolognesi

Wenn Marketer ein Beispiel für eine perfekte SEO-Website nennen sollen, denken sie eher an große Marken als an Wikipedia. Dabei liegt der Erfolg der Online-Enzyklopädie an vier wesentlichen Faktoren, die Firmen für sich nutzen können. Vier Learnings aus dem Wikipedia-SEO.

Suchmaschinenoptimierung – oder kurz SEO – ist einer der wichtigsten Traffic-Lieferanten. Das oberste Ziel dabei ist es, die Menge und Qualität der Nutzer-Aufrufe durch organische, also unbezahlte, Suchmaschinenergebnisse zu optimieren.

Die wohl allen bekannte Online-Enzyklopädie Wikipedia ist dabei ein Musterbeispiel für perfektes SEO. Bei 46 Prozent aller Suchanfragen landet sie nämlich auf der ersten Seite bei Google.


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Doch warum rankt Wikipedia eigentlich so konsequent gut? Die Antwort wird viele Content-Marketing-Leute wenig überraschen: Der veröffentlichte Content ist ebenso konsequent gut und produziert viele Links.

Ebenso ausschlaggebend ist das durchgängige Informationssystem von Wikipedia, in dem relevante und nützliche Informationen über alle Themenbereiche hinweg gebündelt werden. Diese Struktur hat einen erheblichen Vorteil gegenüber Websites, die lediglich ein spezifisches Thema behandeln.

Auch wenn Unternehmen selbstverständlich nicht komplett an dieses Niveau herankommen, gibt es einige Faktoren, die SEO-Manager für die eigene Suchmaschinenoptimierung verwenden können.

4 Gründe, warum Wikipedia-SEO als Vorbild dienen kann

1. Permanent aktualisierter und nutzergenerierter Content

In Wikipedia finden wir lange und ausführliche Einträge, die ein spezielles Thema detailreich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Diese Informationsdichte honoriert auch Google. Denn Long-Form-Content mit über 1.000 Wörtern symbolisiert ein positives Ranking-Signal für Google und andere Suchmaschinen.

Die Nutzer auf der ganzen Welt sind permanent dabei, die bereits hinterlegten Beiträge auf den aktuellen Stand zu bringen. Deshalb unterstützt auch die stetige Aktualisierung der Artikel das Ranking.

2. Die umfangreichen Artikel bauen auf einem einzigen Keyword auf

Neben ihrer Ausführlichkeit besitzen Wikipedia-Einträge die Eigenschaft, dass sie auf ein bestimmtes Keyword hin optimiert sind. Dabei verwenden die Nutzer auch zahlreiche verwandte Keywords oder auch Long-Tail-Keywords, die das Thema des Artikels mit all seinen Facetten umfassen. Dies begünstigt ebenso ein gutes Google-Ranking.

Darüber hinaus ist die Online-Enzyklopädie Vorreiter bei sogenannten Pillar-Seiten: Dabei leiten die Einträge von einem Haupt-Keyword aus über zahlreiche Hyperlinks auf weiterführende Inhalte über, die das Thema spezifizieren und auch in andere Zusammenhänge bringen.

Daraus entsteht ein Themen-Cluster mit einer entsprechend hohen Dichte an Informationen. Auch das bewertet Google positiv – ein weiterer Pluspunkt im Wikipedia-SEO.

3. Wikipedia verfügt über eine entsprechende Domain- und Page-Authority

Der Name und das Image zählen auch im World Wide Web: Wikipedia hat sich über Jahre einen Ruf angelegt, kontinuierlich hochwertige Inhalte zu liefern, die mit qualitativ hochwertigen und vielfältigen Backlinks versehen sind.

Diese über Jahre erworbene Autorität schließt die Relevanz für ein bestimmtes Thema ein und bestimmt gleichzeitig das Ranking-Potenzial einer ganzen Domain oder einer einzelnen Seite.

Die Google-Kriterien für diese Domain- und Page-Authority sind nicht ganz nachvollziehbar. Es wird jedoch vermutet, dass qualitativ hochwertige Beiträge und die bereits erwähnten Backlinks und auch das Alter der Website eine ausschlaggebende Rolle spielen.

4. Der Vertrauensfaktor von Wikipedia sichert ein gutes Ranking

Der vierte und letzte Grund, warum Wikipedia-SEO als Vorbild dienen kann, bezieht sich auf den sogenannten Trust-Wert. Dieser besagt, wie vertrauenswürdig eine Webseite ist und wie hoch die Qualität der Inhalte bewertet wird.

Dementsprechend favorisiert Google Websites mit fehlerfreien und inhaltlich korrekten Einträgen. Ebenso ausschlaggebend für den Trust-Wert sind Erwähnungen auf anderen Websites sowie Verbindungen aus sozialen Netzwerken.

Darüber hinaus ist Wikipedia ausgesprochen aktiv, wenn es um Spam geht: Dank eines No-Follow-Tags für alle externen Links verhindert Wikipedia, dass sie als Backlinks interpretiert werden. Deshalb ist es für Nutzer wenig ertragreich, Quellenangaben mit Link-Spam zu versehen.

Eine weitere Maßnahme von Wikipedia ist das Führen einer Blacklist von unliebsamen und bereits negativ aufgefallenen Spam-Seiten. Auch dieses Mittel erhöht die Glaubwürdigkeit und Relevanz von Wikipedia, die Google honoriert.

Es ist fast unmöglich, Wikipedia im Ranking zu einzelnen Wörtern und Themen zu überbieten. Doch die Maßnahmen und Mittel der Online-Enzyklopädie sind für Marketer und SEO-Manager auch für die eigene Website hilfreich.


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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi arbeitet seit Anfang September 2018 in der Redaktion von BASIC thinking. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover. Er ist begeisterter Tischtennisspieler, Fitness-Fan und permanent auf der Suche nach interessanten Themen aus den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung.

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